Konvertiten ohne Überzeugung?

AW: Konvertiten ohne Überzeugung?

Das ändert aber meiner Meinung nach nichts daran dass ein Mensch, ob Männlein oder Weiblein, in meinen Augen sich selbst verleugnet (sofern er gläubig ist) indem er seine Religion wechselt..

Ist ein Mensch nicht gläubig und nimmt aus Liebe einen anderen Glauben an ist es ebenfalls verlogen, welcher Moslem akzeptiert denn wirklich einen Menschen der nur mal so zum Islam konvertiert?
Ich glaube kaum dass deshalb die beispielsweise türkische Familie ihren vorher ungläubigen Schwiegersohn WIRKLICH akzeptieren würde und ihn nicht belächelt weil er tatsächlich glaubt dass ihn das zu einem in den Augen der Familie akzeptablen Schwiegersohn machen würde..

Ich hab hier noch keinen Fall erlebt in dem das gut gegangen wäre..
Und auch wenn man mich jetzt steinigt kann ich es sogar verstehen dass muslimische Eltern für ihre Tochter keinen andersgläubigen Ehemann wollen, gutheissen nicht aber verstehen schon..
 
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Ich gebe dir vollkommen Recht, aber vor ihren Eltern wird er ja nie dazu stehen, dass er im Herzen kein Muslim ist. Er hat ja schon durch diese verlogene Konvertierung bewiesen, dass er auch kein gläubiger Christ ist, letztendlich verliert er dadurch nichts, er hatte vorher keinen Glauben und jetzt auch nicht, nur das ihn ihre Eltern dadurch akzeptieren.

Eniste mjch würde interessieren, ob der Mann Schwein ißt, Alkohol trinkt und nicht zum heiligen Ramazan fastet?
 
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er hatte vorher keinen Glauben und jetzt auch nicht, nur das ihn ihre Eltern dadurch akzeptieren
Die Frage ist nur akzeptieren sie ihn wirklich? Aber wenn sie der Heirat zugestimmt haben wird das wohl der Fall sein wobei ich das auch schon wieder irgendwie verlogen finde denn ihren Eltern müsste ja bewusst sein dass es eine Entscheidung war die nur dem Zweck dient sie heiraten zu dürfen..

@semeyale: ich kann dir nicht genau erklären warum ich es verstehen kann, aber wenn ich versuche mich in die Situation hinein zu versetzen würde mir der Gedanke kommen dass ich bspw. ein Problem / oder besser Angst hätte meine Tochter würde in der Auslebung ihrer Religion eingeschränkt werden, ich würde mir die Frage stellen welchen Glauben die Kinder einer solchen Ehe hätten..
Genauso kann ich es aber ebenfalls verstehen wenn Eltern eine muslima als Ehefrau für ihren Sohn wünschen denn die Probleme die bei einer solchen Beziehung auftreten werden würden mir zwangsläufig immer wieder ins Gedächtnis kommen.
Auch denke ich in kleinen Dörfern werden die Eltern immer wieder daran denken was denn die Nachbarn/Freunde/Verwandte denken wenn sie ihren Kindern eine solche Verbindung erlauben..

Ich meine während meiner grossartigen Karriere (naja nicht wirklich :wink: ) im Reliunterricht gelernt zu haben dass es deshalb nicht erlaubt ist weil es traditionell so ist dass der Mann in der Ehe das Sagen hat und verantwortlich dafür ist dass die Kinder dem Glauben entsprechend erzogen werden, also verständlich in meinen Augen dass eine Ehe mit einem Christen nicht akzeptiert werden kann

Trotzdem wäre mir am wichtigsten dass mein Kind glücklich ist dennoch kann ich das denken irgendwie verstehen denn viele sind in ihren Traditionen noch so fest verankert dass es ihr denken nicht zulässt eine solche Verbindung zu akzeptieren..

Ich bin kein Moslem und weiss daher nicht was wirklich die Gründe sind die gegen eine solche Beziehung sprechen aber das sind Gründe bei denen ich mir vorstellen könnte dass sie zu dieser Reaktion führen..

ABER: besonders 'toll' finde ich das Ganze trotzdem nicht denn für mich wäre wichtig ob mein Kind glücklich ist und nichts sonst..
 
