Identity - Who am I?

Also ich sehe mich in erster linie als Türke,weil durch meine adern türkisches blut fließt.Ich beherrsche die türkische sprache,kann folglich türkisch reden,lesen und schreiben alles flüssig.Klar nicht ganz perfekt wie jemand der in der Türkei geboren und in besseren kreisen aufgewachsen ist,vom bildungsstand gesehen.Aber dennoch habe ich keinerlei schwierigkeiten mich mit Türkei-Türken zu unterhalten oder sie zu verstehen.

Ich sehe ebenfalls nicht so aus wie der "standart" Türke,weil ich braune haare habe mit paar blonden stränchen(echte) und grüne augen habe.Zudem eine relativ helle haut habe,weshalb die meisten leute denken ich wäre Deutscher:)

Früher hat man mich ebenfalls versucht auf teufel komm raus,nur als Türken anzusehen.Dass hat mir dann nichts ausgemacht,weil ich mich voll und ganz mit der Türkei identifizieren kann.Ich habe kein problem damit wenn jemand mich Deutscher nennt,nur ich versuche den leuten zu vermitteln dass ich halt Türke bin,auf einer respektvollen art.Man hat des öfteren mich damals in der schule aufgrund meiner großen verbundenheit zur Türkei oftmals sehr provoziert und beleidigt.Was mir natürlich nicht gefallen hat,und weshalb ich dann noch stärker mich der türkischen seite zugewannd habe.Was ich aber auch gut finde,mittlerweile.

Ich liebe und lebe aber auch die tükrische kultur und sitten.Ich esse fast rein türkisch,und gucke mir auch türkisches tv an.
Der einzige fußballclub für den mein herz schlägt ist ein türkischer,mit den geflogenheiten bin ich vertraut,ich mag auch den umgang türkischer leute miteinander.Ebenso bin ich mit der türkischen geschichte und politik vertraut,interessiere mich auch sehr generell in vielerlei hinsicht für die Türkei.Also ich bin stolz darauf ein Türke zu sein!

Denn ich finde man sollte sich als dass fühlen was die eltern sind,denn diese herkunft kann niemand einfach leugnen.Meine eltern sind beides Türken,weshalb ich mich als Türke fühle.Wären sie Deutsche oder Italiener so würde ich mich auch wohl als dass betrachten.

Klar spielt es auch eine rolle als was man sich selbst fühlt,aber ich würde es persönlich schwierig finden mich als etwas zu betrachten,was biologisch nicht der wahrheit entspricht.Egal wo man lebt,man sollte niemals vergessen wo man,damit meine ich die familie herkommt.Auch wenn man vielleicht selbst nie dort war,oder sich nicht dorthin begeben hat.

Also ich sage immer jedem das seine,wenn sich jemand als deutscher oder türke fühlt obwohl er andere wurzeln hat,dann ist es für mich okay.Genauso wie wenn jemand sagt er ist zwar türkischer abstammung und seht sich selbst als was anderes.Nur ich für meinen teil finde,dass man sich stets vor augen halten sollte,wo der ursprung von einem selbst liegt.Denn das kann einem niemand,wirklich niemand aberkennen,was auch dass gute daran ist.Egal als was die leute einen sehen,man weiß selbst immer am besten wie es wirklich ist.Von daher sollte man stets zu dem stehen was man ist,denn ein jedes volk hat dass recht stolz über seine herkunft zu sein.

Super Beitrag! Hat mir sehr gut gefallen,besonders der letzte Satz.

Diese Post ist denen,die ihre Herkunft leugnen und den Deutschen stets in den Arsch kriechen um zu zeigen wie ''Deutsch'' sie sind wie ein Schlag ins Gesicht.
Alles sehr gut auf den Punkt gebracht.Thks.
 
Guter Beitrag, finde ich auch.
Dem hier kann ich allerdings nicht zustimmen:
Von daher sollte man stets zu dem stehen was man ist,denn ein jedes volk hat dass recht stolz über seine herkunft zu sein.
Wieso sollte man Stolz über seine Herkunft sein (können)? Welchen Beitrag hat man denn zu dieser Tatsache denn geleistet?

Schopenhauer zum Nationalstolz:
"Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. (...)"
 
Super Beitrag! Hat mir sehr gut gefallen,besonders der letzte Satz.

Diese Post ist denen,die ihre Herkunft leugnen und den Deutschen stets in den Arsch kriechen um zu zeigen wie ''Deutsch'' sie sind wie ein Schlag ins Gesicht.
Alles sehr gut auf den Punkt gebracht.Thks.

