Moslem sein

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AW: Moslem sein

ich glaube nicht, dass diese Leute (und das ist ja mittlerweile fast die Mehrheit der jungen Muslime in Deutschland) den Islam bewusst ablehnen. Sie sind "zu schwach" um danach zu leben, aber ich glaube nicht, dass sie die Existenz Allahs im Geringsten anzweifeln! Und genau das würde für mich den Atheisten ausmachen.
Sie hoffen eher drauf, dass es ja durchaus noch schlimmere Menschen gibt und das Allah mit seiner Barmherzigkeit verzeihen wird. Oder ihnen irgendwann die Kraft geben und den richtigen Weg zeigen wird. Sie haben sich "ihren persönlichen" Islam eben so ausgelegt, dass es am Ende fürs Paradis reicht.

und auch das ist für mich ok, sofern sie andere nicht dafür verurteilen, sich nicht an islamische Regeln zu halten oder nicht religiös zu sein. jeder muss es halt für sich selbs entscheiden.

Eine Userin hat mich via PN auf einen weiteren Ausdrucksfehler meinerseits aufmerksam gemacht. Die Aussage dass man sich den Islam so auslegt wie man eben möchte ist nicht richtig und sollte nicht einfach so stehen bleiben, auch wenn es viele wirklich genauso tun.Enteweder man tut etwas richtig oder eben nicht, man kann sich die Regeln nicht selbst zurechtlegen. Es kann für jeden selbst das Richtige sein, das ja, aber nicht für die Allgemeinheit.Man kann das auf alltägliche Dinge im Leben projezieren,es sind bestimmte Gesetze im Glauben vertreten und an denen lässt sich nicht rumschrauben.

Denn genau diese unbedachte Auslegung führt zu Misverständnissen und begünstigt die Verbreitung falschen Wissens.

Glauben und Religion ist eine festgelegte, geregelte Sache. Dennoch ist jedem selbst überlassen wie er was handhabt. Urteilen dürfen wir darüber nicht, das steht uns nicht zu.

auch wenn es nicht mein vordergründiges Ziel war, dich zu überzeugen, freut es mich natürlich :)

ich kann es verstehen, dass du dich ärgerst, weil dir dein Glaube wichtig ist...Und ich finde es schön, wie leidenschaftlich du davon berichtest....
Das wird sich irgendwann auszahlen - inshalla :wink:

Ich ärgere mich eigentlich nicht, es ist mehr die Enttäuschung darüber dass man sich vieles zu einfach macht und sich selbst nicht treu sein kann. :wink:
Aber wie so oft erwähnt: Jedem das Seine.

Lieben Gruß, Selin
 
AW: Moslem sein

Ich sag, die Bösen sind die Assis, die Frauen in die Burka zwingen oder zu Hause einsperren.:frown:
böse sind die, die religion mißbrauchen um ihr eigenes patriarchat zu sichern, zu unterdücken, zu strafen nach ihren maßstäben oder gewalttaten zu rechtfertigen.
zwang jedweder art ist schlimm wie armselig

was das moslemsein und den glauben überhaupt betrifft: man soll nicht glauben, was man nicht versteht, sondern verstehen, was man glaubt.
was man glaubt, wie man glaubt und warum man glaubt ist dabei jedem selbst überlassen.

ich finde es immer sehr anmaßend, wenn jemand der meinung ist richtiger zu glauben als ein anderer.
das kann ein gläubiger sein, der denkt seine religion wär die einzig wahre oder ein gläubiger, der alle nicht-gläubigen automatisch in der hölle sieht.
oder, auch sehr gerne gesehen, ein gläubiger, der einem mitgläubigen seine religion absprechen will, nur weil er eine andere art zeigt zu glauben, zu handeln, wenn nicht zu denken auch.
alle drei sind mehr als arrogant.

aber genauso ist es anmaßend, wenn ein atheist mir dauernd sagt (was in meinem leben schon einige male vorkam): "wie du glaubst an gott? also ich hätte dich für klüger gehalten!"
mein cousin, seines zeichens libanese und atheist, hat mir das mal gesagt und mit ihm noch viele viele viele andere in meinem leben.
eine kollegin, ältere dame aus polen, die katholisch erzogen wurde und heute atheistin ist, sagt auch gerne in einer diskussion mal zu mir: "also meine religion heisst logik".
die beleidigung der eigenen intelligenz schwingt also fast immer mit.
oder es kommen blöde sprüche deswegen wie, dass frauen, die freiwillig das kopftuch schon (muss nicht mal ne burka sein :wink:) tragen, nur dumm und doof sein können.
die begründung war die emanzipationsbewegung, errungenschaften der rechte der frauen und pipapo.
in anderen worten, wer nicht lebt und denkt wie man selbst, kann nur dumm sein.

