Ramadan - physische/psychische Belastung?

Melek85

New Member
AW: Ramadan - physische/psychische Belastung?

Selam Cyrella,

Also ich faste seit ich 14 Jahre alt bin (ich bin Deutsche Muslima). Heute bin ich 22 Jahre alt und verheiratet.Also ich ich denke das mein Mann und ich nicht anderst sind während der Fastenzeit bzw. ich hoffe es :-D
Hoffe das du deine ` Beziehung` nach der Fastenzeit klären kannst und du wieder ein paar ruhigere Tage hast.

Liebe Grüße, Melek
 

Cyrella

New Member
AW: Ramadan - physische/psychische Belastung?

Danke :), mir geht es wirklich schon viel besser; bin auch schon viel ruhiger und hab in den nächsten Tagen ja auch Ablenkung. Ich denke, es war das Reinsteigern in die Sache. Das Einzige, was mich etwas stört, ist, dass ich diese und letzte Nacht sehr intensiv von ihm geträumt habe und wache dann morgens auf und weiß erst nichtmal, ob es wahr war oder Traum. Aber das vergeht auch noch.

Zum Fasten generell: Ich finde, jeder kann auf seine eigene Art und Weise fasten bzw. jede Methode des Fastens sollte respektiert werden, denn Zweck ist immer der Verzicht auf etwas für Gott bzw. um sich darüber klar zu werden, dass materielle Dinge nicht das Wichtigste im Leben sind und um zur Besinnung zu kommen. Das Spenden für Bedürftige ist ja dafür eine andere Säule des Islams.
Ich habe auch gelesen, dass es nicht Sinn und Zweck des Fastens ist, dass man sich dafür abends/nachts "den Bauch vollschlägt", wie es von vielen angenommen wird und teilweise vielleicht auch praktiziert wird, da der Körper nach einem ganzen Tag ohne Essen und Trinken gar nicht mehr so viel aufnehmen würde. Aber wie das tatsächlich aussieht, weiß ich natürlich nicht.
 
C

Carrie

Guest
AW: Ramadan - physische/psychische Belastung?

Guten Morgen

Nochma zum Thema "teilen" und so.

Heute Morgen wurde in den Nachrichten gezeigt, wie eine indonesische Familie versprochen hatte, jeder armen Person die sich vor ihrem Haus präsentiert, umgerechnet 4euro zu geben.

Die Masse könnt ihr euch bestimmt vorstellen, Bilan der Geschichte: 23 Tote

Habe mich nachträglich nochmal informiert und nach mehreren Meinungen in meinem Umfeld so wie im Umfeld meines Mannes, findet ein hoher Prozentsatz, das der Ramadan überaltet ist und nichts bringt ausser Qual und vor allem Ärger mit den Menschen um einen herum (Freundin, Arbeitgeber...)

Liebe Cyrella, an dieser Stelle habe ich an dich gedacht, und die meisten (vor allem jüngeren) türkischen männer, antworteten, das sie es nicht tun würden, wenn jemand darunter leiden müsste, was sind 4 Wochen wenn dadurch eine Beziehung in die Brüche geht!

So wurde gestern auch seltsamerweise in den französischen Nachrichten gemeldet, das der Einsatz der Polizisten in den grossen Quartiers (wie in Paris oder Marseille) während des Ramadans verstärkt werden müssen, da in dieser Zeit die Gewaltquote häufig ansteigt!
Und so sollte es doch nicht sein, oder???

Schon seltsam dieser ramadan, aber irgendwie finde ich und 90% der Interviewten (es handelt sich um ca 30 Personnen), das diese Fastenzeit mehr negative als positive Folgen mit sich bringt!

Jedem das seine, möge Gott eurer Seele gnädig sein und die Fastenden auf ihrem Weg begleiten!
 

Dine

Well-Known Member
AW: Ramadan - physische/psychische Belastung?

Liebe Carrie

Die Fastenzeit im Islam, der Ramadan, ist nichts schlechtes - wenn man ihn richtig hält... Es geht genauso wie auch in der katholischen Fastenzeit um Verzicht, und auch darum, ärmeren zu helfen (wem das finanziell möglich ist). Ja, man darf in der Nacht alles - aber man verzichtet doch den ganzen Tag darauf. Und ich empfinde es als etwas schönes, wenn meine Schwägerin neben mir steht während ich Koche und sagt "ich liebe den Geruch dieser Tomate. Erst jetzt fällt mir wieder einmal auf, wie wertvoll sie ist".

Wer hingegen im Ramadan schlecht gelaunt ist, und sein Fasten andauernd in den Vordergrund stellt, der fastet für mich nicht so, wie es sein sollte.

Aber ein friedliches Fasten, weil man es selbst möchte aus den richtigen Gründen, ist etwas schönes. Ob es nun Ramadan oder Fastenzeit sei. Ich erlebe den Ramadan in der Türkei auf jeden Fall immer als etwas angenehmes. Auch wenn nicht alle gleich gut damit umgehen können.

Ich selbst bin katholisch, nicht wirklich aber es steht so auf dem Papier und ich faste nicht. Lieber gebe ich mal einem armen Menschen einen Batzen, oder rede einfach mit einem alten Menschen, der einsam ist.



