AW: Hochzeit (nur) nach islamischem Recht
ob es wirklich stimmt, dass die "Imam-Ehe" nur zwischen zwei Moslems zu schließen ist. Inzwischen habe ich das schon mehrfach gehört
"Geschrieben" steht das nirgends. Es ist nur so, dass viele Hocas das einfach verweigern, aus mehr oder weniger fadenscheinigen Gründen.
Genauso wenig wie im Koran steht, dass man sich staatlich verheiraten muss. Es steht nur drin, dass man die Gesetze eines Landes, in dem man lebt, beachten muss, auch wenn sie nicht ganz kompatibel sind. Ist in einem Land eine staatliche Ehe Pflicht, um die Rechte der Ehepartner zu sichern, dann impliziert die Vorschrift des Koran: keine Ehe ohne staatliche Hochzeit, also auch kein Hoca-Segen.
Ist das nicht erforderlich (oder kann nachgeholt werden) dann ist eine Hoca-Ehe ein vollgültiger Akt. Wenn das in D so ist, dann ist die Ehe auch anerkannt, wenn nur "islamisch" geheiratet wird. Ein türkischer Hoca wird sich damit allerdings nicht die Finger verbrennen, denn nach türkischem Recht ist die Hoca-Ehe schlicht illegal. Was allerdings viele nicht dran hindert, es doch zu tun. Selbst wenn es "alle" wissen, wird keiner den/diejenige anzeigen. Doof nur, wenn die Frau dann schwanger wird. Ich hab so nen Fall in der Nachbarschaft. Ich bin gespannt, wie das ausgeht, zumal das kind offiziell unehelich ist und damit z.B. von der Erbfolge ausgeschlossen. Warum man nur vor dem Hoca geheiratet hat? Die Braut ist grad 17 geworden....