Die Türkei hat und muss die Waffenruhe einhalten, den in Syrien hat sie nichts verloren. Die Regierung soll daran arbeiten, Frieden im eigenen Land zu haben. Es wäre für Erdogan an der Zeit, einmal die grossen Soldatenfriedhöfe auf den Dardanellen zu besuchen und inne zu halten, wo viele Männer (gegen 1 Mio.) damals aus dem heutigen Syrien, Irak, Saudi-Arabien usw. im ersten Weltkrieg ihr Leben verloren haben. Danach wurden die Grenzen neu gezogen, quer mit Strichen im ehemaligen osmanischen Reich. Ein türkischer Akademiker aus Istanbul hat uns vor bald 4 Jahren durch diese riesengrossen Friedhöfe geführt und die ganzen Zusammenhänge erklärt.Also wenn die Waffenruhe nur für Syrien gilt, dann gilt sie für alle Kriegsparteien in Syrien. Davutoglu scheint sauer zu sein, daß die Türkei nicht als Kriegspartei in Syrien anerkannt wird, also daß die Türkei nicht mitreden darf. Es wird ihm schon jemand erklären, wodurch die Türkei ihr Mitspracherecht verwirkt hat.
Die Argumentation, daß die Türkei, wenn sie nicht am Verhandlungstisch sitzt, auch nicht verpflichtet ist, die Waffenruhe einzuhalten, ist so dämlich, daß es schon fast weh tut.
Warum macht niemand Erdogan zum Vorsitzenden des Koordinationsausschusses nationaler Ausgrabungen?
Vielleicht ist die Türkei immer noch zu gross und es gibt in Zukunft doch noch das einst versprochene Kurdistan (Osttürkei). So wie Erdogan und sein Clan mit den Kurden umgeht, arbeitet er ja daran, dass sich das Land irgend einmal spalten wird !