Kindersex in der (katholischen) Kirche

Das Problem mit der Bibel, näherhin des Neuen Testamentes, ist, daß sie schon sehr alt ist, in einer vollkommen anderen Geistes- und Religionswelt geschrieben wurde, als wir heute leben.
Das ist richtig.
Jungfrauengeburt. Ich habe mir das noch einmal auf Wikipedia angesehen, damals nicht unüblich. Platon dichteten die alten Griechen eine jungfräuliche Geburt an, die Perser Alexander dem Großen. Beide waren von Göttern gezeugt. Wenn Jesus wirklich so toll gewesen sein soll, dann mußte er mindestens dieser Liga sein.
Aber sie waren weiter. Ihre Götter näherten sich den Frauen in natura. Z. B. als Stier oder Schwan und zeugten dann Kinder. Das ist keine jungfräuliche Geburt.
Die Bibel will ja keine Geschichte schreiben im Sinne der Historie, im Sinne eines Herodot, Tacitus, Flavius Josephus. Sie ist keine Geschichtswissenschaft, will nicht herausbekommen, wie es eigentlich gewesen. Sie will Geschichten erzählen, welche Erfahrungen letztlich die Gemeinden mit dem Auferstandenen machen.
Welche Gemeinden, die gab es doch erst nach dem Tod von Jesus als die Jünger in die Welt zogen und Gläubige rekrutierten.
Heute ist natürlich dann schwierig, diese alten Geschichten in eine andere, aufgeklärte, moderne Zeit hinein zu übersetzen. Was damals den einfachen Leuten durchaus geläufig war, ist uns Heutigen völlig unverständlich.
Ich schrieb ja schon das ich bezweifle das die Menschen der Antike die Theorie der Bibel und der anderen Bücher verstanden. Lesen konnten sie die Bibel nicht.
Die ersten Gläubigen werden durch die Jünger auch eine einfache Form vermittelt bekommen haben. Sonst wären da nicht Sklaven sowie reiche Bürger darunter gewesen.
Anna weiß ich jetzt nicht, aber Maria/Mirjam, Joachim („der Aufgerichtete“) und Josef sind europäisierte hebräische/biblische Namen. Cat Stevens nennt sich heute Yusuf.
Ehrlich gesagt bin ich jetzt zu faul nachzuforschen ob das so ist. Oder ob diese Namen dann erst nach Kenntnis der Bibel im Orient auftauchten.
 
Das Problem mit der Bibel, näherhin des Neuen Testamentes, ist, daß sie schon sehr alt ist, in einer vollkommen anderen Geistes- und Religionswelt geschrieben wurde, als wir heute leben.
Das ist doch das Hauptproblem. Die damalige Geistes- und Wissenswelt wird beschrieben und geglaubt. Mich nimmt Wunder das es in der heutigen aufgeklärten Welt kaum hinterfragt und einfach weiter geglaubt wird und vor allem weiter getragen wird mit diesem uralten Geist. (gut, aufgeklärt kann man ja in Kenntnis der aktuellen Ereignisse mittlerweile bezweifeln)
 
Die Erbsünde besteht darin, dass der neue Mensch nicht durch geistiges Tun, sondern infolge tierischer Triebbefriedigung entstanden ist. Davon muss er rein gewaschen werden (Taufe), denn Tiere kommen nicht in den Himmel.
Ja aber was dachten oder denken sie denn, das Gott andauernd neue Adams und Evas herstellen kann?
Das ist dann wohl auch die Erklärung für das Zölibat. Ein echter Diener Gottes muß vor der tierischen Triebbefriedigung, der Erbsünde, geschützt werden. Sollte das so sein, dann kann die kath. Kirche das Zölibat nicht abschaffen. Sie würde eine wichtige Daseinsberechtigung der Priester abschaffen.
 
Ihre Götter näherten sich den Frauen in natura. Z. B. als Stier oder Schwan und zeugten dann Kinder. Das ist keine jungfräuliche Geburt.
In einigen Fällen eben nicht. Da werden die Frauen nur im Traum begattet und bleiben jungfräulich.
Welche Gemeinden, die gab es doch erst nach dem Tod von Jesus als die Jünger in die Welt zogen und Gläubige rekrutierten.
Dann werden ja auch erst die Evangelien geschrieben. Wir haben keine Originaldokumente aus der Zeit Jesu; man nimmt an, daß z.B. Aussprüche von ihm in die Evangelien eingeflossen sind. Jesus, wie er von den Gemeinden geglaubt und verkündigt wird, ist nicht Jesus, der Verkündiger.
Ich schrieb ja schon das ich bezweifle das die Menschen der Antike die Theorie der Bibel und der anderen Bücher verstanden. Lesen konnten sie die Bibel nicht.
Das ist erstaunlich, welch komplexe Vorstellungen Paulus schon vorfindet in den Gemeinden. Etwa die von einer vorgeburtlichen, ja, vorzeitlichen Existenz Jesu.
 
Ich bezweifle das es überhaupt jemand wirklich versteht
Ich gestehe, verstehe Alu in diesem Statement auch nicht.
:cool:
Eben:
Ich wundere mich nur, wie Mendelssohn, Sommer und auch Bintje sich des Verstandes bedienen, um Alu's ....
zurecht zu biegen.
Jetzt dämmert's, sie üben sich in Nächstenliebe.
 
Ich gestehe, verstehe Alu in diesem Statement auch nicht.
:cool:
Was ist daran so schwer zu verstehen? :rolleyes: ;)


Die Erbsünde, was immer genau das sein soll, ist ein Makel.

Das einfache Volk möchte glauben, daß Maria makellos ist und rein. Von Anfang an. Vom Augenblick ihrer Empfängnis an.

Die Theologen sagen: Das geht nicht. Das geht aus logischen Gründen nicht. Erbsünde wird als Geschlechtskrankheit mit der Erzeugung/Empfängnis übertragen. Gott mag den Makel der Erbsünde von Maria genommen haben, für den Bruchteil einer Millisekunde oder noch kürzer aber war sie damit behaftet.

Duns Scotus sagt dagegen: Für Gott ist nichts unmöglich. Wenn er das will, Anna ihre Tochter Maria unbefleckt von der Erbsünde empfangen zu lassen, dann kann er das auch. Dann fragt er nicht erst die Herren Theologen um Erlaubnis, ob er das aus logischen Gründen überhaupt darf. :cool:
 
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