AW: "Jeder Dritte würde die Piraten wählen"
Ich kann mir sehr gut vorstellen, daß die Piraten auch bei der nächsten Bundestagswahl garantiert über die 5% Hürde kommen.
Von Wahlprogramm und ihrer Stellung zu den verschiedenen Themen
der Politik sollte man den Piraten die Zeit geben, die sie eben brauchen
um zu den verschiedenen Themen eine Meinung zu bilden.
Denn "solange" gibt es ja die Partei auch nicht, die Grünen haben in ihren Anfangsjahren auch nicht auf alle Themen eine Antwort parat gehabt.
Und das die Piraten jetzt von den "etabilierten" Parteien angegriffen werden,
spiegelt nur das wieder, wovor diese Parteien so große Angst haben, nämlich das sie eigentlich fast alle kein "eigenständiges" Programm haben, daß sie klar von den anderen Parteien noch unterscheidet.
Nehmen wir z.B. die Umwelt- und Energiepolitik; da ist doch die CDU seit dem Reaktorunfall in Japan so weit umgeschwenkt, das man sie schon fast für Grüne halten könnte.
Bei anderen Themen sieht es fast ähnlich aus, was auch das Dilemma der FDP erklärt, die ohne eigene Thesen und Themen an der 5% Hürde rumknappern wird.
Das die Piraten noch nicht auf alles eine Antwort haben, macht sie auch ein wenig sympathisch.
"Lieber mal das Maul halten", ist mir lieber als ein Politiker der auf alles scheinbar eine Antwort hat, die meistens sowieso relativ "unsagend" ist und der Wirklichkeit des "Volkes da draussen" kaum entspricht.
Dies ist wahrscheinlich auch ein Grund für den momentanen Erfolg der Piratenpartei, das sie eben nicht zu alles eine Meinung haben und auch nicht haben können und sie erst weitere erfahrene "Fachpolitiker" aufbauen müssen.
Inwieweit sich die Piraten in Laufe der Zeit den politischen Alltag anpassen werden, wage ich jetzt noch nicht zu beurteilen, die Grünen sind ja schon ein schlechtes Beispiel, wie man sich in den Jahren "verdrehen" lassen kann.
Alles in allem für die Demokratie und Politik in Deutschland mal ein frischer Wind, der hoffentlich etwas Staub aus der eingefahrenen Politik weht.