Kinder von heute

AW: Kinder von heute

Du hast Recht. Was nützt denn dieser heutige Kulturpessimismus, zudem er meist völlig übertrieben wird. Immerhin haben wir in Deutschland die längste Zeit ohne Krieg hinter uns - das ist ja nicht unbedeutend. An den Schule gibt es heute Konklikt-und Gewaltpräventionstraining , Streitschlichtung, Verhaltenstrainig.... alles Dinge die es früher nicht gab (obwohl sie genauso notwendig gewesen wären!) Klar darf man die Augen nicht schließen und muss weiter etwas tun gegen die (nicht wachsende, allenfalls gleichbleibende, wenn nicht abnehmende) Gewaltbereitschaft. Seit Jahren diskriminieren wir an der Schule Gewalt erfolgreich. Und: Viel Aggression geht natürlich auch vom Lehrkörper aus, da muss man sich nicht wundern, wenn die "nach unten" weitergegeben wird , das kann man aber ändern!!!! Ich finde das Internet oder gar das Handy werden immer schnell als Ursache genannt - das macht es den Erwachsenen schon auch einfach.
In meiner Generation wurden wir noch geschlagen, von den Eltern sowieso, und in der Schule teilweise auch noch. War das die "gute alte Zeit"???


sicher gibt es heute in der schule viele möglichkeiten bei der streitschlichtung angefangen. leider bringt das nicht sehr viel, weil die meisten jugendlichen das nicht ernst nehmen. sie hören sich alles an, drehen sich um und machen weiter wie bisher. das kann man natürlich nicht pauschalisieren. denn es gibt auch die jugendlichen, die sich dafür einsetzten, dass es in den schulen friedlich zugeht. es sind leider wenige und sie gehen dadurch oft unter. die eltern müssen da mit ins boot. schule allein kann das nicht leisten,
 
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Ein schönes Thema:lol:.

Per se sehe ich Jugendliche keiner Generation so unterschiedlich. Geschwister haben immer ihre Kämpfe untereinander ausgefochten, spätestens als Teeni gab es sicher immer Generationskonflikte usw, weil es natürlich ist, dass man sich abkapseln möchte von den Eltern usw. Ich habe vor über 15 Jahren auch meine Stars und Boygroups umschwärmt usw, nur dass die anders hießen als heute. Von daher, keine Generation ist aus meiner Sicht besser oder schlechter als andere.

Ich habe einerseits noch keine so "angepasste", "ruhige" heranwachsende Generation erlebt wie heute. Also im Vergleich etwa seit 40 Jahren. (Mein Empfinden. Denn ich sehe im Moment im Allgemeinen kaum was wirklich "rebellisches", den Geist, alles auf den Kopf stellen zu wollen). Was JoBuk schrieb, stimmt aber auch wieder. Auch wenn ich es alles selbst nicht so live erlebt habe. In den 80ern hat man darüber diskutiert, dass Schimanski im Fernsehen "Scheiße" gesagt hat. Noch vor etwa über 10 Jahren wurde bei der Einführung von Big Brother sehr über Menschenwürde im TV diskutiert usw. Ich weiß nicht, da wurden und werden Tabus gebrochen, Grenzen verschoben und Werte vermittelt, mit denen ich alter Hase zunehmend nicht mehr klar komme. Auch wenn es sicher normal ist und mein persönliches Empfinden.
 
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Ich habe einerseits noch keine so "angepasste", "ruhige" heranwachsende Generation erlebt wie heute. Also im Vergleich etwa seit 40 Jahren. (Mein Empfinden. Denn ich sehe im Moment im Allgemeinen kaum was wirklich "rebellisches", den Geist, alles auf den Kopf stellen zu wollen).

nenn mir bitte ein alter von bis.. damit ich weiss, welche generation du meinst ?
ich denk dabei an meinen bruder ( bj 71) und an mich (Bj 82)
 
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naja,.. ich merke selber, dass ich bei der kindererziehung, der böse cop bin. ich verteil die strafen und ehrlich gesagt, sollte man strenger mit der jugend/ kinder umgehen ( je nachdem wie das kind ist). man redet von psychischer gewalt, aber mal ganz ehrlich.. solange das kind vor der klasse sind fertig gemacht wird, kann eine kleine rüge/ klassenkeile nicht schaden.
damals haben wir schüler klassenkeilen verteilt.. es war ne abmachung mit dem lehrer und es hat bestens funktioniert..
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Ich stimme dir voll und ganz zu, man darf nicht zuviel durchgehen lassen, zu Hause nicht und in der Schule nicht. So eine Regelung mit der "Klassenkeile" ist ok, mach ich manchmal auch. Das ist aber alles nichts Neues.
Ich stimme nur der These nicht zu, dass die heutige Jugend "nix taug, faul und unmotiviert ist und extrem gewaltbereit" .Das mag in Einzelfällen so sein, aber insgesamt ist die heutige Jugend die beste, die wir je hatten: Intelligent (auch durchs Internet), flexibel, realistisch, oft sehr individuell und fähig, Konflikte verbal zu lösen. (nicht immer, aber immer öfter):lol:
 
