Muslimische Friedhöfe

Faktotum

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AW: Muslimische Friedhöfe

Dir ist aber nicht entgangen, dass sich die meisten Einheimischen hierzulande inzwischen einäschern lassen und daher auf vielen Friedhöfen weitaus weniger Platz benötigt wird, als früher mal gedacht? Soll heißen, die Freiflächen auf deutschen Friedhöfen werden immer größer. Es wäre also durchaus möglich, Muslimen Flächen für ewige Gräber einzuräumen.

Das mag im Osten wohl so sein.
Als Christ darf man sich eigentlich nicht verbrennen lassen.

Bei uns werden jedenfalls die meisten Menschen begraben.

Nicht einfach Sachen behaupten.
Oder gibt es dafür vielleicht Zahlen, die mich überzeugen könnten?

Darüberhinaus kosten Gräber auch sehr viel Geld. Darum sind sie regelmäßig auch nur für 25 Jahre belegt.
Wie teuer ist dann wohl so ein ewiges Grab? Wahrscheinlich nicht schlecht.
Dann müssen Gräber auch "ewig" gepflegt werden. Wer will schon so einen runtergekommenen Friedhof? Sonst kommt der Mann mit dem kleinen orangenen Aufkleber und da stehts dann halt drauf.

Und warum soll meine Oma nach 25 Jahren umgegraben werden und die von Mustafa liegt da für immer?
Ne ne.
 

Melli 2

Well-Known Member
AW: Muslimische Friedhöfe

Das mag im Osten wohl so sein.
Als Christ darf man sich eigentlich nicht verbrennen lassen.

Bei uns werden jedenfalls die meisten Menschen begraben.

Nicht einfach Sachen behaupten.
Oder gibt es dafür vielleicht Zahlen, die mich überzeugen könnten?

Ist im Westen auch so :)
Obwohl man sich als Christ nicht verbrennen lassen darf ( :rolleyes: ), nehmen Feuerbestattungen immer mehr zu.

Hier eine Statistik , wenn auch schon recht alt .

http://fowid.de/fileadmin/datenarchiv/Einaescherungen_Deutschland, 1975-1999.pdf
 
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sommersonne

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Lynx72

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AW: Muslimische Friedhöfe

Das mag im Osten wohl so sein.
Als Christ darf man sich eigentlich nicht verbrennen lassen.
Wo steht das? Nicht einfach Sachen behaupten. Ich wohne übrigens im immer noch mehrheitlich katholischen Köln.

Laut dieser Quelle lassen sich 55% der Deutschen einäschern: http://www.augsburger-allgemeine.de...rstorbenen-wird-eingeaeschert-id14046246.html


Darüberhinaus kosten Gräber auch sehr viel Geld. Darum sind sie regelmäßig auch nur für 25 Jahre belegt.
Weil die Gemeinden sich an den Gebühren gesundstoßen. Wenn Muslime in eigener Regie Friedhöfe betrieben, könnte man ihnen die Gebührengestaltung überlassen.
Muslimische Gräber werden zumeist nicht gepflegt.

Und warum soll meine Oma nach 25 Jahren umgegraben werden und die von Mustafa liegt da für immer?
Verlängere das Grab und Oma bleibt, wo sie ist. Meine Uroma liegt seit ihrem Tod 1965 immer noch da, wo sie beerdigt wurde. Niemand hat sie umgegraben.
 
S

sommersonne

Guest
AW: Muslimische Friedhöfe

Das mag im Osten wohl so sein.
Als Christ darf man sich eigentlich nicht verbrennen lassen.

Bei uns werden jedenfalls die meisten Menschen begraben.

Nicht einfach Sachen behaupten.
Oder gibt es dafür vielleicht Zahlen, die mich überzeugen könnten?

