Ist die Republik Türkei mittelbar bedroht?

NeoAslan+

Well-Known Member
Vielleicht ist es in der Türkei auch an der Zeit grundlegende Veränderungen hinsichtlich einer gesellschaftsfähigen Zukunft einzuleiten, als politischen Lösungsansatz, sich der aktuellen "Probleme" und ihrer Ursachen langfristig zu entledigen.
 
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beren

Well-Known Member
@NeoAslan+

Würde Russland sowas wirklich machen?

Für Putin scheint das alles nur ein taktisches Spiel zu sein, der spielt lediglich mit den Muskeln, mehr ist das nicht.

Ich denke und hoffe, dass ich richtig liege.

Die Türkei ist zumindest nicht mit der Ukraine vergleichbar.

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NeoAslan+

Well-Known Member
Fakt ist einfach, dass die Türkei als Staat und Nation aufgrund der andauernden kurdischen Terroraktivitäten und einer großen kurdischen Mehrheit, die den Staat als solches ablehnt, potentiell sich in der derzeitigen Situation wohl auch ähnlich verhalten könnten, wie die Armenier, die im WW I mit den Russen, die eine Invasion bis Anatolien gestartet hatten, kollaborierten, innen als auch außenpolitisch denkabr schlechte Voraussetzungen hat, insbesondere in militärischr Hinsicht.
 

Msane

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Es rächt sich halt nun das die Türkei unter Erdogan/AKP zum größten Dschihadisten Supporter der Region mutiert ist.
Euer Präsident ist ein Islamist und so handelt er auch.
Gibt es wirklich noch Jemand der sich darüber wundert das die Kurden randalieren wenn in Syrien ihre Brüder von Erdogan geförderten Dschihadisten getötet und vertrieben werden?


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NeoAslan+

Well-Known Member
Fakt ist auch, dass weder die Feinde des Regimes in Damaskus, also die syrischen Rebellen, noch der sog. IS, der den Russen als fragwürdiges Alibi für ihre militärische Präsenz in Syrien gegenüber der internationalen Gemeinschaft nutzt, weder über eine Luftwaffe verfügen noch potentielle Angriffsziele militärischer Relevanz darstellen, die durch die Raketensysteme abgewehrt bzw. beschossen werden könnten, abgesehen von Krankenhäusern und ähnlichem, derer sich die "Achse des Bösen" dann auch ohne Skrupel bedient.

Meiner Einschätzung nach dienen die militärischen Komponenten im Verbund mit denen im Iran und Armenien, Mittelmeerraum und Schwarzen Meer, also rund um die Türkei, der Errichtung eines Bollwerks gegen die NATO, speziell die türkischen Grenzen, so dass möglichen Aggressionen seitens der "Achse des Bösen" gegen die Türkei entsprechende Abwehrmaßnahmen einhergehen.

Ich nehme an, dass Iran, Syrien, die kurdischen Gruppierungen und Russland darauf spekulieren in einer Phase der Angriffe gegen die Türkei ein Masse der kurdischen Bevölkerungen als Verbündete auf dem Landweg instrumentalisieren zu können.

Meiner Meinung nach verläuft für die Türken die Front schon im Landesinneren.
 
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Novus

Well-Known Member
Fakt ist auch, dass weder die Feinde des Regimes in Damaskus, also die syrischen Rebellen, noch der sog. IS, der den Russen als fragwürdiges Alibi für ihre militärische Präsenz in Syrien gegenüber der internationalen Gemeinschaft nutzt, weder über eine Luftwaffe verfügen noch potentielle Angriffsziele militärischer Relevanz darstellen, die durch die Raketensysteme abgewehrt bzw. beschossen werden könnten, abgesehen von Krankenhäusern und ähnlichem, derer sich die "Achse des Bösen" dann auch ohne Skrupel bedient.

Meiner Einschätzung nach dienen die militärischen Komponenten im Verbund mit denen im Iran und Armenien, Mittelmeerraum und Schwarzen Meer, also rund um die Türkei, der Errichtung eines Bollwerks gegen die NATO, speziell die türkischen Grenzen, so dass möglichen Aggressionen seitens der "Achse des Bösen" gegen die Türkei entsprechende Abwehrmaßnahmen einhergehen.

Ich nehme an, dass Iran, Syrien, die kurdischen Gruppierungen und Russland darauf spekulieren in einer Phase der Angriffe gegen die Türkei ein Masse der kurdischen Bevölkerungen als Verbündete auf dem Landweg instrumentalisieren zu können.

Meiner Meinung nach verläuft für die Türken die Front schon im Landesinneren.

Du bist zwar manchml ein wenig bekloppt. Aber bringst wenigstens Argumente.
Aus deiner Sichtweise herraus macht es auch Sinn den Planer des Anschlag in Ankara, bei den Geheimdiensten Assads und Russlands zu suchen. Nicht nur wegen der Wahl des Anschlagszieles, perfekten Ausführung in einem besonders gesicherten Ort auch weil man dadurch eventl. die Amerikaner von der YPG lösen könnte und sie nur noch Russland als Verbündete hätten und somit nur noch unter ihrem Einfluss stünden.

