Konvertiten ohne Überzeugung?

Inada

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AW: Konvertiten ohne Überzeugung?

Konvertieren macht nur Sinn, wenn man sich wirklich jahrelang mit dem eigenen Glauben und dem anderen Glauben auseinandergesetzt hat.
Man konvertiert nicht einfach so mal, denn der Glaube ist ja auch das, was einen ausmacht und einem die eigene Individualität schenkt. Man legt ja auch nicht seine Werte oder seine Familie einfach so mal ab. Ich finde es schlimm, dass manche Menschen ihren Glauben aus Liebe wechseln. Was ist das für eine Liebe? Liebt man sich denn nicht so, wie man ist und so, wie man denkt?
 
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imrece

Guest
AW: Konvertiten ohne Überzeugung?

es ist mit sicherheit falsch und er vera.... die religion auch mit, in wie fern er das tut ist nartürlich die frage, weil wenn er vorher christ gewesen ist und nicht religiös war, dann hat er das gleiche eigentlich mit dem christentum getann, wenn er offiziell christ war.
man kann jetzt groß rumreden, dass das mädchen den jungen doch nicht als muslim lieben gelernt hat, aber da macht man es sich zu einfach. ich möchte behaupten, dass 95% der muslimischen eltern, binationale geschichten zählen grad nicht, es nie akzeptieren würden, dass ihre tochter einen andersgläubigen heiraten würde. und auch bei diesen 5% ist akzeptieren und respektieren der beziehung noch mal was völlig anderes. also ich kann den mann schon verstehen, da er ansosnten seine liebe hätte aufgeben müssen oder sie unter umständen ihre familie.
 

marleen

Member
AW: Konvertiten ohne Überzeugung?

einerseits würde ich sagen man konvertiert nicht mal eben so...aber zu unterstellen, dass er es eben mal so gemacht hat kann man auch nicht....für meine große liebe hätte ich auch konvertiert, wenn die familie mich dann akzeptiert hätte!aber natürlich hätte ich mich lang genug mit dem glauben beschäftigt!
andererseits ist konvertieren irgendwie sinnlos, weil ich für mich glaube, dass es nur einen gott/allah/jahwe gibt und er uns alle liebt, egal welcher glaubensrichtugn man angehört...denn er hat die verschiedenen religionen ja nicht erfunden.das waren die menschen!also meiner meinung glauben wir alle ja eh an das gleiche mit geringen abwandlungen und verschiedenen "modernitätsstufen"...
aber ich würde nicht darüber urteilen, denn man kann in niemanden hineinsehen und ich wäre in so einer situation bestimmt auch überfordert...:roll:
zu den mädels mit kopftuch und top und jeans...auch die würde ich nicht verurteilen, denn man sieht nur das äußere...man kann anhand des äußeren ja nicht sagen der ist ein/e gute/r muslim/a und der nicht!wer weiß warum sie das kopftuch tragen oder warum das top...?und man kann ja auch in seiner frei gewählten kleidung egal wie und ob es zusammenpasst ein guter, gläubiger mensch sein...
außerdem denke ich, dass glaube und überzeugung auch irgendwie mit dem alter wachsen oder man sich weiterentwickelt was ja auch auf den glauben übertragen wird...
vor paar jjahren bin ich ja auch noch fast jeden sonntag in die kriche gegangen...mittlerweile gehe ich nur noch weihnachten!weil ich für mich entschieden habe, dass die kirche für mich unglaubwürdig ist und ich nicht daran glauben will, was dort gesagt wird...sprich papst usw
 

Sera_Luciva

New Member
AW: Konvertiten ohne Überzeugung?

ich möchte behaupten, dass 95% der muslimischen eltern, binationale geschichten zählen grad nicht, es nie akzeptieren würden, dass ihre tochter einen andersgläubigen heiraten würde.