Darüberhinaus kosten Gräber auch sehr viel Geld. Darum sind sie regelmäßig auch nur für 25 Jahre belegt.
Wie teuer ist dann wohl so ein ewiges Grab? Wahrscheinlich nicht schlecht.
Dann müssen Gräber auch "ewig" gepflegt werden. Wer will schon so einen runtergekommenen Friedhof? Sonst kommt der Mann mit dem kleinen orangenen Aufkleber und da stehts dann halt drauf.

Und warum soll meine Oma nach 25 Jahren umgegraben werden und die von Mustafa liegt da für immer?
Ne ne.


Nun bist Du es selbst der hier einfach "Sachen" behauptet, ohne Zahlen zu bringen.
Mir würdest Du ja vielleicht nicht glauben, so ganz ohne Zahlen, aber wohl hoffentlich Melli.

Die muslimischen Familien haben in den meisten Fällen viel Nachkommenschaft, so daß immer jemand da ist, der die Gräber pflegen könnte und das Geld muß ja nicht auf einmal bezahlt werden, sondern jährlich - jedenfalls im Osten.

Wenn genug Platz wäre in Deutschland, dann würde das schon gehen mit den ewigen Gräbern. Aber leider wird der Platz ja auch gebraucht für Parkplätze, Supermärkte usw.

Es kann auch nicht jeder freie Platz zum Friedhof gemacht werden. Schon wegen dem von Solresol angeführten Grundwasser.
 

Lynx72

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Faktotum, ich vermisse noch einen Beweis dafür, dass Christen sich nicht einäschern lassen dürfen.
 
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Laledevri

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AW: Muslimische Friedhöfe

Quer durch die Bibel finden sich die unterschiedlichsten Bestattungsformen. Die von Philistern geschändeten Leichname des Königs Saul und seiner Söhne wurden verbrannt. Josua ließ einen, der den Zorn Gottes über das Volk gebracht hatte, steinigen und dann verbrennen. Feinde ließ man auf dem Feld liegen und verwesen. Dennoch wurden die Körper meist begraben. Auch die Römer bevorzugten die Erdbestattung.

Gott sagt zu Adam "Staub bist du, Staub wirst du." Damit kann der Verfall des Körpers gemeint sein, wenn man aber das original hebräische Wort aphar zugrunde legt, kann das Staub, Erde, Boden, aber auch Asche heissen. Gleichwohl gibt es aber auch andere Stimmen: Feuer hat in der Bibel traditionell die Gottlosen befallen (Sodom und Gomorrha, Herden und Knaben Hiobs, Ägypten), tritt als Strafe und Reinigung auf. Also sollte man die Toten nicht verbrennen. Trotz allem gibt es meines Wissens nach keinen Vers der explizit eine Feuerbestattung verbietet. Es handelt sich dann wohl eher um Tradition als Gebot. Und natürlich ist viel Interpretation dabei.

Da die Katholiken ja etwa von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel sprechen, könnte man versucht sein zu glauben, daraus leite sich das Einäscherungsverbot (das es so nicht gibt) ab. Denn wie soll Asche leiblich in den Himmel auffahren? In den Korintherbriefen (schlag mich bitte tot mit der genauen Stelle) wird das präzäsiert, sinngemäß heisst es da, es wird von Gott ein irdischer Leib gesäat, aber auferstehen wird ein geistlicher.
 
L

Laledevri

Guest
AW: Muslimische Friedhöfe

Es stimmt schon, dass Christen sich nicht einäschern dürfen. das ist allerdings biblisch nicht begründet.

http://www.bibelstudien-institut.de...als-christ-nach-seinem-tod-verbrennen-lassen/


Ehm ja. Ich bin nur mit freikirchlichen Quellen immer sehr vorsichtig. Die drehen sichs ja alle so, wie sie es brauchen. Und was für diese Hardliner gilt, ist für Otto Normalkatholik und Hans Normalprotestant nicht zwingend bindend.
Trotz allem wird hier ersichtlich, dass es für Christen nicht DIE eine Meinung gibt, entweder sagts der Papst, der Prediger oder wer auch immer, was am Ende passieren soll.
 
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