Fragen wir Douglas Adams: Gibt es Gott?

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Mein_Ingomann

Guest
AW: Fragen wir Douglas Adams: Gibt es Gott?

Erheiternd finde ich, dass Atheisten ein Gottesbild übernehmen (um es dann abzulehnen), dass durch Religionen bestimmt ist.

Es braucht eigentlich nicht mal die Religion um an einen Gott /eine Göttin zu glauben. Nur weil die gängigen Vorstellungen eine Gottes mir nicht zusagen schliesst es die Existenz Gottes ja nicht aus. :wink:
 

Sithnoppe

Moderator
AW: Fragen wir Douglas Adams: Gibt es Gott?

Naja, ich habe diesen Thread ja unter der Rubrik "Philosophisches" eröffnet. Wenn Du mitphilosophieren willst und gleichzeitig sagt, dass Philosophie für dich nicht existent ist, was ist dann die Diskussionsbasis?

Dann müsste man vielleicht erstmal einen Thread eröffnen, in dem es darum geht, ob Philosophie einen Sinn macht oder nicht.


Darüber sollte man sich wirklich mal einigen, bevor man anfängt, zu jedem philosophischen Thema irgendwelche unreflektierten Meinungen rauszuhauen.

Weder sind hier irgendwelche Begriffe geklärt, noch eine Diskussionskultur etabliert.

Es werden ständig die Ebenen verwechselt und dem Gegenüber Vorstellungen untergejubelt, um sie dann zu widerlegen. Ohne überhaupt gehört zu haben, was denn wirklich die Vorstellung des Gegenübers ist.

ok, du beurteilst also, ob eine Meinung reflektiert ist oder nicht? Und dann willst du auch noch den Leuten untersagen, in "deinem" Philosophie-Thread ihre dir nicht genehmen Äußerungen zu tätigen ("Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten!") Meinst du nicht, dass du dich damit ziemlich weit aus dem Fenster lehnst?

Zum Thema:
Ich glaube nicht an "Gott", die Existenz einer übergeordneten Ordnung (Entität), die über das naturwissenschaftliche Erklärungsmodell des Universums hinausgeht, kann ich allerdings auch nicht ausschließen. "Ich weiß, dass ich nichts weiß!"
Glaube hat nichts mit Wissen oder Verstehen zu tun, alle Religionen sind der hilflose Versuch der Menschen Dinge in "Erklärungen" zu verpacken, die sie nicht verstehen!!
Das ist per se kein Problem, kann jeder für sich halten, wie er will. problematisch wird es nur, wenn die "Ungläubigen" wegen ihrer Nichtakzeptanz von etwas Unwahrscheinlichem Repressalien erleiden müssen.

Warum müssen Menschen an etwas glauben? Warum muss etwas "Übergeordnetes" über Allem stehen? Warum muss ein Leben einen Sinn haben (mit Auswirkungen nach dem Tod)?
Ist es so schlimm, wenn der Mensch nach dem Tod einfach weg ist und lediglich als Dünger nutzbar ist?
 

blackcyclist

Gesperrt
AW: Fragen wir Douglas Adams: Gibt es Gott?

DOCH !!!! von dieser Meinungsfreiheit ausschließlich für Ungläubige/Atheisten habe ich schon gehört .... schon sehr oft sogar ....

Du wirst doch jetzt nicht behaupten wollen, das Meinungsfreiheit nur für Atheisten gilt? Die beiden Kirchen in Deutschland sind 2 verdammt mächtige Organisationen, die praktisch überall ihren Senf dazu geben.

Es gibt ein "Wort zum Sonntag" im Fernsehen und es werden viele Gottesdienste übertragen. Es gibt rein religiöse Zeitungen und wie gesagt, die haben sogar eigene Häuser, in denen praktisch nur die eigene Meinung verbreitet wird. Von der Kirchensteuer und der großzügigen Alimentierung der Kirchen durch den Staat mal ganz abgesehen.
 

blackcyclist

Gesperrt
AW: Fragen wir Douglas Adams: Gibt es Gott?

Ich habe schon den Eindruck, das sich religiöse Anhänger massiver in das Leben von Nichtgläubigen einmischen als andersrum.

Diesen Eindruck kann ich aber nicht bestätigen. Ich erlebe diese Kritik eher andersrum. Weil ich gläubig bin, und auch zum Gottesdienst gehe, werde ich deswegen oft angesprochen . Ich will nicht unbedingt sagen, das ich deswegen ausgelacht werde, aber ich muss mich deswegen oft rechtfertigen.

Glaub es oder nicht, ich fange keinen am Sonntagmorgen ab, um ihn zu fragen, warum er zum Gottesdienst will. Ist mir vollkommen egal, ob da jemand seine Zeit verschwendet oder nicht.

