AW: Ramadan - physische/psychische Belastung?
Zuersteinmal möchte ich betonen, falls das nicht klar rüberkam: Er ist nicht mein Freund! Wir sind in der Kennenlernphase...
Niemand kann von dir erwarten dich in allenn Kulturen/Religionen dieser Welt auszukennen. Ausserdem konntest du ja nicht wissen das du dich in einen Moslem verlieben wirst. Zeit um dich über die Religion zu informieren hast du ja genug- falls das interesse deinerseits besteht- dann kein problem. Was Ceykan sagt ist mir auch schon durch den Kopf bevor er es geschrieben hat.
Ist er denn ein Moslem welcher seine Religion sehr auslebt? Da du ja keine Moslema bist- stellt das für ihn kein problem dar? Habt Ihr darüber auch schon gesprochen? Es ist nicht immer leicht in einer Beziehung zwei Religionen zu vereinen wenn diese von einem Partner sehr aktiv augelebt wird. Wenn man sie eher in einer "light" version lebt, dann ist man eher auch zu kompromissen bereit. Ich bin zwar das Resultat aus einer Binationalen Beziehung, muss aber sagen, das ich eher Islamisch erzogen wurde obwohl mein Vater Römisch Katholisch war. Es wurden keine Kompromisse gemacht wie das man Ramadan UND Weinachten feiern könnte.
Inwiefern bist du bereit ihm in seiner Religion entgegenzukommen? Bist zu kompromissbereit? Ist er es?
Hallo GülPembe!
Vielen Dank für diesen Beitrag! Muss dazu allerdings sagen, dass dieses Thema noch LÄNGST nicht spruchreif ist. Wir kennen uns wirklich erst ein paar Wochen, haben zwar schon über unsere Religionen gesprochen, aber war sonst eher so "7.-Himmel-Feeling". Sind ja auch nicht zusammen, das wollte ich mal betonen... Wir sprechen halt sehr viel über unsere Träume, er erzählt mir auch viel von der Türkei, wo er herkommt usw. (aber er hat da nie gelebt).
Anonsten, was er mir erzählt hat: Er ist nicht "streng" muslimisch, geht auch manchmal sogar in die christliche Kirche (nicht Gottesdienst, einfach so), er lebt auch ganz normal wie jeder andere wohl auch, manchmal Freitagsgebet, Ramadan halt. Aber genau weiß ich das noch nicht...
Zu mir: Ich interessiere mich ganz stark für seine Religion, jetzt nicht nur wegen ihm. Interessiere mich generell für Religion und sehe das ganze auch kritisch (auch meine eigene Religion). Hab eine Freundin, die kath. Theologie studiert, mit der diskutiere ich auch des Öfteren. Wäre auch auf jeden Fall bereit, seine Religion kennenzulernen, interessiere mich auch generell für die türkische Sprache - lass mir schon so einiges beibringen.
Wie genau er aber danach lebt, kann ich noch nicht beurteilen.
Im Moment denke ich auch eher, dass es vielleicht nur jetzt eine "Liebelei" seinerseits war (obwohl er mir am Sonntag geschrieben hat, dass er mich liebt - was ich allerdings schon etwas verfrüht fand...). Ich weiß nicht, was ich von all dem halten soll. Ich habe ihm von meinen Zweifeln erzählt, aber er sagt, er sage nur das, was er denkt. Das habe ich dann mal so hingenommen. Ich gehe mit soeinem Wort aber etwas vorsichtiger um.
V.a. aber bin ich im Moment misstrauisch, wie sich aus meinen Postings ja entnehmen lässt. Der Anlass liegt auf der Hand...
Aber wie gesagt, die Zukunft ist noch in weiter Ferne... Dass es Probleme gäbe - ich betone gäbe - wäre aber ohnehin klar, da meine Eltern einer interkulturellen Beziehung (insbesondere mit islamischem Teil) sehr skeptisch gegenüber stehen, da sie häufig in islamischen Ländern gelebt haben (Türkei, Iran) wegen des Jobs meines Vaters damals. Ich selbst habe auch mal in der Türkei gelebt (Istanbul - da leben auch seine Verwandten), da war ich aber noch sehr klein.
Nun ja, aber über sowas habe ich mir noch nicht sooo viele Gedanken gemacht, da eben alles noch recht frisch ist und ich ja mir nicht so sicher bin, ob er das, was er sagt, alles ernst meint - auch wenn er das betont. Bin am Anfang grundsätzlich skeptisch.