Dazu hab ich jetzt mal eine Frage, vielleicht hab ich das Ganze auch nur falsch interpretiert. Als ich mich damit befasst habe, hab ich gelesen, dass ein muslimischer Mann zwar eine christliche oder jüdische Frau heiraten darf, eine muslimische Frau aber NUR einen muslimischen Mann heiraten darf, da weder in der Bibel, noch in der Thora festgehalten wurde, dass der Mann seiner Frau die Religionsausübung zugestehen muss, dies aber im Koran sehr wohl so ist.

Wie gesagt, korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber dann wäre das in oben genanntem Beispiel ja keine Frage der Akzeptanz, denn es wäre schlicht nicht erlaubt, oder?

Und generell zu diesem Thema... Ich hab mich damals auch mit dem Islam befasst, allerdings nicht nur wegen ihm. Natürlich hat das auch eine Rolle gespielt, immerhin ist der Mensch ein Gewohnheitstier, so ehrlich muss ich schon sein. Grundlegendes Interesse an dieser Religion bestand aber schon immer. Außerdem hatte ich sehr großen Respekt vor seinen Eltern (habe ich immer noch) und ich wollte sie besser verstehen lernen. Man kann schließlich keinen Konflikt lösen, wenn man nicht dazu bereit ist, sich die "Gegenseite" anzuhören, und nur auf seiner Meinung beharrt. Und was auch nicht außer Acht zu lassen ist: Mittlerweile haben wir sehr viele muslimische Mitbürger hier in Deutschland. Dass es auf beiden Seiten eine Schlange von Vorurteilen gibt, muss ich hier, denke ich, nicht wiederholen. Trotzdem leben wir in einem Land und - man kann mir jetzt nachsagen, ich hätte zu viel Zeit, oder was auch immer - ich interessiere mich für meine Mitmenschen. Ich bin froh, dass es hier in Deutschland so viele verschiedene Kulturen gibt und deswegen befasse ich mich auch gerne damit.

Anyway muss ich aber sagen, dass ich auch eher weniger davon halte, wenn jemand seine Religion wechselt, wegen eines Partners. Es ist nicht so, dass ich die Gedankengänge nicht verstehen würde, ganz im Gegenteil. Aber letztendlich ist das eine Sache, die man mit dem eigenen Gewissen vereinbaren muss.

So viel dazu von mir. Wünsch euch allen einen schönen Tag :)
Viele liebe Grüße,
Sera
 

eniste

New Member
AW: Konvertiten ohne Überzeugung?

Um mal eines klarzustellen:

Lt. Koran ist es in der Tat Frauen nicht erlaubt, einen Anders-/-Ungläubigen zu heiraten.
Dem Mann ist es nur unter der Bedingung erlaubt eine Andersgläubige zu ehelichen, wenn diese imVorfeld das Versprechen abgibt, zum Islam zu konvertieren.

So oder so, ich find`s einfach unsäglich, nach solchen Regeln zu leben. Denn erstens werden hier mal wieder Männern mehr Rechte eingeräumt, und auf der anderen Seite kann hier ja wohl nicht mehr die Rede von "Akzeptanz" Andersgläubiger dieb Rede sein :(
 

Dine

Well-Known Member
AW: Konvertiten ohne Überzeugung?

Konvertieren ohne wirklich zu glauben ist in meinen Augen verlogen, falsch und hinterhältig. Wenn man konvertieren möchte, dann muss man sich zu 100% mit dem neuen Glauben identifizieren können. Ich habe mich auch sehr mit dem Islam beschäftigt, und ich "mag" diese Religion (das hört sich doof an). Aber das reicht auch nicht, um zu konvertieren. Denn dafür müsste ich zu 100% dahinterstehen und es wollen. Meine türkische Schwiegerfamilie meinte oft; mach es doch, da passiert ja nix, du musst nichts an dir ändern. Ja, da hat sie wohl recht. Aber ich käme mir verlogen vor. Denn egal wie ich den Islam schätze, ich bin aufgewachsen als Christ. Ich war nie streng gläubig, aber ich habe doch die Werte und Gebräuche auf den Weg mitbekommen... Ich könnte das nicht alles stehen lassen.