Ich wurde selbst mehrfach von christlichen oder muslimischen Anhängern missioniert und dabei ging die Initiative eigentlich immer von denen aus.

Ich habe auch noch NIE bei jemandem geklingelt um mich mit ihm über die Evolutionstheorie zu unterhalten. Aber mir wollten schon mal ein paar Zeugen Jehovas erklären, das man gerade Noahs Arche findet, was aber schon 15 Jahre her ist und ich immer noch auf eine derartige Meldung warte.
 

univers

Well-Known Member
AW: Fragen wir Douglas Adams: Gibt es Gott?

Zum Thema:
Ich glaube nicht an "Gott", die Existenz einer übergeordneten Ordnung (Entität), die über das naturwissenschaftliche Erklärungsmodell des Universums hinausgeht, kann ich allerdings auch nicht ausschließen. "Ich weiß, dass ich nichts weiß!"
Glaube hat nichts mit Wissen oder Verstehen zu tun, alle Religionen sind der hilflose Versuch der Menschen Dinge in "Erklärungen" zu verpacken, die sie nicht verstehen!!
Das ist per se kein Problem, kann jeder für sich halten, wie er will. problematisch wird es nur, wenn die "Ungläubigen" wegen ihrer Nichtakzeptanz von etwas Unwahrscheinlichem Repressalien erleiden müssen.

Warum müssen Menschen an etwas glauben? Warum muss etwas "Übergeordnetes" über Allem stehen? Warum muss ein Leben einen Sinn haben (mit Auswirkungen nach dem Tod)?
Ist es so schlimm, wenn der Mensch nach dem Tod einfach weg ist und lediglich als Dünger nutzbar ist?
Ich stöberte heute Morgen nach Neuigkeiten auf der Erde, die dem Cyber zugänglich sind.
Und stoß auf diese Nachricht:
http://www.tagesschau.de/ausland/kardinaele102.html
Doch bevor ich zum lesen kommen konnte, weckten die Fotos meine Aufmerksamkeit und ohne auch dessen Eindruck auf mich durch die Nachricht zu trüben, will ich hier schildern, was mir Probleme bereitet:

Dieser Gesichtsausdruck von- Mo-ment, ich schaue noch einmal auf die Fotos, um mir Gewissheit zu verschaffen:lol:-, von:
"Schaue mir in die Augen!
Siehst du es?!
Du hast es verpasst, was mir auf dem Gesicht geschrieben steht.
Wie zufrieden und erhaben ich ausschaue...
Wie konntest Du?!
Wie konntest du nur so leichtsinnig sein! JETZT IST ES EH ZU SPÄT FÜR DICH, UM SO ZU SEIN WIE ICH..
Also schaue mir hoch und finde deinen Frieden an mir.
.."
:lol: Ja, der Text, bzw, was den Herren auf dem Gesicht geschrieben steht kann sich unendlich lang hinziehen, aber es kann auch mit einem Satz ausgedrückt sein:
"Ich hab es geschafft, du nicht!"
Das "du" ist der Betrachter und wenn ich solchen Menschen begegne, sei es hier in einem islamischem Land oder auch in einem christlichem, wie Deutschland, wobei ich wegen der Authentizität nur diese zwei Länder als Bezugspunkt angeben kann, dann schreckt es mich ab.
Augenblicklich muss ich nachdenken, was ich verpasst hätte und in Anbetracht dessen, dass der Mensch auf der Bewusstseinsebene leicht manipulierbar ist, kann es auch um mich geschehen, dass ich ein Leben lang dieser Frage nachgehe und die Vielfalt des Lebens verpasse.
Ein Teufelswerkzeug, um es in der Sprache der Religion auszudrücken, denn mit dieser Manipulation, die auch diese Herrn an den Tag legen, bekommen sie Recht, dass ich was verpasse.
Und so gingen seit Abertausend von Jahren Milliarden Menschen dieser Frage nach, was sie verpasst hätten, indes sie was verpassen, nämlich das Wunder gewahr zu sein.
 

blackcyclist

Gesperrt
AW: Fragen wir Douglas Adams: Gibt es Gott?

Was interessiert mich die milliardenfache Überzeugung bei Christen und Muslimen? :roll:

Wenn das philosophische Denken Dein Fassungsvermögen übersteigt, halt Dich doch einfach raus.

Oder auch: "Wenn man keine Ahnung hat - einfach mal die Fresse halten!" :mrgreen:

Deine Argumentation bewegt sich in meinen Augen auf einem ähnlichen Niveau wie das eines Fundamentalisten. Ähnlich dogmatisch, nur dass Du eben wissenschaftsdogmatisch orientiert bist.