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Sarahlein deine Meinung teile ich auch, aber es geht in diesem Fall nicht um eine Christin, sondern sofern ich Deutscher mit Christ verallgemeinern darf, um etwas, was von der Religion her nicht erlaubt ist. Ich selbst kenne zwei binationale Paare, wo der Mann Christ war und dann konvertiert ist.

Ich glaube, in der Praxis (zumindest in meiner) geht es immer primär um die Frage ob Türke oder Deutscher. Ein deutscher Konvertit ist auch für die Familie nur ein fauler Kompromiss und er wird von seinen Schwiegereltern nie die Anerkennung eines Landsmannes erfahren.

Der Deutsche wird zwangsläufig als irgendwie christlich oder sonst unpassend angesehen.
Wenn dem nicht so ist: Wie würde es konkret mit einem bekenntnislosen Deutschen funktionieren? Das reicht meiner Erfahrung nach nicht.


LG TheCore
 
AW: Konvertiten ohne Überzeugung?

Ich glaube, in der Praxis (zumindest in meiner) geht es immer primär um die Frage ob Türke oder Deutscher. Ein deutscher Konvertit ist auch für die Familie nur ein fauler Kompromiss und er wird von seinen Schwiegereltern nie die Anerkennung eines Landsmannes erfahren.

Der Deutsche wird zwangsläufig als irgendwie christlich oder sonst unpassend angesehen.
Wenn dem nicht so ist: Wie würde es konkret mit einem bekenntnislosen Deutschen funktionieren? Das reicht meiner Erfahrung nach nicht.


LG TheCore

Das folgende ist verallgemeinert und trifft nicht auf jede Familie zu. Du hast recht, dass ein türkischer Vater sich einen türkischen Schwiegersohn wünscht, genau wie ein Libanese sich einen libanesischen Schwiegersohn wünscht. Der deutsche Konvertierte hat nicht den selben Stellenwert, aber es ermöglicht ein gewisses Maß an Akzeptanz. Die Konvertierung als solche ist aber auch keine Garantie auf Akzeptanz. Wir hatten hier mal eine Userin, die verstoßen wurde, obwohl ihr späterer Mann konvertiert ist.
 
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Und wieder verstehe ich die Doppeldeutigkeit des Korans nicht. Auf der einen Seite steht:
"Der Mensch ist in seinem Glauben frei"

n paar Seiten weiter steht:

" Und nimm keinen Ungläubigen (Christen/Juden/Götzenanbeter) zum Freund, denn Freunde sind sie nur zueinander"
oder auch, daß der Koran es explizit einer Muslima verbietet (unter der Sharia gibt es harte Strafen bis zum Tode!) einen solchen zu ehelichen.

Und so zieht sich dieses mein Problem, welches ich mit dieser "Friedlichen" Schrift habe, durch die gesamten Suren-Aufzählungen :(

Und redet man tiefgläubige Muslime darauf an, wird glatt behauptet, man hätte entweder nicht verstanden, oder einfach die falsche Übersetzung *lol*
 
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Da halt ich`s doch lieber mit Jesu eindeutigen klaren Worten, die da AUSSCHLIEßLICH von Nächstenliebe und Frieden handeln!

ER verbietet mir nicht, Unterschiede oder Grenzen zwischen Menschen zu ziehen; im Gegenteil....er erwartet von mir die völlige Liebe (was vielleicht noch um etliches schwieriger und auch besser für die Menschengemeinde ist)
 
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Eniste, wir glauben daran, dass der Islam die einzig wahre Religion ist. Ich glaube beim Christentum sieht es nicht anders aus. Es steht dem Menschen frei welche Religion er hat, aber unsere Töchter dürfen keinen Andersgläubigen heiraten, damit ihre Kinder nicht von unserem Glauben abkommen.
 
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... Es steht dem Menschen frei welche Religion er hat, aber unsere Töchter dürfen keinen Andersgläubigen heiraten, damit ihre Kinder nicht von unserem Glauben abkommen.

ist das nicht ein widerspruch in sich? zu sagen: frei die religion wählen zu können, aber im gleichen atemzug zu sagen das man es den töchtern ( und warum NUR DIE TÖCHTER! ) nicht erlauben wird , wenn sie sich anders entscheiden...
 
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