also streng gläubige und atheisten geben sich in ihren argumentationsmustern oft nicht wirklich viel.
die einen lachen sich ins fäustchen, weil sie den atheisten in der hölle schmoren sehen und die atheisten lachen sich ins fäustchen, weil sie glauben zu wissen, dass nach dem tod eben nichts kommt ausser eben... nun ja, tod.
und jeder glaubt für sich das richtige zu wissen.

das leben wäre deutlich einfacher, wenn man sich gegenseitig mehr respekt entgegenbringen würde. einfach so mal, ist gar nicht so schwer :wink:
 
AW: Moslem sein

böse sind die, die religion mißbrauchen um ihr eigenes patriarchat zu sichern, zu unterdücken, zu strafen nach ihren maßstäben oder gewalttaten zu rechtfertigen.
zwang jedweder art ist schlimm wie armselig

was das moslemsein und den glauben überhaupt betrifft: man soll nicht glauben, was man nicht versteht, sondern verstehen, was man glaubt.
was man glaubt, wie man glaubt und warum man glaubt ist dabei jedem selbst überlassen.

ich finde es immer sehr anmaßend, wenn jemand der meinung ist richtiger zu glauben als ein anderer.
das kann ein gläubiger sein, der denkt seine religion wär die einzig wahre oder ein gläubiger, der alle nicht-gläubigen automatisch in der hölle sieht.
oder, auch sehr gerne gesehen, ein gläubiger, der einem mitgläubigen seine religion absprechen will, nur weil er eine andere art zeigt zu glauben, zu handeln, wenn nicht zu denken auch.
alle drei sind mehr als arrogant.

aber genauso ist es anmaßend, wenn ein atheist mir dauernd sagt (was in meinem leben schon einige male vorkam): "wie du glaubst an gott? also ich hätte dich für klüger gehalten!"
mein cousin, seines zeichens libanese und atheist, hat mir das mal gesagt und mit ihm noch viele viele viele andere in meinem leben.
eine kollegin, ältere dame aus polen, die katholisch erzogen wurde und heute atheistin ist, sagt auch gerne in einer diskussion mal zu mir: "also meine religion heisst logik".
die beleidigung der eigenen intelligenz schwingt also fast immer mit.
oder es kommen blöde sprüche deswegen wie, dass frauen, die freiwillig das kopftuch schon (muss nicht mal ne burka sein :wink:) tragen, nur dumm und doof sein können.
die begründung war die emanzipationsbewegung, errungenschaften der rechte der frauen und pipapo.
in anderen worten, wer nicht lebt und denkt wie man selbst, kann nur dumm sein.

also streng gläubige und atheisten geben sich in ihren argumentationsmustern oft nicht wirklich viel.
die einen lachen sich ins fäustchen, weil sie den atheisten in der hölle schmoren sehen und die atheisten lachen sich ins fäustchen, weil sie glauben zu wissen, dass nach dem tod eben nichts kommt ausser eben... nun ja, tod.
und jeder glaubt für sich das richtige zu wissen.

das leben wäre deutlich einfacher, wenn man sich gegenseitig mehr respekt entgegenbringen würde. einfach so mal, ist gar nicht so schwer :wink:


Toller Beitrag, Danke!

Jede Religion beruht auf einer Idee und jede Idee wird von den Menschen geprägt, die sie vertreten. Man kann im Namen einer Religion Kriege führen oder Frieden stiften.

Religion ist nicht per se zu verurteilen. Es kommt auf die Menschen an, die eine Religion vertreten und mit Sinn füllen. Glaubenseiferer sind mir genauso suspekt, wie Atheisten die ihren Atheismus wie eine Ikone vor sich hertragen.

2 positive Beispiele, für das was ich meine:

Die Moslembrüder in Ägypten haben ihre Moscheen in Krankenhäuser verwandelt und für jederman geöffnet, der der Hilfe bedarf. In den staatlichen Krankenhäusern werden Verletzte aus dem Krankenlager heraus verhaftet und verschwinden einfach.

Die deutsche Wiedervereinigung wäre ohne mutige Pastoren kaum denkbar gewesen, die ihre Kirchen als Versammlungsorte für die Montagsdemonstranten zur Verfügung gestellt hatten.

Die negativen Beispiele lasse ich einfach mal weg, davon kennen wir alle genug. 8)
 
AW: Moslem sein

Gibt es dann immerhin mal Zweifel, warum solche Dinge passieren müssen?

Da habe ich es dann doch einfacher, kein Gott, kein Plan, alles rein menschengemacht wegen der Gier nach Macht, Geld und Ruhm.

Einfach, ja? Erdbeben, Vulkanausbrüche, Krebs und Aids wegen....
zitiere mal: "wegen der Gier nach Macht, Geld und Ruhm."
Aha.
Ich versuche diese Dinge gar nicht erst zu erklären, weil ich das Ergebnis sowieso nicht herausfinde. genausowenig wie die Frage, was nach dem Tode ist.
Muss man arwarten.
Man kann eben nicht alles verstehen .
 
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