Das ist die alte kemalistische Doktrin, die bis heute nicht funktioniert hat und niemals funktionieren wird. Diese polarisierende Sichtweise ist mE nach einfach unrealistisch. Wie beim IRA-Konflikt müssen die radikalen kurdischen Kräfte in den Annäherungsprozess mit einbezogen werden, denn aus kurdischer Sicht sind es die "radikalen" türkischen Kräfte auch, wenngleich sie offiziell als Teil der Exekutive staatlich legitimiert sind.
So ist das nun mal bei ethnischen innerstaatlichen Konflikten.
Beide Seiten müssen sich irgendwann dazu durchringen, von den Sünden der Vergangenheit abzusehen und aufeinander zuzugehen.
Doch es hat sehr wohl funktioniert. Als Pamukoglu sie ausgerottet hat, hat die PKK-Terrorwelle der 90er geendet und sie hatten nur mehr in ihrer Diaspora was zu melden gehabt.
Dann hat aber eben USA & Israel die PKK unterstützt. Der gesamte Nahostkrieg jetzt ist nichts als ein Stellvertreterkrieg. Hier kämpfen nicht IS, PKK und Schiiten gegeneinander. Hier kämpfen Erdogan/Saudi/Katar (IS), USA/NATO/Israel (PKK) und Iran (Schiiten) gegeneinander.
Warum die USA die PKK unterstützt ist auch einfach: Weiter die Lage destabilisieren, weiter Rohstoffe ausbeuten, einen willfährigen Mitläuferstaat (Kurdistan) errichten. Erzählt das mal den lieben Linksextremen, dass sie hier America's Boy unterstützen. Leninistisch-amerikanistisch.
Erdogan hat das wieder mal für sich nutzen können: Er hat mit der PKK paktiert, um Kurdenstimmen zu erhalten und die PKK in ihrem Opportunismus und Dummheit haben das natürlich mitgemacht. Und dann als besagter Erdogan dann seine IS-"Brüder" unterstützen, morden sie aus Rache in der Türkei. PKK eben: Nicht nur brutal, sondern dämlich.
Was die IRA, ETA und Co. betrifft, da intellektualisiert du zu viel. Es sind die selben hirnlosen Gewalttäter wie die PKK und sie werden von den selben hirnlosen Linken romantisiert.
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