Aber trotz allem kann ich sagen, dass mich der Islam zur Religion zurückgeführt hat. Ich habe nicht wirklich geglaubt. Aber durch die Beschäftigung mit dem Islam, habe ich meinen eigenen Glauben wiedergefunden. Mich viel mit der Geschichte verschiedener Religionen befasst und eingesehen, dass JEDE Religion ihre Daseinsberechtigung hat und das wichtigste eigentlich ist, sein Leben so zu Leben, als dass man am Ende vor Gott stehen kann ohne Angst, ohne Schuldgefühle, und ohne Scham.


LG
Dine
 

Sera_Luciva

New Member
AW: Konvertiten ohne Überzeugung?

Um mal eines klarzustellen:

Lt. Koran ist es in der Tat Frauen nicht erlaubt, einen Anders-/-Ungläubigen zu heiraten.
Dem Mann ist es nur unter der Bedingung erlaubt eine Andersgläubige zu ehelichen, wenn diese imVorfeld das Versprechen abgibt, zum Islam zu konvertieren.

So oder so, ich find`s einfach unsäglich, nach solchen Regeln zu leben. Denn erstens werden hier mal wieder Männern mehr Rechte eingeräumt, und auf der anderen Seite kann hier ja wohl nicht mehr die Rede von "Akzeptanz" Andersgläubiger dieb Rede sein :(

Also ich will hier nicht wie die Besserwisserin schlechthin rüberkommen, ich kann nur sagen, wie ichs gelesen hab. Deswegen verweise ich hier nochmal (falls gestattet) auf

http://islam.de/1640.php#juc

unter II. 4 und 5 wird das beschrieben.

Ich war am Anfang auch ganz deiner Meinung, dachte auch, ja, Männer dürfen wieder machen, was sie wollen, Frauen nicht. Aber mir leuchtet die Erklärung ein. Der Islam schreibt einem muslimischen Mann nunmal vor, dass er es seiner (christlichen oder jüdischen) Frau möglich machen muss, ihren Glauben auszuüben. Der Islam kann dies aber natürlich keinem christlichen oder jüdischen Mann vorschreiben, sollte es zu einer Mischehe kommen. Daher finde ich das (aus der Glaubenssicht) gerechtfertigt.
 
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imrece

Guest
AW: Konvertiten ohne Überzeugung?

Dazu hab ich jetzt mal eine Frage, vielleicht hab ich das Ganze auch nur falsch interpretiert. Als ich mich damit befasst habe, hab ich gelesen, dass ein muslimischer Mann zwar eine christliche oder jüdische Frau heiraten darf, eine muslimische Frau aber NUR einen muslimischen Mann heiraten darf, da weder in der Bibel, noch in der Thora festgehalten wurde, dass der Mann seiner Frau die Religionsausübung zugestehen muss, dies aber im Koran sehr wohl so ist.

Wie gesagt, korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber dann wäre das in oben genanntem Beispiel ja keine Frage der Akzeptanz, denn es wäre schlicht nicht erlaubt, oder?

die möglichen partnerschaftsvarianten hast du korrekt wieder gegeben und du hast recht es ist einer muslimin nicht erlaubt einen christen beispielsweise zu heiraten, dennoch gibt es wenige familie die es ihrer tochter erlauben.
 

Dine

Well-Known Member
AW: Konvertiten ohne Überzeugung?

Ich glaube es geht dabei vor allem oder auch um die Kinder. Wenn ein Moslem eine Nicht-Moslimin heiratet ist es erlaubt, es ist auch erlaut dass die Frau nicht konvertiert - aber die Kinder müssen Moslem sein.

Gerne Korrektur wenn ich falsch liege. :)
 
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