frauenquote

alteglucke

Moderator
AW: frauenquote

Also erst mal: Ich bin für die Frauenquote. Wir sind von Geschlechtergerechtigkeit noch Lichtjahre entfernt, und ich sehe nicht, wie sich das ohne Quote ändern sollte.

Allerdings können wir quoten so viel wir wollen, so lange Vereinbarkeit von Familie und Beruf als Frauensache angesehen wird, kommen wir keinen Schritt weiter. Und ja, auch Frauen können alles werden, was sie wollen - sie dürfen nur dann nichts anderes mehr wollen. Eine Familie z.B., während das für Männer immer noch gar kein Problem ist.

Etwas erstaunt bin ich über die Vorstellungen hier, warum man oder frau in diesem Land Führungskraft wird. Sind das eure Erfahrungen? Meine sind anders: Chefs wurden die, die dem nächsthöheren am wenigsten am Stuhl sägen konnten, die am lautesten geschrien haben, am meisten in den Arsch gekrochen sind und am schnellsten bereit waren, ihre Kollegen schlecht zu machen. Fachliche oder soziale Kompetenzen haben dabei keine Rolle gespielt.
 

sigute

Active Member
AW: frauenquote

Etwas erstaunt bin ich über die Vorstellungen hier, warum man oder frau in diesem Land Führungskraft wird. Sind das eure Erfahrungen? Meine sind anders: Chefs wurden die, die dem nächsthöheren am wenigsten am Stuhl sägen konnten, die am lautesten geschrien haben, am meisten in den Arsch gekrochen sind und am schnellsten bereit waren, ihre Kollegen schlecht zu machen. Fachliche oder soziale Kompetenzen haben dabei keine Rolle gespielt.

Sag ich doch, ein Chef glänzt selten durch Mitgefühl und Verständnis für seine Angestellten, und das wird sich auch nicht ändern wenn eine Frau da oben sitzt. Man benötigt gewisse Charakterzüge für diese Anstellung.
 
M

Mein_Ingomann

Guest
AW: frauenquote

Ich denke dass einen Chef andere Qualitäten auf seinen Stuhl gebracht haben, als gerade Empathie, zumindest wenn man es mit Mitgefühl gleichsetzt. Eine gewisse Art von Feingefühl müssen diese Leute schon auch besitzen, wie sonst kann man seine Chancen zur richtigen Zeit wahrnehmen.

Das war aber geschlechterunabhängig gemeint, gerade weil ich das Gefühl habe dass sich Frauen von einem weiblichen Chef zuviel erwarten. Chef bleibt Chef, egal ob Mann oder Frau.

Es geht, glaube ich, nicht darum ob weibliche Vorgesetzte die besseren Menschen sind. es geht erst einmal darum, dass sie Vorgesetzte werden können. Dass in den 30 wichtigsten Dax Unternehmen so gut wie keine Frauen im Vorstand sind liegt ja nicht daran, dass es keine Frauen gibt die den Job nicht auch machen könnten.
 
P

pauline09

Guest
AW: frauenquote

Ich arbeite seit zig Jahren als einzige Frau in einer Männerwelt und ich mag es so.

Ich kann verstehen, dass Du lieber mit Männern arbeitest, das geht mir je nach Stutenbissigkeit unter Frauen teils ähnlich. Aber das ..

Männer arbeiten zwar mehr mit den Ellenbogen - aber nur untereinander.

... ist ein Irrtum. Aufstiegswillige oder auch nur besonders ehrgeizige Männer, die sich von einer Frau in der Rangordnung "bedroht" oder in Frage gestellt fühlen, fahren ebenfalls flott die Ellbogen aus - nur anders. Aber insgesamt nehmen sich beide Geschlechter meiner Meinung nach nicht viel.
 
P

pauline09

Guest
AW: frauenquote

Etwas erstaunt bin ich über die Vorstellungen hier, warum man oder frau in diesem Land Führungskraft wird. Sind das eure Erfahrungen? Meine sind anders: Chefs wurden die, die dem nächsthöheren am wenigsten am Stuhl sägen konnten, die am lautesten geschrien haben, am meisten in den Arsch gekrochen sind und am schnellsten bereit waren, ihre Kollegen schlecht zu machen. Fachliche oder soziale Kompetenzen haben dabei keine Rolle gespielt.

Exakt so. Genau so.

Edit: Das mag auch branchenspezifisch sein, aber so habe ich es auch erlebt. Von wenigen Ausnahmen abgesehen nahezu durchgängig.
 

Gizelle

Well-Known Member
AW: frauenquote

... ist ein Irrtum. Aufstiegswillige oder auch nur besonders ehrgeizige Männer, die sich von einer Frau in der Rangordnung "bedroht" oder in Frage gestellt fühlen, fahren ebenfalls flott die Ellbogen aus - nur anders. Aber insgesamt nehmen sich beide Geschlechter meiner Meinung nach nicht viel.

Ich hab das anders erlebt. Männer unterschätzen mich - weil ich eine Frau bin - immer. Und bevor sie auch nur dazu kommen, ihre Ellenbogen auszufahren, hab ich sie schon längst überholt. ;)
 

sigute

Active Member
AW: frauenquote

Es geht, glaube ich, nicht darum ob weibliche Vorgesetzte die besseren Menschen sind. es geht erst einmal darum, dass sie Vorgesetzte werden können. Dass in den 30 wichtigsten Dax Unternehmen so gut wie keine Frauen im Vorstand sind liegt ja nicht daran, dass es keine Frauen gibt die den Job nicht auch machen könnten.

Ich bezog mich auf die Aussage von Fini.

denkst du nicht, wenn mehr frauen in führungspositionen wären, das dann genau diese dinge geändert werden würden??..

beispiel ergo...denkst du wirklich, wenn dort 30% frauen in der führungsebene wären, das die abgesegnet hätten, das die vertreter sich mal eben bordellbesuche als weihnachtsfeier gönnen?
gelder die da verprasst werden..über die ich nur den kopf schütteln kann.
also mir hätte diese spesenabrechnung keiner auf den tisch legen dürfen...da wären köpfe gerollt..

Natürlich bin ich auch der Meinung dass Gleichberechtigung in der Jobvergabe herrschen sollte, bin aber der Meinung dass eine Frauenquote dieses Problem nicht löst, sondern nur einen schönen Schein waren soll.

Wenn man, wie hier schon einige User erwähnten, die Möglichkeiten schaffen würde, dass auch eine Mutter genauso viel einbringen könnte wie ein Singlemann, also flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Plätze, etc.pp., wäre der Sache besser gedient...
 
M

Mein_Ingomann

Guest
AW: frauenquote

Ich bezog mich auf die Aussage von Fini.



Natürlich bin ich auch der Meinung dass Gleichberechtigung in der Jobvergabe herrschen sollte, bin aber der Meinung dass eine Frauenquote dieses Problem nicht löst, sondern nur einen schönen Schein waren soll.

Wenn man, wie hier schon einige User erwähnten, die Möglichkeiten schaffen würde, dass auch eine Mutter genauso viel einbringen könnte wie ein Singlemann, also flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Plätze, etc.pp., wäre der Sache besser gedient...

Das Beispiel Norwegen zeigt aber, dass es geht und eine Quote auch an den "nachgelagerten" Problemen einiges ändert. Das Alphamännchen im Vorstand braucht z.B. keine Betriebs Kita, wenn er weiss seine Frau macht das schon. Daheim. 8)
 
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