LG
Dine
 
C

Carrie

Guest
AW: Ramadan - physische/psychische Belastung?

Hey jo Dine

Schön geschrieben, und du hast Recht.

Ich werde meine Meinung zum Ramadan trotzdem nicht ändern...Ich respektiere jeden der es tut, aber ich selber halte nichts von ihm, und werde es auch nie tun!!!
Er hat bestimmt gute Aspekte, klar, aber leider viel zu viele die ich als unnützlich oder unangebracht betrachte.

Das soll aber meine Meinung bleiben, jeder soll nach seiner Facon glücklich werden...peace


PS: Und von wegen Fasten, medezinisch gesehn ist diese Art von Fasten, das Schlimmste was man seinem Körper antun kann.
 

Melek85

New Member
AW: Ramadan - physische/psychische Belastung?

Hallo Dine,

bei mir ist es auch so, wenn ich faste und dann einkaufen gehe, dann rieche ich Dinge dir mir sonst gar nicht auffallen und dann merke ich erst wie viel ich esse am Tag (wenn ich nicht faste ) :roll:
Es sollte jeder selbst entscheiden ob er fastet oder nicht. Hier bei uns in der Stadt gab es mal ein kleines Mädchen (so ca.11 Jahre alt) die auch fasten musste weil die Mutter das wollte so etwas finde ich natürlich sch...

Schönen Tag wünscht euch Melek
 

Cyrella

New Member
AW: Ramadan - physische/psychische Belastung?

Hey Leute,

mache heute mal einen Fastentag :). Würde zwar nach den islamischen Regeln aus bestimmtem Grund nicht gelten, aber bin ja auch Christ... Hab heut Morgen aber schonmal was falsch gemacht mit dem Essen, denke ich, weil mir eine Stunde später (so gegen 6 Uhr) ziemlich übel war (hab wohl zu durcheinander gegessen). Oder ist das normal? Aber im Moment geht's mir noch gut und mach's ja nur einen Tag. Möchte mal sehen, wie das ist... Bitte nicht denken, ich sei verrückt :). Ich finde die Erfahrung einfach mal ganz interessant.

Was isst man denn normalerweise morgens und abends? Rein aus Interesse, ich mach das bestimmt vorerst nicht nochmal :).

Gruß
 

Sithnoppe

Moderator
AW: Ramadan - physische/psychische Belastung?

Ich faste nur, wenn ich abnehmen will!!!

Es soll ja Menschen geben, die behaupten, dass Fasten eine sprituelle Erfahrung ist.
Was natürlich vollkommen richtig ist: wenn der Blutzuckerspiegel zu stark sinkt, dann fängt man an zu halluzinieren. :wink:
 

Sommer2000

Gesperrt
AW: Ramadan - physische/psychische Belastung?

Ich faste nur, wenn ich abnehmen will!!!

Es soll ja Menschen geben, die behaupten, dass Fasten eine sprituelle Erfahrung ist.
Was natürlich vollkommen richtig ist: wenn der Blutzuckerspiegel zu stark sinkt, dann fängt man an zu halluzinieren. :wink:

Man nimmt doch nicht vom Fasten, also so wie es am Ramadan praktiziert wird, ab Doc.
Kann ja garnicht angehen. Man isst sich am Abend voll wie ne Kuh und dann steht man mitten in der Nacht auf und isst nochmal und legt sich schlafen.
Wie soll so etwas denn gesund sein? Und wenn man bedenkt dass man bei der Hitze auch noch kein Wasser trinkt. Neee, nichts fuer mich.
 

Farina

Well-Known Member
AW: Ramadan - physische/psychische Belastung?

Hey Leute,

mache heute mal einen Fastentag :). Würde zwar nach den islamischen Regeln aus bestimmtem Grund nicht gelten, aber bin ja auch Christ... Hab heut Morgen aber schonmal was falsch gemacht mit dem Essen, denke ich, weil mir eine Stunde später (so gegen 6 Uhr) ziemlich übel war (hab wohl zu durcheinander gegessen). Oder ist das normal? Aber im Moment geht's mir noch gut und mach's ja nur einen Tag. Möchte mal sehen, wie das ist... Bitte nicht denken, ich sei verrückt :). Ich finde die Erfahrung einfach mal ganz interessant.

Was isst man denn normalerweise morgens und abends? Rein aus Interesse, ich mach das bestimmt vorerst nicht nochmal :).

Gruß

Hast Du vielleicht versucht, alles, was Du sonst tagsüber isst, "vorzuessen"? :wink:

Ich nehme an, dass man morgens und abends isst, was man mag. Ist aber sicher empfehlenswert, nicht so schwere Sachen zu essen, wenn der Magen den ganzen Tag nichts bekommen hat.

Ich selbst finde diese Art des Fastens aus medizinischer Sicht nicht optimal, insbesondere, da auch auf Flüssigkeit verzichtet werden soll. Denke hier auch an die Schulkinder, wo doch immer betont wird, wie wichtig Flüssigkeit für die Konzentrationsfähigkeit und die Leistung des Gehirns ist.
 
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