Zugrunde liegt aber der gleiche Denkfehler: zu glauben, dass der Verstand das geeignete Werkzeug wäre, die Welt und das Leben umfassend zu erklären. Dafür sind meines Erachtens weder dogmatische Naturwissenschaft noch Bibel- oder Koranwort geeignet.

Wahrscheinlich kann das nicht mal das (philosophische) Denken, höchstens, wenn es dich an die Grenzen des Denkbaren führt.

Dafür braucht es aber eine Ahnung davon, dass es eine Grenze des Denkbaren überhaupt geben könnte und den Mut, in den Abgrund der Leere des Seins zu schauen.

Einerseits spielst du den denkenden Philosophen im Elfenbeinturm und dann sagst du mir: Ich soll die Fresse halten. Auch wenn das ein Zitat von Dieter Nuhr ist, bleibt es trotzdem eine Unverschämtheit. Wenn dir in einer Diskussion nicht mehr einfällt, kann ich dich nur fragen, warum hältst du dich nicht selbst dran?

Wenn dein philosphisches Denken nur darin mündet, dich für was Besseres zu halten als die anderen Gläubigen, dann hat das mit Philosophie nichts zu tun.

Wenn ich aus meinen Erlebnissen und Erfahrungen davon überzeugt bin, das es keinen Gott und auch keine Götter gibt, sondern sich den ganzen Kram Menschen ausgedacht haben, um sich ihre mickrige irdische Existenz etwas aufzuhübschen und den Tod etwas leichter zu machen, dann kann es wegen mir dogmatisch sein.
 

univers

Well-Known Member
AW: Fragen wir Douglas Adams: Gibt es Gott?

Ich stöberte heute Morgen nach Neuigkeiten auf der Erde, die dem Cyber zugänglich sind.
Und stoß auf diese Nachricht:
http://www.tagesschau.de/ausland/kardinaele102.html
Doch bevor ich zum lesen kommen konnte, weckten die Fotos meine Aufmerksamkeit und ohne auch dessen Eindruck auf mich durch die Nachricht zu trüben, will ich hier schildern, was mir Probleme bereitet:

Dieser Gesichtsausdruck von- Mo-ment, ich schaue noch einmal auf die Fotos, um mir Gewissheit zu verschaffen:lol:-, von:

:redface:
vor lauter Schilderung vergaß ich die Fotos hervorzuheben:
 

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Majnomon

Well-Known Member
AW: Fragen wir Douglas Adams: Gibt es Gott?

ok, du beurteilst also, ob eine Meinung reflektiert ist oder nicht? Und dann willst du auch noch den Leuten untersagen, in "deinem" Philosophie-Thread ihre dir nicht genehmen Äußerungen zu tätigen ("Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten!") Meinst du nicht, dass du dich damit ziemlich weit aus dem Fenster lehnst?

Zum Thema:
Ich glaube nicht an "Gott", die Existenz einer übergeordneten Ordnung (Entität), die über das naturwissenschaftliche Erklärungsmodell des Universums hinausgeht, kann ich allerdings auch nicht ausschließen. "Ich weiß, dass ich nichts weiß!"
Glaube hat nichts mit Wissen oder Verstehen zu tun, alle Religionen sind der hilflose Versuch der Menschen Dinge in "Erklärungen" zu verpacken, die sie nicht verstehen!!
Das ist per se kein Problem, kann jeder für sich halten, wie er will. problematisch wird es nur, wenn die "Ungläubigen" wegen ihrer Nichtakzeptanz von etwas Unwahrscheinlichem Repressalien erleiden müssen.

Warum müssen Menschen an etwas glauben? Warum muss etwas "Übergeordnetes" über Allem stehen? Warum muss ein Leben einen Sinn haben (mit Auswirkungen nach dem Tod)?
Ist es so schlimm, wenn der Mensch nach dem Tod einfach weg ist und lediglich als Dünger nutzbar ist?

Hier darf jeder seinen Senf abgeben, aber wenn der Senf deutlich macht, dass die eigentliche Fragestellung gar nicht berührt wird, kann ich doch darauf hinweisen.

Wer dafür zu empfindlich ist und sich gleich einpisst, sollte sich vielleicht nicht immer so weit aus dem Fenster lehnen mit polemischer Ablehnung von Dingen, die seinen Horizont übersteigen.

Ingomann hat es auch ganz gut auf den Punkt gebracht. Es stehen hier nicht irgendwelche Gottesbilder zur Debatte, sondern die Frage nach der Möglichkeit von (Selbst-)Erkenntnis und was das überhaupt ist.

Und ein Urteil darüber, wie reflektiert eine Meinung ist, traue ich mir durchaus zu. Wenn's Dir nicht gefällt, kannst Du mich ja sperren lassen.
 
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