Liebe Marion,
so wie du es beschreibst, kann ich deine Worte auch nachvollziehen. Und ehrlich gesagt empfinde ich deine "innere Größe" damit umzugehen wirklich gut.
innere grösse??..ich weiss nicht..eigentlich find ich gar nicht das ich die habe..die hätte ich wohl eher wenn ich sie lieben könnte....
und ich war selber schon viel weiter von ihr weg..als jetzt...
zurückgebracht hat mich eigentlich mein askim....( denn alle anderen sagen im gegensatz zu ihm immer..die frau geht ja gar nicht..wie du das nur aushälst)..
er dagegen schaute mich an, als ich ihm davon erzählte..
er hat mal wieder völlig anders gesprochen..zumindest so, das ich mal wieder zum nachdenken angeregt wurde..
nutzt ja nu alles nichts..
sie ist halt meine mutter..
mehr hat er gar nicht gesagt....
Von dieser Warte aus betrachtet bin ich unheimlich dankbar für meine Mum. Obwohl auch wir nicht wenige Auseinandersetzungen hatten und meine Kindheit auch nicht immer so rosig war, nein ganz und gar nicht.
Allerdings haben wir uns nie wirklich entzweit und es irgendwie geschafft, wie erwachsene Menschen miteinander umzugehen.
Diese Probleme, die hier beschrieben werden hatte ich eher mit meinem Vater. Das Verhältnis zwischen ihm und seinen Kindern ist erst seit dem Tod meiner Mutter besser und entspannter geworden. Das liegt aber auch daran, dass er sich extrem gewandelt hat - was in einem Alter von um die 60 nicht wirklich einfach ist.
mit meinem vater hatte ich immer das bessere verhältnis..klar haben wir uns auch gefetzt ohne ende..aber das leben, das hat er mir beigebracht....
nur hat es meine mutter leider geschafft, das ich das lange nicht gesehen habe..
denn sie lag mir ja permanent in den ohren..wie schlecht sie es doch hat..selbstmitleidig..
mein vater war alkoholiker...nicht nur meine mutter hat darunter gelitten..ich mit sicherheit auch...aber sie hat die möglichkeit der veränderung gehabt..ich nicht.
und dann auch noch bei der tochter über den vater schlecht reden..nicht schlecht in der form als mensch..
sondern schlecht in der form..wie schlecht es ihr doch geht..weil er trinkt..
wie schlecht doch ihr leben in dieser ehe ist..weil er ja trinkt..
wie mies ihr die urlaube doch gemacht werden..weil er ja trinkt..
so verschob sich mein bild, meines vaters, im laufe der jahre..
von einem mann, den ich als kind angebetet habe, zu einem menschen der böswillig seine familie zerstört..
als er dann starb, war ich nur wütend auf ihn..das er mutter verlässt und sitzen lässt, weil er seinen suff nicht unter kontrolle hat.
und auch wütend, das ich nun in der pflicht bin, eine unselbständige frau weiter zu bekümmern..eine frau, die mich nie losgelassen hat..die mir nie die chance gegeben hat mal zu gehen..( und sei es bei eigenem hausstand bis zu 3 anrufe täglich!! )
heute bin ich wütend auf meine mutter, das sie mir, meinen vater so vermiesst hat, weil sie selbst nicht frau genug war, konsequent zu sein..
Deine Mutter scheint einem anderen, besseren Leben nachzutrauern. Das ist schade und dass sie dir ihr vepfuschtes Leben vorwirft ist mit das schlimmste, was ich mir vorstellen kann.
Ich denke, so wie ich dich kenne, hast du versucht das zu klären. Was wohl in die Hose ging. Aber vielleicht gibt es ja noch eine Möglichkeit, dass sie dir sagt, warum sie so denkt.
ich hab vieles versucht zu klären..aber was hilft es, wenn du einen menschen vor dir hast..der dir einfach nicht zuhört..
sie antwortet dann einfach nicht..
und wenn doch..dann zickig...
nö, ich habs dran gegeben..
ich wohn in meinem erbteil, werde irgendwann alles übernehmen..dann verticken..und hoffe, dann endlich die freiheit zu haben, die mir wichtig ist, und die meine mutter nicht bereit ist zu geben..
Ansonsten empfinde ich es trotzdem als stark, dass du sie trotz alledem nicht im Stich lässt.