Parlamentswahl Türkei November 2015

beren

Well-Known Member
Der Spiegel schreibt:

Erdogan besucht am Morgen nach dem klaren Wahlsieg eine Moschee in seiner Heimatstadt Istanbul. Sicherheitsleute umringen ihn und halten Hunderte von Fans und Dutzende Journalisten auf Distanz. Erdogan ist in Redelaune. Er holt aus zur Kritik gegenüber dem Ausland. "Warum respektieren die internationalen Medien nicht unseren nationalen Willen?", fragt er.

Von sich selbst in der dritten Person sprechend, erklärt der Präsident: "Sie zeigen uns seit jenem Tag, an dem das türkische Volk Erdogan mit 52 Prozent zum Präsidenten wählte, keinen Respekt. Bis heute nicht. Man muss sie fragen: Ist das euer Verständnis von Demokratie?"


Weiß jemand aus der türkischen Presse, dass er das so gesagt hat oder ist das ein Übersetzungsfehler?



Die Türken reden gerne von sich in der dritten Person.
Das ist nichts was jetzt betont werden sollte.
Ich mag das bei den Türken auch nicht, kommt mir komisch vor.


 

beren

Well-Known Member

Überall waren noch ungezählte Säcke mit Wahlzetteln als schon das Endergebnis bekannt gegeben wurde.


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Pitane

Gesperrt
Ich werde die Wahl dort in keinster Weise kritisieren, dass steht mir als deutscher überhaupt nicht zu, weil das allein eine Angelegenheit der Türken ist.
Die meisten Wissen doch, dass die AKP ein Garant für Meinungs- und Religionsfreiheit ist, außerdem ist die wirtschaftliche Stabilität eigentl. nur unter der AKP garantiert. Eine Änderung der Verfassung muß eigentl. auch nicht befürchtet werden, denn RTE regiert von seinem Palast aus sowieso wie er will.
 

beren

Well-Known Member
Die meisten Wissen doch, dass die AKP ein Garant für Meinungs- und Religionsfreiheit ist, außerdem ist die wirtschaftliche Stabilität eigentl. nur unter der AKP garantiert. Eine Änderung der Verfassung muß eigentl. auch nicht befürchtet werden, denn RTE regiert von seinem Palast aus sowieso wie er will.


Das denke ich mir auch, warum ändern überhaupt. :D:D:D
Nicht nötig, ist Zeitverschwendung.


 

beren

Well-Known Member
...


Was geht Deutschland das an?

Die Türkei ist das wichtigste Brückenland für Flüchtlinge und Migranten aus Syrien, dem Irak, dem Iran und Afghanistan. In der Türkei leben offiziellen Angaben zufolge mehr als zwei Millionen Flüchtlinge. Ankara soll zum wichtigen Partner beim Umgang mit Flüchtlingen werden, die über die Türkei und die Balkanländer nach Deutschland kommen. Stabile innenpolitische Verhältnisse wären dafür enorm wichtig.

Ob die Türkei undemokratischer und autoritärer wird, ob Presse- und Meinungsfreiheit immer weiter eingeschränkt werden, ist nicht zuletzt deshalb interessant, weil die Türkei sich um die EU-Mitgliedschaft bemüht und die Beitrittsverhandlungen laut Kanzlerin Angela Merkel beschleunigt werden sollen. Zudem ist die Türkei NATO-Mitglied und müsste im Bündnisfall auch von deutschen Soldaten verteidigt werden. Ein solcher Bündnisfall kann in der aufgewühltesten Ecke der Welt nicht ausgeschlossen werden.


http://www.tagesschau.de/ausland/tuerkei-vor-der-wahl-101.html
 

Doris

Well-Known Member
EU-Vertreter zeigten sich in einer ersten Reaktion erfreut über den Verlauf der Parlamentswahl. Die hohe Wahlbeteiligung untermauere, dass das türkische Volk die demokratischen Prozesse unterstütze, teilten die Außenbeauftragte Federica Mogherini und der für Nachbarschaftspolitik zuständige EU-Kommissar Johannes Hahn an diesem Montagmorgen in Brüssel mit.

Quelle FAZ

Besteht in der Türkei nicht Wahlpflicht?
 
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