Regierungskrise in Deutschland 2018

Ist das richtig, daß die CSU droht, die Regierung an der Asylfrage platzen zu lassen?

  • Ja, das war schon längst überfällig

    Votes: 8 57,1%
  • Nein, das ist es nicht wert

    Votes: 6 42,9%
  • Keine Ahnung, ich blicke da nicht durch

    Votes: 0 0,0%

  • Total voters
    14

Alubehütet

Well-Known Member
Jetzt beschleicht mich ja doch das Gefühl, ob wir uns alle verbessern werden. Spahn und Merz, die beiden wären mir nicht recht.
Die werden es ganz bestimmt nicht. :)

Zum einen: Die Union wieder nach rechts zu verschieben, das war das Projekt von Söder / Dobrindt / Seehofer. Das Ergebnis ist bekannt.

Vor allem aber: Gegenwärtig geht jenseits der GroKo nichts ohne Union und GRÜNE. Die Union wieder konservativer machen ginge nur, wenn alternativ zu den GRÜNEN die AfD als koalitionsfähig gälte, und das ist die noch lange nicht. Nicht im öffentlichen Ansehen, aber auch noch nicht im gegenwärtigen "Gärungszustand". So aber gibt es keine Machtoption für Spahn oder Merz.

Merz sucht Aufmerksamkeit und Achtungserfolg. Er will wieder dabei sein. Aber nicht als Kopf. Dafür hat er nicht genug Charisma, und das weiß er. Er will nicht der Nachfolger Merkels werden, sondern Schäubles.
 
Zuletzt bearbeitet:

Alubehütet

Well-Known Member
Habe ich ganz anders empfunden. Er hat doch erreicht was er wollte: Er hat sie zermürbt, ihre Regierung zerschossen, er hat seine Ämter noch, selbst sein Maaßen ist noch im Amt.
Seehofer ist lame duck. Mit seinem Grenzüberwachungs-Stunt hatte er noch die ganze CSU hinter sich, die sich hinter seinen 65-Punkte-Plan stellte, ohne ihn zu kennen. Die Maaßen-Nummer ist er nur auf eigene Rechnung gefahren. Mit dem nächsten Punkt ist er weg.

Historisch ist Merkel die erste Kanzlerin, die ihre Nachfolge selber gebacken gekriegt haben wird, kein Chaos hinterlassen. Das tagespolitische Klein-Klein mit Seehofer ist irrelevant. Sie wäre auch ohne ihn 2021 nicht mehr angetreten.
 

EnRetard

Well-Known Member
Die werden es ganz bestimmt nicht. :)

Zum einen: Die Union wieder nach rechts zu verschieben, das war das Projekt von Söder / Dobrindt / Seehofer. Das Ergebnis ist bekannt.

Vor allem aber: Gegenwärtig geht jenseits der GroKo nichts ohne Union und GRÜNE. Die Union wieder konservativer machen ginge nur, wenn alternativ zu den GRÜNEN die AfD als koalitionsfähig gälte, und das ist die noch lange nicht. Nicht im öffentlichen Ansehen, aber auch noch nicht im gegenwärtigen "Gärungszustand". So aber gibt es keine Machtoption für Spahn oder Merz.

Merz sucht Aufmerksamkeit und Achtungserfolg. Er will wieder dabei sein. Aber nicht als Kopf. Dafür hat er nicht genug Charisma, und das weiß er. Er will nicht der Nachfolger Merkels werden, sondern Schäubles.
Merz sitzt nicht im Bundestag, sondern in einer Anwaltskanzlei in Düsseldorf. Nachfolger Schäubles werden könnte er erst nach der nächsten Bundestagswahl. Und dermaßen konfrontative Politiker werden nicht Grüßaugust. Zumal er sich gerade dumm und dämlich verdient. Der würde bestimmt nicht seine wertvolle Arbeitszeit mit "Ich rufe Drucksache dingsdabums" und "Das Wort hat der Herr Abgegordnete Schnarchsack" vergeuden. Wenn der noch mal nach Berlin umzieht, dann um Kanzler zu werden.
Was Spahn angeht, teile ich deine Auffassung. Der Mann ist mit seinem permanenten Muslim-Bashing nicht andockfähig bei den Grünen. Für eine vaterländische Koalition müsste die AfD ihren Nazi-Flügel amputieren, was ihr Wählerpotential halbieren würde und sie in eine direkte Konkurrenz zur Lindner-Bewegung brächte. Und three queens bei der Audienz im Buckingham Palace, wenn Spahn dort mit Ehemann in London zum Staatsbesuch aufschlüge, wären wahrscheinlich dem alten katholischen Kern der Union zu viel.
 

EnRetard

Well-Known Member
Merkel hat 2015 das Land gespalten wie zuvor nur Willy Brandt mit seinen Ostverträgen.
Und wird wie er dafür gehaßt in nie bekannten Ausmaß.
Die Geschichte wird ihr Recht geben, so wie sie dem Verzichtspolitiker Brandt Recht gegeben hat.
Brandts Ostpolitik hat das Land gespalten, sie hat die Revanchisten auf die deutsche Eiche gebracht, aber sie stand dem größten Wahlsieg der SPD 1972 nicht entgegen.
 

Alubehütet

Well-Known Member
Merz sitzt nicht im Bundestag, sondern in einer Anwaltskanzlei in Düsseldorf. Nachfolger Schäubles werden könnte er erst nach der nächsten Bundestagswahl. Und dermaßen konfrontative Politiker werden nicht Grüßaugust. Zumal er sich gerade dumm und dämlich verdient. Der würde bestimmt nicht seine wertvolle Arbeitszeit mit "Ich rufe Drucksache dingsdabums" und "Das Wort hat der Herr Abgegordnete Schnarchsack" vergeuden. Wenn der noch mal nach Berlin umzieht, dann um Kanzler zu werden.
Schäuble hat das Land durchaus genauso geprägt wie Merkel. Frag mal die Griechen. Die BRD ist nicht nur der Kanzler. Unter Laschet Schäuble zu werden mit weitgehend freier Hand ist durchaus attraktiv.
 

Bintje

Well-Known Member
Merz sitzt nicht im Bundestag, sondern in einer Anwaltskanzlei in Düsseldorf. Nachfolger Schäubles werden könnte er erst nach der nächsten Bundestagswahl. Und dermaßen konfrontative Politiker werden nicht Grüßaugust. Zumal er sich gerade dumm und dämlich verdient. Der würde bestimmt nicht seine wertvolle Arbeitszeit mit "Ich rufe Drucksache dingsdabums" und "Das Wort hat der Herr Abgegordnete Schnarchsack" vergeuden. Wenn der noch mal nach Berlin umzieht, dann um Kanzler zu werden.

merkel opfer xtra3.jpg

Quelle: https://www.facebook.com/extra3/photos/a.126985678917/10156184189343918/?type=3&theater

Davor wäre noch was zu klären: Kann ein Mann Bundeskanzlerin sein? :D
 
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