Die Wähler fragen sich höchstens, was Russland ...in Syrien zu suchen hat.
Nun, ich glaube das Regime in Damaskus hat die Russen um "Hilfe" gebeten?
Soweit diese Aussage von dir nicht nur eine Reaktion auf den voran gegangenen Stuss im Kontext war, und du dich selbst etwas für die Zusammenhänge der jüngeren Geschichte im Orient und auch Russlands Rolle hierzu interessierst, empfehle ich dir kompakte Informationen zu der sog. "russischen Invasion im Iran" im Kontext zum WW II.
Außerdem ist die jüngste außenpolitische Richtung Russlands wesentlich hinsichtlich der "NATO-Außengrenzen" zu bewerten, hauptsächlich auch bezüglich wirtschaftlicher und politischer Einflusssphären.
Hinzu kommt dann auch noch gerade zur Türkei und den Turkvölkern allgemein, dass die Russen in historischer Hinsicht ihr einziges Trauma der militärischen Niederlage und Unterjochung durch eben diese erfahren haben.
Was Syrien und den übrigen Orient angeht versteht man die kleineren Mosaikstücke der regionalen Konflikte, die hauptsächlich auf die Konfrontation Sunniten und Shiiten ausgelegt sind, wenn man die Situation und "Mentalität" Irans näher betrachtet: der Iran hat ein Interesse aufgrund seiner international isolierten Lage und antisemtischen Haltung Einflüsse zu strukturieren, indem sie diese vermeintlichen Konfessionen des Islam missbraucht.
Das hat auch im Libanon, Yemen usw. funktioniert.
Die Mollas propagarieren in bezug auf Syrien gerade die historische Schlacht bei Kerbela, die sie auf die Gegenwart in Bezug zum sog. IS projezieren, aber um das nach vollziehen zu können, muss man wohl schon extrem unterentwickelt und fanatisch sein bzw. ein ziemlich gefügiges Menschenmaterial manipulieren können, da schwingt aber bestimmt auch viel aus dem Krieg mit Saddam seiner Zeit mit.
Iran ist ein "Vielvölkerstaat", den man ganz gut anhand eines Buches von Peter Scholl-Latour mit dem Titel "Allah ist mit den Standhaften" analysieren kann. (Empfehle ich übrigens besonders den Zeitgenossen/innen, die nur all zu oft "persischen" Märchenerzählern aufgesessen sind, auch präventiv).
Der andere "Gegenpol" ist dann wohl das Haus der Saudi aus Arabien und ihre "Protegees".
Darüberhinaus gibt es in dem gesamten Kontext und der "Problematik" des aktuellen orientalischen Chaos vermutlich Bestrebungen eine gewisse zukunftsweisende Neuordnung zu konstruieren.
Auch und gerade aus dieser Vermutung heraus hoffe ich, dass die Türkei sich nicht unnötig in einem Land wie Syrien verzettelt, weil die Türken dort wirklich die Lage besser zum eigenen Vorteil gestalten könnten, ohne sich in die Situation hinein ziehen lassen zu müssen.
Humanitär tut sie schon mehr als über alle Maßen, politisch sind die Türken Syrien zu nichts verpflichtet!
Ich könnte das Ganze auch sehr ausdehnen, gerade hinsichtlich der historischen und aktuellen Zusammenhänge zu den Entwicklungen und Situationen im Orient gerade in Bezug zu den Osmanen bzw. Türken, das spare ich nun aber aus. Letztlich zeichnet sich meiner Meinung nach etwas ab, dass weder den Orientalen noch (und das ist eigentlich immens wichtiger) den Türken bewusst ist, zum derzeitigen Stand des Zeitgeistes!