Aber bevor du weiter von der Planungen der Bösen Mächte Gedanken machst. Das sie Syrien destabilisieren um an die Türkei ranzukommen... Die Aufstände in Syrien hätten ohne die Hilfe Türkeis nie diese Dimensionen erreicht. Von der Türkei aus wurde der Kampf gegen Assad geplant, die Desertierten Befehlshaber der Syrischen Armee sind in die Türkei geflüchtet, von da aus beim Kampf gegen Assad mit Waffen, Geheimdienstinformationen und Logistik versorgt. Warum blendest du das aus?
Die Türkei kämpft zurzeit gegen die Geister die sie, verblendet im Größenwahn, selbst rief.
Ähnlich wie in Ägypten Israel Sudan, jetzt Russland EU Amerika, ist ihre außenpolitik eine einzige Katastrophe. Und mittlerweile ist die Türkei vom Schlüssel und Partner zu Lösung der Probleme im nahen Osten, zum Problem selbst mutiert. Außer 2 millionen Einwohner Katar und die langsam bedeutungslosen Saudis, gibt es keine Staaten zu denen sie einen guten Draht haben. Sie ist für niemanden ein verlässlicher Partner weil unberechenbar.

Auch zwischenmenschlich, Erdogan reist nach Belgien, seine Bodygards prügeln sich mit anderen Bodygards, er reißt nach Equador, seine Bodygards verprügeln Demonstranten, er trifft sich mit Merkel droht erpresst mit Flüchtlingen, er spricht mit Juncker und Rassmussen, außer ihn zu beruhigen kann nichts besprochen werden. Wer soll so einen unangenehmen Menschen International für voll nehmen?
 
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NeoAslan+

Well-Known Member
Die Wähler fragen sich höchstens, was Russland ...in Syrien zu suchen hat.
Nun, ich glaube das Regime in Damaskus hat die Russen um "Hilfe" gebeten?

Soweit diese Aussage von dir nicht nur eine Reaktion auf den voran gegangenen Stuss im Kontext war, und du dich selbst etwas für die Zusammenhänge der jüngeren Geschichte im Orient und auch Russlands Rolle hierzu interessierst, empfehle ich dir kompakte Informationen zu der sog. "russischen Invasion im Iran" im Kontext zum WW II.

Außerdem ist die jüngste außenpolitische Richtung Russlands wesentlich hinsichtlich der "NATO-Außengrenzen" zu bewerten, hauptsächlich auch bezüglich wirtschaftlicher und politischer Einflusssphären.
Hinzu kommt dann auch noch gerade zur Türkei und den Turkvölkern allgemein, dass die Russen in historischer Hinsicht ihr einziges Trauma der militärischen Niederlage und Unterjochung durch eben diese erfahren haben.

Was Syrien und den übrigen Orient angeht versteht man die kleineren Mosaikstücke der regionalen Konflikte, die hauptsächlich auf die Konfrontation Sunniten und Shiiten ausgelegt sind, wenn man die Situation und "Mentalität" Irans näher betrachtet: der Iran hat ein Interesse aufgrund seiner international isolierten Lage und antisemtischen Haltung Einflüsse zu strukturieren, indem sie diese vermeintlichen Konfessionen des Islam missbraucht.
Das hat auch im Libanon, Yemen usw. funktioniert.

Die Mollas propagarieren in bezug auf Syrien gerade die historische Schlacht bei Kerbela, die sie auf die Gegenwart in Bezug zum sog. IS projezieren, aber um das nach vollziehen zu können, muss man wohl schon extrem unterentwickelt und fanatisch sein bzw. ein ziemlich gefügiges Menschenmaterial manipulieren können, da schwingt aber bestimmt auch viel aus dem Krieg mit Saddam seiner Zeit mit.

Iran ist ein "Vielvölkerstaat", den man ganz gut anhand eines Buches von Peter Scholl-Latour mit dem Titel "Allah ist mit den Standhaften" analysieren kann. (Empfehle ich übrigens besonders den Zeitgenossen/innen, die nur all zu oft "persischen" Märchenerzählern aufgesessen sind, auch präventiv).

Der andere "Gegenpol" ist dann wohl das Haus der Saudi aus Arabien und ihre "Protegees".

Darüberhinaus gibt es in dem gesamten Kontext und der "Problematik" des aktuellen orientalischen Chaos vermutlich Bestrebungen eine gewisse zukunftsweisende Neuordnung zu konstruieren.


Auch und gerade aus dieser Vermutung heraus hoffe ich, dass die Türkei sich nicht unnötig in einem Land wie Syrien verzettelt, weil die Türken dort wirklich die Lage besser zum eigenen Vorteil gestalten könnten, ohne sich in die Situation hinein ziehen lassen zu müssen.
Humanitär tut sie schon mehr als über alle Maßen, politisch sind die Türken Syrien zu nichts verpflichtet!


Ich könnte das Ganze auch sehr ausdehnen, gerade hinsichtlich der historischen und aktuellen Zusammenhänge zu den Entwicklungen und Situationen im Orient gerade in Bezug zu den Osmanen bzw. Türken, das spare ich nun aber aus. Letztlich zeichnet sich meiner Meinung nach etwas ab, dass weder den Orientalen noch (und das ist eigentlich immens wichtiger) den Türken bewusst ist, zum derzeitigen Stand des Zeitgeistes!
 
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