Mal über Erdoğan plaudern

eruvaer

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Viele sind Wähler und müssen bei Laune gehalten werden. Deshalb muß man aufpassen das sie nicht zu sehr verwestlichen und sich zu sehr integrieren. Sie könnten ja dahinter kommen was Herr Erdogan so anstellt.
Hatten wir nicht mal ausrechnet, dass die Deutschen Wähler kaum Prozente ausmachen... Und die Wahl ohnehin auch ohne Wähler auskäme?
 

sommersonne

Well-Known Member
Das wird er wohl anders sehen. Es zählt jede Stimme ob nun echt oder unecht.;) Sein Vorsprung war ja eher knapp.
Klar könnte man auf die Wahl verzichten. Aber es muß ja schließlich alles mit rechten Dingen und demokratisch zu gehen.:)
 

beren

Well-Known Member
Das wird er wohl anders sehen. Es zählt jede Stimme ob nun echt oder unecht.;) Sein Vorsprung war ja eher knapp.
Klar könnte man auf die Wahl verzichten. Aber es muß ja schließlich alles mit rechten Dingen und demokratisch zu gehen.:)


Man hat ja auch noch viele Verwandte in der Türkei. Zwar müssen nicht alle in einer Familie politisch gleich ticken, aber so etwas zieht natürlich große Kreise nach sich.
 

Mendelssohn

Well-Known Member
Man hat ja auch noch viele Verwandte in der Türkei. Zwar müssen nicht alle in einer Familie politisch gleich ticken, aber so etwas zieht natürlich große Kreise nach sich.
Jedenfalls macht ein Auftritt in Deutschland eine dickere headline in der Türkei (wegen der vielen Verwandten) als in Belgien oder Holland, und zwar unabhängig davon, ob der Auftritt stattfindet oder nicht. Als nicht genehmigter Auftritt erfüllt er vermutlich Erdogans Kalkül. Nur blöde, daß die nummer zum wiederholten Male nicht richtig zieht. So ist es, wenn man auf Ignore steht. Je mehr Gezeter, je tauber das Publikum.
 

Mendelssohn

Well-Known Member
A

K.A. warum er wieder Werbung braucht. Bin seit Anfang Juni raus aus den türkischen Nachrichten, sogar fast aus allen Nachrichten.
Das hilft auch nicht.
Gehe an die Sache pragmatisch rational! Erdogans Autokratie hat ihren Zenit überschritten. Als lahme Ente kann er nichts mehr anrichten, allenfalls sein Scherflein ins Trockene bringen. Es dürfte interessant sein, wer sich in Nachfolgeposition bringt: ein türkischer Islamist oder ein türkischer Europäer. Dazwischen gibt es nichts.
Wenn es Richtung Islamismus geht, könnten wir Erdogan noch nachtrauern, obgleich er die Jungs erst wirklich stark gemacht hat.
 

sommersonne

Well-Known Member
Jedenfalls macht ein Auftritt in Deutschland eine dickere headline in der Türkei (wegen der vielen Verwandten) als in Belgien oder Holland, und zwar unabhängig davon, ob der Auftritt stattfindet oder nicht. Als nicht genehmigter Auftritt erfüllt er vermutlich Erdogans Kalkül. Nur blöde, daß die nummer zum wiederholten Male nicht richtig zieht. So ist es, wenn man auf Ignore steht. Je mehr Gezeter, je tauber das Publikum.

Das glaube ich nicht. Der will ja nicht uns überzeugen sondern seine Landsleute in der Türkei und hier. Das klappt schon noch. Seine Schäfchen hat er schon längst im Trockenen.

Ich glaube auch nicht das er seinen Zenit überschritten hat. Das haben wir in den letzten Jahren schon oft gedacht, gehofft. Er hat sich immer wieder aufgerappelt.
 

Mendelssohn

Well-Known Member
Das glaube ich nicht. Der will ja nicht uns überzeugen sondern seine Landsleute in der Türkei und hier.
Das klappt aber nur, wenn Erdogan sich in internationale headlines bringt - wie zur Zeit des Referendums. Wenn AKP-Publikationsorgane nur sich selbst zitieren können, um Erdogans Größe zu beweisen, dann glaubt das bald noch nicht einmal mehr die AKP. Politische Größe braucht internationale Resonanz. Die hat Erdogan verspielt.
Der Abzug der deutschen Soldaten aus Incirlik hat zu einem Reputationsverlust der Türkei geführt, den allein Erdogan zu verantworten hat. Das mag bei den Verwandten in der Türkei u. U. sogar eher ankommen als bei den Türken hier, die ja von der Politik Erdogans direkt nicht betroffen sind und sich mit ihm durch eine gemeinsame kulturelle Heimat verbunden fühlen, die in Wirklichkeit ziemlich fiktional ist. Denn viel Gemeinsames dürfte es zwischen dem Multimillionär Erdogan und KFZ-Mechatroniker Yilmaz aus Krefeld nicht geben.
 

sommersonne

Well-Known Member
Selbst wenn immer mehr Türken ihm nicht glauben spielt das keine große Rolle. Er hat ein genügend großes Szenario der Angst geschaffen das die lieber den Mund zu machen.

Rein ökonomisch gibt es keine Gemeinsamkeiten zwischen einem türkischen Arbeiter oder Angestellten und Erdogan. Aber der gemeinsame, gerade wieder erweckte (von Erdogan natürlich) und gepriesene Glaube hat genug Verbindungskraft.
 

eruvaer

Well-Known Member
Es dürfte interessant sein, wer sich in Nachfolgeposition bringt: ein türkischer Islamist oder ein türkischer Europäer. Dazwischen gibt es nichts.
Wenn es Richtung Islamismus geht, könnten wir Erdogan noch nachtrauern, obgleich er die Jungs erst wirklich stark gemacht hat.
wenn es in Richtung westlich geht, wird dem armen Tropf alles angehängt werden, was jetzt versemmelt wurde.
die Nachwirkungen von dem Ganzen Theater werden noch jahrelang anhalten.
vielleicht wäre also sogar ein rechtschaffender konservativer hilfreicher,der dann alles zwar wieder in geregelte Bahnen leitet, aber die Früchte davon nicht ernten kann, die dann seinem Nachfolger einem hoffentlich fairen, weltoffenen Wirtschaftswunderkind zugute kommen...

*edit:
@sommersonne da guck? ich träum schon wieder... ;)
 
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