Frau Flodder hat es schon in ihrem ersten Beitrag eher beiläufig erwähnt:
Und ich denke, das ist der Knackpunkt. Ich habe überwiegend die Erfahrung gemacht, dass es tausend-plus Gründe geben kann, wieso es zwischen zwei Menschen funzt und wenn das erst einmal geschehen ist, dann werden all die vermeintlichen Nogos geflissentlich übersehen, manche mutieren sogar zu ausdrücklichen Qualitäten des anderen.
Da sollte sich niemand etwas vormachen, wenn der Funke erst einmal übergesprungen ist, dann sind all diese Nogo-Überlegungen für die Katz. Es mag schon sein, dass das eine oder andere vermeintliche Nogo das Überspringen des Funken erschwert und letztlich in der Summe eben auch verhindert, aber grundsätzlich ist die zwischenmenschliche Anziehung eine so hochkomplexe und vielschichtige Angelegenheit, dass sie sich kaum auf eine Formel mit einigen wenigen Nogo-Parametern reduzieren lässt.
Ich denke, solche rationalen Überlegungen stehen dem Glück und den Emotionen nur im Wege. Erinnert ihr euch an die Szene aus dem Film Good Will Hunting, in der Robin Williams von den Marotten seiner verstorbenen Frau erzählt und dass es gerade solche Kleinigkeiten sind, das Wissen um die Schwächen des Partners, die die Beziehung auf die Dauer so wunderbar machen. Es kann also durchaus sein, dass die vermeintlichen Nogos den Funken über Jahre erst aufrechterhalten, so er denn überhaupt erst übergesprungen ist.
Deswegen würde ich in solchen Angelegenheiten empfehlen: hört auf euer Herz! Solche Entscheidungen sollten nicht im Kopf fallen, schon gar nicht zwischen den Beinen, sondern irgendwo mittig zwischen den beiden, wo das Herz und die wahren Gefühle verortet sind. Meine bescheidene Meinung dazu.