Ich bin mir nicht sicher, ob die Entstehungdes Lebens selbst in astronomischen Maßstäben ein so alltäglicher Vorgang sein könnte, wie Du es in Deinem letzten Beitrag andeutest.
Wir wissen einfach noch zu wenig darüber. Wir haben zwar eine vage Vorstellung davon, wie sich die für das Leben unerlässlichen langen Molekülketten allein durch äußere Einwirkungen physikalisch und chemisch gebildet haben könnten, und wir basteln auch eifrig an Modellen, die beschreiben sollen, wie sich Leben, einmal entstanden, im Laufe der Zeit fortentwickelt; aber uns fehlt bislang noch jede Ahnung davon, wie Millionen dieser rein deterministisch und zufällig entstandenen Grundbausteine sich plötzlich zur ersten lebendigen selbstorganisierten Zelle zusammenfügen, die nun nicht mehr nur auf äußere Einflüsse reagiert, sondern selbst das Ziel des Stoffwechsels und der Reproduktion verfolgt. Hier sprechen die Wissenschaftler selbst gerne von spontanen oder singulären Ereignissen, womit sie im Grunde nur umschreiben, dass sie überhaupt keine Vorstellung davon haben.
Bevor wir darüber nicht etwas mehr erfahren haben oder zumindest eine konkretere Vorstellung (was sich auch grundsätzlich bezweifeln ließe, da Leben tatsächlich etwas ganz anderes ist als nur physikalisch und chemisch miteinander agierender Materie), können wir kaum darüber spekulieren, wieviele erdähnliche Planeten es noch geben müsste, damit sich ein solches Ereignis mit einiger Wahrscheinlichkeit auch anderswo wiederholt.