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Ich stimme dir voll und ganz zu, man darf nicht zuviel durchgehen lassen, zu Hause nicht und in der Schule nicht. So eine Regelung mit der "Klassenkeile" ist ok, mach ich manchmal auch. Das ist aber alles nichts Neues.
Ich stimme nur der These nicht zu, dass die heutige Jugend "nix taug, faul und unmotiviert ist und extrem gewaltbereit" .Das mag in Einzelfällen so sein, aber insgesamt ist die heutige Jugend die beste, die wir je hatten: Intelligent (auch durchs Internet), flexibel, realistisch, oft sehr individuell und fähig, Konflikte verbal zu lösen. (nicht immer, aber immer öfter):lol:

es kommt warscheinlich auch darauf an, wo man lebt. im grunde genommen hast du recht. ich kenne auch eine menge jugendlicher, die sehr, sehr engagiert sind, fleißig und von denen sich mancher erwachsene eine scheibe abschneiden könnte. man kann sich sehr gut mit ihnen unterhalten und sie sind über alles gut informiert. das sind die einen, die anderen gibts aber auch und leider viel zu viele. denen alles egal ist, die in den tag hinein leben und die denken, dass sie solange es geld von staat gibt,nichts zu tun brauchen.
 
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die jungend ist nur deswegen so gut informiert, weil die medien noch nie so stark präsent waren, wie heut zu tage..

schaut euch mal den film idiocracy an... es ist eine parodie, aber eine gelungene..
 
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Das ist ja aber nichts Neues. Wir hatten die "Gammler" in der 70ern , die Kiffer und die RAF

dafür haben wir heute, die assis, die kiffer ( die heutigen THCwerte sind schlimmer 8)) und die XXX ( kannst jede xbeliebe heutige terrorgruppe einsetzen) ...

ich denke, das dies in jeden jahrzehnt wiederholt.. ich kann es immer ganz toll an meinem bruder und an mir sehen....
 
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Bildung wird nicht mehr als Wert und Möglichkeit der persönlichen Entwicklung gesehen, sondern nur noch als Voraussetzung um möglichst viel Geld zu verdienen.
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Das stimmt, hier liegt der Kern des Problems. Als ich Schüler war (1956-1970) hieß es aber auch immer: Lerne was, damit du gut verdienen kannst! - da hat sich nichts geändert. Die Bildungsideale des "Abendlandes" wurden von uns seinerzeit genauso wenig ernstgenommen wie heute "Unsere Werte " von den heutigen Kids. Fernsehen gab es auch schon und Gewalt haben wir auch zu Genüge gesehen...und dann hat eben meine Generation in der Erziehung der heutigen Elterngeneration versagt... aber meine Erziehergeneration kamen aus der Zeit des 3. Reiches und davor.... ich meine nach wie vor: Es war nie besser.
Die Probleme wurden früher nur nicht gesehen.


Oh weh, um ehrlich zu sein - und das ist nicht als Angriff gemeint - ich sehe genau deine Generation als Kern des Problems.
Die Leute, die zwischen 1965 und 1975 unser Land gestaltet und verändert haben, haben die alten Werte in Frage gestellt bzw. über Bord geworfen. Das war natürlich zum Teil berechtigt. Oft genug war es aber auch das Ergebnis eines sich immer stärker radikalisierenden Prozesses, der auch viel Gutes dahingerafft hat. Wie das bei "Revolutionen" nun mal so ist.
Leider ist der Versuch misslungen, diese alten Werte durch neue beständige Werte und Ideale zu ersetzen. Grundforderung war ja wohl die "Freiheit" und die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung. Das Ergebnis war aber keine ideale Gesellschaft, sondern die Ellenbogen Gesellschaft der 80er und 90er Jahre. Aus der sexuellen Revolution wurde Pornographie, aus der Selbstverwirklichung wurde Egoismus und aus der Antiautoritären Erziehung wurde ... unser heutiges Schulsystem ... wo auch die faulen und weniger begabten Schüler noch ihr Abi bekommen.
Das hab ich mir übrigens nicht ausgedacht, die Zahlen belegen das. Der Prozentsatz der Studienanfänger ist enorm gestiegen, der Prozentsatz der Absolventen ist ungefähr gleich geblieben.
Was ja auch mächtig in die Hose gegangen ist, ist die Multi-Kulti Gesellschaft.

Natürlich gabs damals auch schon Gewalt. Aber die Schüler haben sich nicht dabei gefilmt und danach mit ihren Bluttaten angegeben.
Natürlich gab es damals schon Fernsehen. Ich erinnere mich noch an die schönen späten 70ger und frühen 80er ... drei Programme, keine Softpornos, kein Privatfernsehen ... man hat noch über Witze gelacht, wo niemand beleidigt oder erniedrigt wurde, das waren Zeiten.

Und um nochmal auf das Bildungssystem zurück zu kommen ... nein, lassen wir das. Vergleichen wir einfach mal die Leistungen eines Hauptschülers des Abschlussjahrgangs 1965, mit dem eines Hauptschülers aus dem Abschlussjahrgang 2008. Wer konnte wohl besser rechnen, schreiben, lesen ... wer wußte wohl mehr über Geschichte und Musik ?
Eben.

:wink:
 
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