Du musst aber auch bedenken dass viele von uns ebend doch schon so gut wie vollständig assimiliert sind. Wenn ich mich anschaue und das was therengarenk geschrieben hat, fühlen sich vielen Personen mit türkischem Migrationshintergrund als Deutsche. Viel Identifikation passiert da ja auch über die Sprache, ich spreche kein türkisch und mir und anderen fehlt dann eben auch noch dieser aspekt der Identität. Wenn ich beschreiben sollte was mich von einem "Deutschen" unterscheidet könnte ich heute eigentlich nur meinem Namen und meine Haarfarbe angeben.

Außerdem warum muss man sich denn überhaupt auf eine bestimmte Weise abgrenzen bzw. einer bestimmten Gruppe zugehörig sein. Deshalb nervt mich auch oft wenn ich Türkinnen mit Kopftuch sehe, von denen ich weiß dass sie im Grunde auch zum größten Teil eine deutsche Identität haben, sich aber versuchen mit dem Kopftuch eine Stück türkische Identität zurück zu holen bzw. sich selbst auszugrenzen.
 
Deshalb nervt mich auch oft wenn ich Türkinnen mit Kopftuch sehe, von denen ich weiß dass sie im Grunde auch zum größten Teil eine deutsche Identität haben, sich aber versuchen mit dem Kopftuch eine Stück türkische Identität zurück zu holen bzw. sich selbst auszugrenzen.

Was sind denn das für Leute,die so handeln?:eek: Man zu was allem ein Kopftuch faehig ist,unglaublich!
 
Zu der vorherigen Frage bezüglich des Alters... Ich bin 21, hatte damals bei der Registrierung nicht das exakte Geburtsdatum angegeben, da ich dachte, man könnte dieses vermutlich auf der Profilseite sehen und mich eventuell anhand dessen identifizieren. Mir ist die Anonymität hier sehr wichtig, ohne diese könnte ich mich hier nicht öffnen und meinen Gedanken freien Lauf lassen. Man weiß ja schließlich nie, ob hier nicht auch zufällig Familienmitglieder, Bekannte oder Nachbarn mitlesen... :rolleyes:

-ich fühlte mich deutsch und wollte mich auf Teufel komm raus von allem türkischen entfernen
-ich fühlte mich türkisch und fing an, mich für türkische Geschichte zu interessieren, habe versucht, die Kultur verkrampft auszuleben, einen türkischen Freundeskreis zu haben und schlecht über deutsche Menschen zu denken
-ich fühlte mich beides. Bei den Deutschen türkisch und bei den Türken deutsch
-ich fühlte mich wieder beides. Als Mensch mit Migrationshintergrund.

Mittlerweile habe ich mich mit der ganzen Situation abgefunden und mir ist die Meinung der anderen egal. Das beeinflusst mich nicht mehr in meinem denken und fühlen und schon gar nicht mehr in meiner Identität.

Ich bin Deutsche, weil....
-ich die deutsche Staatsbürgerschaft haben
-ich hier aufgewachsen bin
-ich kaum türkisch spreche
-ich deutsch denke und träume
-ich keine türkischen Feste bewusst feiere oder mich mit denen identifizieren kann
-ich Deutschland liebe und nirgendswo anders leben will
-ich Deutschanland als mein Zu Hause sehe und es vermisse, sobald ich länger weg bin
-ich das deutsche Grundgesetze respektiere und mich darauf stütze
-ich die deutsche Zukunft, schon allein beruflich, mit erziehe und somit beeinflusse
-die Türkei für mich ausschließlich Urlaubsland ist
-ich liebe die Türkei natürlich auch, aber es ist eben mein Zweitlieblingsland

Dem kann ich mich zu fast 100% anschließen.

Natürlich wird es immer Menschen geben, für die ich die Türkin bin. Menschen, die einen nicht kennen oder doch kennen. Wie oder als was andere Menschen mich sehen, liegt aber nicht in meiner Verantwortung. Ich bin auch nicht verpflichtet anderen Leuten zu zeigen was ich bin. Ich kann denen also eh nicht helfen, weil sie nur von ihrer Bewusstseinsebene aus denken und die Welt wahrnehmen. Ich kann nämlich niemals die Tönung der Brillen dieser Menschen beeinflussen, durch die sie die Welt sehen. Ich nehme solche Leute auch überhaupt nicht mehr für voll, weil sie anscheinend die Entwicklung der deutschen Gesellschaft zumindest in den letzten 60 Jahren verpasst haben. Das leben ist nämlich dynamisch. Integration gescheitert.

Zu deiner Geschichte mit dem Dernek....

was ist das überhaupt? Ich war noch nie an so einem Ort!

