Dine
Well-Known Member
http://www.drs3.ch/www/de/drs3/them....232297.233666.liebe-2020-ist-love-light.html
«Wir werden immer älter, haben also mehr Lebenszeit, paradoxerweise wird alles aber schneller, und wir haben immer mehr das Gefühl wir hätten keine Zeit - auch nicht für die Liebe», sagt Markus Fäh, Psychoanalytiker und Paartherapeut.
Frech vorausgesagt: «Das Leben 2020 wird länger, aber unsere Beziehungen kürzer und flacher. Love Light sozusagen.» Beziehungen würden in dieser schnelllebigen Zeit immer länger auf der Strecke. Man bindet sich zwar schneller, trennt sich aber auch schneller.
Liebe braucht Zeit
Die Kontaktmöglichkeiten unsereins werden immer grösser, auch dank den sozialen Netzwerken. Das Internet ermöglicht einen Partner anhand von äusseren Kriterien wie Aussehen, Hobbys oder Genmerkmal auszuwählen. Damit entsteht aber auch die Illusion, man finde immer noch einen besseren, besten Partner. Das Karussell dieser Hoffnung dreht sich immer schneller. «Aber damit eine Beziehung hält, braucht es vor allem eine innere Übereinstimmung zwischen zwei Menschen», sagt Fäh. «Liebe braucht Zeit».
Schafft sich Liebe ab?
Überspitzt gesagt, würden wir in der weiteren Zukunft gar keine Beziehungen mehr brauchen. Wir werden lediglich via Gen-Test gucken, ob ein Partner zu einem passt oder nicht. Den Geschlechtsakt kann man sich dann auch noch sparen - schliesslich gibt es künstliche Befruchtung. «2100 braucht es möglicherweise gar keine Liebe mehr.»
Garantiert der Gen-Test denn nicht die Liebe? «Nein», findet Fäh, «Liebe ist schliesslich ein seelisches Phänomen. Wir Psychoanalytiker sagen auch noch, Liebe ist ein höchst unbewusstes Phänomen. Man kann ja nicht genau sagen, warum man sich genau in diesen Menschen verliebt.» Das seien spezielle, individuelle Merkmale wie der Gang, den Blick von jemand. Der Zufall spielt auch eine Rolle, ob einem der Traumpartner über den Weg läuft. «Liebe ist und bleibt ein Überraschungsphänomen.» (che)
«Wir werden immer älter, haben also mehr Lebenszeit, paradoxerweise wird alles aber schneller, und wir haben immer mehr das Gefühl wir hätten keine Zeit - auch nicht für die Liebe», sagt Markus Fäh, Psychoanalytiker und Paartherapeut.
Frech vorausgesagt: «Das Leben 2020 wird länger, aber unsere Beziehungen kürzer und flacher. Love Light sozusagen.» Beziehungen würden in dieser schnelllebigen Zeit immer länger auf der Strecke. Man bindet sich zwar schneller, trennt sich aber auch schneller.
Liebe braucht Zeit
Die Kontaktmöglichkeiten unsereins werden immer grösser, auch dank den sozialen Netzwerken. Das Internet ermöglicht einen Partner anhand von äusseren Kriterien wie Aussehen, Hobbys oder Genmerkmal auszuwählen. Damit entsteht aber auch die Illusion, man finde immer noch einen besseren, besten Partner. Das Karussell dieser Hoffnung dreht sich immer schneller. «Aber damit eine Beziehung hält, braucht es vor allem eine innere Übereinstimmung zwischen zwei Menschen», sagt Fäh. «Liebe braucht Zeit».
Schafft sich Liebe ab?
Überspitzt gesagt, würden wir in der weiteren Zukunft gar keine Beziehungen mehr brauchen. Wir werden lediglich via Gen-Test gucken, ob ein Partner zu einem passt oder nicht. Den Geschlechtsakt kann man sich dann auch noch sparen - schliesslich gibt es künstliche Befruchtung. «2100 braucht es möglicherweise gar keine Liebe mehr.»
Garantiert der Gen-Test denn nicht die Liebe? «Nein», findet Fäh, «Liebe ist schliesslich ein seelisches Phänomen. Wir Psychoanalytiker sagen auch noch, Liebe ist ein höchst unbewusstes Phänomen. Man kann ja nicht genau sagen, warum man sich genau in diesen Menschen verliebt.» Das seien spezielle, individuelle Merkmale wie der Gang, den Blick von jemand. Der Zufall spielt auch eine Rolle, ob einem der Traumpartner über den Weg läuft. «Liebe ist und bleibt ein Überraschungsphänomen.» (che)