Kindersex in der (katholischen) Kirche

Meine Schwester am Samstag: "Ich bin immer noch nicht ausgetreten."
Ich: "Die müssen austreten, nicht wir."
Dabei bleibe ich. Denn "die" machen auch weiter ohne uns.
 
Schade. Die beziehen das nur auf die katholische Dogmatik. Ich bin, wie ausgeführt, sehr wohl der Meinung, daß sich eine ausgeprägte Mariologie auch im Koran findet.
Hier mehr dazu.
"Mariologie" im Koran? Die gibt es noch nicht einmal im Neuen Testament.
Wenn es so etwas wie um den Marienkult geht, der scheint mir im 19. Jahrhundert entstanden zu sein, als gegen die Säkularisationsprozesse die Gottesmutter überall in Erscheinung trat.
Woytyla hat ja eine Sakrologie ins Leben gerufen. Alles wurde heilig gesprochen, was nicht bei drei auf den Bäumen war.
 
"Mariologie" im Koran? Die gibt es noch nicht einmal im Neuen Testament.
Dazwischen liegen die ökumenischen Konzile. Die mit der Christologie nebenher auch Maria verhandelt haben. Wenn Christus Wahrer Mensch und Wahrer Gott ist, ungetrennt in einer Person, dann hat Maria nicht nur den Menschen, sondern auch den Gott Jesus geboren. Dann heißt sie Theotokos, Gottesgebärerin.

Das wurde übrigens auf dem Konzil in Ephesos verabschiedet; Ephesos, in dem das Artemision stand, der gewaltige Tempel der Artemis, der Großen Göttin, eines der sieben Weltwunder der Antike. Als Paulus dort predigte, haben ihn die Göttinenfigürchenschnitzer noch davon gejagt, er verderbe ihr Geschäft. Als Jahrhunderte später aus der Konzilskirche nach außen drang, daß beschlossen worden war, Maria sei die Mutter Gottes, da haben die umgeschulten Marienfigürchenschnitzer das spontan gefeiert mit einem festlichen Fackelzug durch die Gemeinde. Kirche reagierte offensichtlich auf die Nachfrage mit einem annehmbaren Angebot.

Der Koran wiederum nimmt dagegen elaboriert Stellung. Zumindest in der Praxis artet das in Beigesellung aus, also entziehen wir dem auch in der Theorie, schon im Mythos jegliches Fundament.
"Und wenn Gott sagt: O Jesus, Sohn Marias, bist du es, der zu den Menschen gesagt hat: 'Nehmt mich und meine Mutter außer Gott zu Göttern'?, wird er sagen: 'Preis sei dir! Es steht mir nicht zu, etwas zu sagen, wozu ich kein Recht habe.'" (Sure 5, Vers 116)
Weiterführende Literatur:
Wenn es so etwas wie um den Marienkult geht, der scheint mir im 19. Jahrhundert entstanden zu sein
Der Marienkult hat ihre Anfänge überwiegend in den Ostkirchen genommen und ist mit den Kreuzzügen vor allem zu uns rüber geschwappt, enorme Aufwertung hat sie noch mal in der Gegenreformation erfahren. Der Linke Niederrhein war mit den Niederlanden durch und durch protestantisiert, bis es die Gottesmutter barmte und sie einem fahrenden Händler in Kevelaer erschien. An Säkularisation hatten da noch nicht einmal die Reformierten zu denken gewagt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Woytyla hat ja eine Sakrologie ins Leben gerufen. Alles wurde heilig gesprochen, was nicht bei drei auf den Bäumen war.
Darunter Edith Stein. Das rechne ich ihm hoch an :)

Hier mal ein Überblick über die Praxis der letzten Jahrzehnte:
Hervorheben möchte ich dabei

Aber wir beide nerven wieder ;):eek:
 
Meine Schwester am Samstag: "Ich bin immer noch nicht ausgetreten."
Ich: "Die müssen austreten, nicht wir."
Dabei bleibe ich. Denn "die" machen auch weiter ohne uns.
Ja das würden sie, aber mit weiteren zwei Mitgliedern weniger. Je mehr Menschen, austreten und das tun sie, umso schwerer wird es für sie die Menschen zu beherrschen.
Geld spart ihr außerdem noch jeden Monat. :cool:
 
Meine Hilfe im Haus seit mehr als dreißig Jahren sagt: Die Kirche ist mein Glaube.
Kirchenaustritt wäre für sie das Gleiche wie dem Glauben an Gott abzuschwören.
Menschen, die nur den katholischen Gott kennen, haben es in diesen Zeiten schwer und neigen zu Agression. Kirchenaustritte werden als Verrat an Gott definiert. Genau das ist es ja nicht. Man hat den Katholiken (vermutlich am wenigsten im preußisch regierten Westfalen) eingepflanzt, dass der säkulare Humanismus der ärgste Feind des wahren Glaubens (an die Kirche) ist. Auf dieser Grundlage lässt sich die Kirche jedenfalls nicht legitimieren. Darum wird sie verschwinden oder sich ganz neu legitimieren müssen.
 
Darunter Edith Stein. Das rechne ich ihm hoch an :)
Bei der Heiligsprechung Edith Steins durch Woytyla hat gewiss ihr Geburtsort Wrocław, ihre Konversion zum Katholizismus und ihr Eintritt in den Orden der Karmeliten, der sich in besonderer Weise der Marienverehrung hingibt, eine Rolle gespielt. Eine bedeutende Anerkennung ihrer jüdischen Herkunft kann ich in der Heiligsprechung nicht erkennen, wohl eine außerordentliche Anerkennung des Marienkults. Mit Blick aufs 19. und 20 Jahrhundert als Hochzeit des Marienkults gegen die Säkularisation folgende Passage:

Zur Zeit der Reformation drehte sich das kirchliche Interesse etwas mehr um andere Themen und die folgenden Epochen des Rationalismus und der Aufklärung ließen die Marienverehrung von Seiten der kirchlichen Obrigkeit etwas abkühlen, während das Volk diesen Kult unbeeindruckt weiterpflegte. Doch als zu Beginn des 19. Jahrhunderts als Gegenreaktion auf die vorangegangene intellektuelle Nüchternheit das Zeitalter der Romantik anbrach, brachte diese neue Atmosphäre auch der marianischen Lehre und Andacht wieder neuen Aufschwung. Tatsächlich sollten die folgenden beiden Jahrhunderte in noch nie da gewesenem Maße zu marianischen Jahrhunderten werden. Dazu gehören nicht zuletzt die für diese Zeit kennzeichnenden und sich häufenden Marienerscheinungen (1830 Paris, 1848 La Salette, 1858 Lourdes, 1917 Fatima uvm.). Die Autoren Hierzenberger und Nedomansky zählen allein 105 Erscheinungen im 19. und 430 im 20. Jahrhundert auf. In den letzten zwei Jahrhundert machte der Papst von seiner Unfehlbarkeit zweimal Gebrauch von seiner Unfehlbarkeit – beide Male allein zur Definition neuer marianischer Dogmen: 1854 die „Unbefleckte Empfängnis Mariens“ und 1950 die „leibliche Aufnahme Marias in den Himmel“. Ein drittes Dogma, das Maria zur „Miterlöserin“ erheben soll, steht noch aus.


Wie gesagt, die Bischofskirche sieht im säkularen Humanismus, gegen den Maria zu Felde zieht, den Teufel, während sie selbst mit ihm zu Bett liegt.
Es ist einfach nur zum Kotzen.
 
Top