Ich kann jetzt selbstverständlich nicht für alle sprechen, aber wir benutzen "Dernek" sozusagen umgangssprachlich für die Veranstaltungen des alevitischen Kulturvereines. Steht gerade eine Veranstaltung an, ist sozusagen bald wieder "Dernek". Unser alevitischer Kulturverein trifft sich in einem angemieteten Gebäude, dem "Cemevi", sozusagen unser Gotteshaus, unser Versammlungsort. Diese Gebäude sind in der Regel unauffällig, sie sehen von außen wie ganz normale, gewöhnliche Gebäude aus. Im Hauptraum befinden sich die Sitzmöglichkeiten, er ist fast ausschließlich mit Tischen und Stühlen ausgestattet, zudem hängen an den Wänden Bilder von religiös und/oder historisch bedeutsamen Personen. Außerdem gibt es im "Cemevi" in der Regel eine kleine Küche, in der das Essen sowie Tee für die Teilnehmer zubereitet werden. Ist zwar nicht immer üblich, doch oft gibt es auch noch einen kleinen Nebenraum für Kinder und Jugendliche, in welchen sie sich etwas "zurückziehen" können. Übrigens werden Männer und Frauen üblicherweise nicht getrennt, man sitzt gemeinsam an den Tischen, redet, lacht miteinander. Es wird sich sowohl aus religiösen Anlässen getroffen, oft aber auch ohne einen besonderen Anlass, einfach nur um zu plaudern, sich gegenseitig über Dinge auszutauschen, Kontakte zu knüpfen. Ich denke, ich habe einen guten groben Überblick dargestellt, bei Bedarf gibt es im Internet selbstverständlich genauere, übersichtlichere Informationen dazu.

Diese Menschen verkörpern doch nicht die Türken in Deutschland. Wenn du in einem Raum bist, in dem andere über Kopftuchfrauen lästern und andere Menschen aufgrund ihres Aussehens, ihrer Kleidung, dem Glauben etc. schlecht machen, dann verkörpern diese Menschen auch nicht den Prototyp des Deutschen.
Es gibt halt überall komische Leute.
Beweg dich einfach in anderen Kreisen und such dir aus beiden Ländern das beste raus.

Naja, diese Lästereien von Türken über Andersgläubige, Andersdenkende und ebenso Anderslebende au der eigenen (Glaubens-)Gemeinschaft ist in meinen Augen wirklich nichts neues.
Manchmal bekomme ich regelrecht einen Schock, wenn ich sehe, wie sich selbst meine normalerweise mehr oder weniger liberalen Großeltern väterlicherseits über Deutsche, Andersgläubige ("gavurlar") und Türkinnen, welche sich nicht in das traditionelle Rollenbild der Frau drängen lassen wollen, auch von anderen Leuten, welche eigentlich in meinen Augen sehr wohl integriert sind und weder ein auffälliges Verhalten, noch abstruse Gedankengänge im Beisein anderer Menschen zeigen, doch tief in sich voller Abneigung gegen Deutsche, deutsche Sitten und Normen, der deutschen Kultur (die ja deren Meinung nach sowieso nur auf f*cken und saufen besteht...) sowie ebenso gegen eigene Landsleute, die "aus der Reihe tanzen".

Manchmal ist es sogar ein Vorteil, wenn andere in einem die Türkin sehen. Dann kannst du dich einfach mal so richtig asi benehmen ( wie die es wahrscheinlich von dir erwarten) oder die Leute mit einem ganz anderen Bild überraschen.

Wobei ich definitiv niemals das negative Bild, was andere von Türken haben, dafür nutze, um zu beweisen, dass es auch anders geht. Ist nicht meine Aufgabe.

Eigentlich nicht, sehe ich ebenso. Doch manchmal hat man echt damit zu kämpfen, dass wir Türken einen nicht gerade guten Ruf haben. Mir ist etwas derartiges zum Glück noch nie passiert, da mich die meisten Deutschen aufgrund meines Aussehens eher für eine Italienerin halten, doch einige meiner Familienmitglieder, welche typisch türkisch aussehen, wurden ungelogen schon mit "Du sprechen deutsch?" angesprochen. Schon traurig, welchen negative Erscheinungsbild wir den sogenannten Integrationsverweigerern zu verdanken haben.
 
@ aleyna...Warum kriecht man Deutschen in den A.... ,wenn man sich als Deutscher fühlt? Ich finde rengas Einstellung klasse und sie steht damit ganz sicher nicht alleine da. Es hört sich für mich immer so an, als ob man ein Verräter ist, wenn man so denkt wie sie. Warum kann man sich nicht einfach mit beiden Kulturen leben?....Es heißt ja nicht, dass man damit seine Wurzeln leugnet.Dieses rechfertigen ,wenn man als Deutsche mit anderen Wurzeln sich deutsch fühlt zeigt das viele noch zu sehr von den Meinungen anderer abhängig sind.
 
Dieses Verräter-Ding gibt es auch in anderen Nationen, ich spreche da aus Erfahrung.
 
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