Mal über Erdoğan plaudern

Da mal wieder Bildchen ohne Referenzen ins Forum gestellt werden, musste ich mich selbst bemühen und im Netz danach suchen.

Es ist richtig, dass die Linke die PKK Flagge bewusst in der Öffentlichkeit zeigte. Begründet wird dies als Reaktion auf die Aufhebung der Immunität einer Abgeordneten der Linken. Diese hatte im Zusammenhang mit den Ereignissen in Kobane eine der PKK nahen Partei und dessen Flagge in der Öffentlichkeit gezeigt.

http://www.sueddeutsche.de/politik/...ss-sich-fuer-pkk-fahne-verantworten-1.2210234

Diesbezüglich reagierte die Linke als Partei mit folgendem Statement und stellte den Antrag an die Bundesregierung, den Status der PKK als terroristische Vereinigung neu zu bewerten. Dies geschah - und das ist wichtig - als damals die Regierung in der Türkei noch friedlich mit den Kurden über eine Lösung der Konflikte diskutierte. Zu dem Zeitpunkt (2014) ging die Linke davon aus, dass nun friedliche Absichten zwischen den Türken und den Kurden herrschte und man gemeinsam gegen die Machenschaften der IS kämpfe.

http://www.linksfraktion.de/nachric...egen-pkk-unterstuetzung-sind-anachronistisch/

Der Link zum Antrag an die Bundesregierung ist falsch und lautet korrekt:

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/035/1803575.pdf

Man sollte sich die Sachverhalte schon im Kontext durchlesen.
 
Noch nicht alt genug um sich mal allein vor Ort in der Türkei ein Bild zu machen wie mir scheint.....
Klingt ja schon als sei RTE der Befreier für den lang unterdrückten Wunsch nach einem religionsdominierten Leben aller :rolleyes:
Hauptsache die wissen auch alle von ihren nichtexistent geglaubten Gelüsten....
images
 
Und mal konkret: bezüglich der Türkei von einer Islamisierung zu sprechen ist ungefähr so als wolle man einem Mann sein Testosteron andichten, oder?
Das türkische Volk ist von Haus aus konfessionell, ethisch und moralisch von der monotheistischen Religion des Islam geprägt. Diese ist in der heutigen Türkei als Leitkultur zu bezeichnen. Die TSK geht damit konform

Der Begriff Islamisierung wird doch in unserem Sprachgebrauch verwendet,, wenn die Gefahr besteht, dass diese Religion so streng konservativ praktiziert wird dass sie sehr stark negativ auf dass Leben von Nichtgläubigen oder Andersgläubigen und dessen Weltbild eingreift und zwar in einem Land welches bisher liberaler war. Oder liege ich da falsch? Bringt dass was in der Türkei im Moment läuft Frieden ,Gerechtigkeit, und Wohlstand für alle?
Birgt es nicht die Gefahr einer Diktatur in dem die Meinung des Enzelnen nichts mehr wert ist sondern sogar strafbar sein kann. Soll der Staat und vor allem die Geistlichkeit entscheiden wie das Volk denken und leben soll?
 
Diese wurde wohl eher von den verfluchten Terroristen und ihren Netzwerken geöffnet.

Und mal konkret: bezüglich der Türkei von einer Islamisierung durch die AKP zu sprechen ist ungefähr so, als wolle man der CDU eine Christianisierung bzw. Inquisition Deutschlands andichten, oder?
Das türkische Volk ist von Haus aus konfessionell, ethisch und moralisch von der monotheistischen Religion des Islam geprägt. Diese ist in der heutigen Türkei als Leitkultur zu bezeichnen. Die TSK geht damit konform.

Was in diesem Kontext unter der Islamisierung der Türkei zu verstehen ist sollte eigentlich klar sein. Hier zur besseren Verständlichkeit (hier lediglich die Einleitung):

Re-Islamisierungstendenzen und ihre Auswirkungen auf
die Gesellschaft und Politik am Beispiel der Türkei
Esma DURUGÖNÜL*

Die Türkei hat sich, mit der Gründung der Republik und dadurch der
Hinwendung zum Westen für ihren eigenen Weg entschieden. Als
demokratisches und laizistisches Land des Nahen Ostens, dessen
Bevölkerung islamisch ist, kommt ihr die Rolle einer sozio-politischen und
kulturellen Brücke zwischen Orient und Okzident zu. Sie wird jedoch wegen
ihrer geographischen Lage auch von den Entwicklungen in den anderen
Ländern der Region beeinflußt, wie z.B. die Versuche Irans die islamische
Revolution zu exportieren. Die meisten Länder der Region sind zwar
islamisch, aber der Islam artikuliert sich in fast jedem Land politisch anders,
d.h. die kulturellen Werte, die Gesellschaftsstrukturen, und die politischen
Systeme dieser Länder sind unterschiedlich. In diesem Aufsatz wird nach
diesen Feststellungen eine Begriffsklärung vorgenommen und die Türkei als
Fallbeispiel untersucht. Dargestellt werden die islamistischen Strömungen
seit dem Zerfall des osmanischen Reiches und der Gründung der Republik,
sowie die Reformen Atatürks und besonders die politischen Entwicklungen
zwischen 1970-1990. Es wird versucht die Wiederbelebung des Islam in der
Türkei als eine Reaktion auf den rapiden Bevölkerungszuwachs, auf
beschränkte wirtschaftliche Möglichkeiten, Arbeitslosigkeit, mangelnde
Chancengleichheit u.a. sozio-ökonomischen Schwierigkeiten darzulegen.
Mit anderen Worten, wird hier die Reislamisierung in der Türkei als eine
spezifische Antwort auf die allgemeine Krise in der Gesellschaft und die
Suche nach einer Identität verstanden.

Ich möchte bevor ich auf unser Thema eingehe darauf aufmerksam
machen, daß ich es an sich für problematisch halte die Türkei als Beispiel zu
nehmen, wenn es um die islamischen Länder geht. Die Bevölkerung der
Türkei ist zwar islamisch, wie in allen anderen islamischen Ländern, aber
die Türkei stellt eine Ausnahme unter diesen dar und hat eine
Sonderstellung. Sie ist nämlich das am weitesten säkularisiertes Land unter
den islamischen Ländern wo die Religion Privatsache jedes einzelnen ist.
Säkularisierungsversuche, die jedoch nicht so erfolgreich waren, wie die in
der Türkei, gab es auch in Ägypten und Tunesien.


http://dergiler.ankara.edu.tr/dergiler/26/1051/12709.pdf



Scheint mir aber alt zu sein. Man müsste mittlerweile die Vergangenheitsform bemühen.
Die Ausnahmeerscheinung von der hier die Rede ist verblasst zunehmend. Die Türkei gleicht immer mehr anderen islamischen Ländern.
 
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Kann auch mal sinnvoll sein, die Dinge im Makrokosmos zu sehen ;)​
Diese wurde wohl eher von den verfluchten Terroristen und ihren Netzwerken geöffnet.

Oder einfach mal die Augen zu öffnen ;)

Ich frage mich nur weshalb die AKP die verfluchten Terroristen beschützte indem sie dem Militär z.B. die Gefangennahme, Tötung,... untersagt hat. Erdogan sagte später in einem seiner Fernseauftritte, die Gouverneure hätten eigenständig gehandelt. Was für ein Witz!

Ich habe hier einst einen Fall geschildert. Gefangene PKK'ler mussten wieder freigelassen werden. Für das Erschiessen eines PKK'lers wurde jemand aus unserem Bekanntenkreis degradiert. Das zu diesem Thema.
 
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