Sie wollen alles – aber keine Kinder

ein Wort, das es im Französische übrigens gar nicht gibt
Nicht nur Frankreich, auch in Skandinavischen Ländern hat Kinderbetreuung und Mütter die arbeiten einen ganz anderen Stellenwert. Der Zug ist in Deutschland abgefahren, definitiv. Ich hätte mir nach der Wiedervereinigung gewünscht, dass wir uns ein Beispiel an den Bundesländern im Osten nehmen was ganzheitliche Betreuung angeht.

Wir haben vor kurzem drei neue Vollzeitstellen besetzt davon zwei an Alleinerziehende, wo sich zwei 150% teilen und eine nur 50% arbeiten wollte, die dritte Stelle dann eine Vollzeitstelle auch an eine Mutter mit älteren Kindern. Ich muss sagen die Frauen sind eine Bereicherung für unser Büro. Damit will ich sagen, auch die Arbeitgeber sind gefordert Frauen mit Kindern flexiblere Lösungen anzubieten.
 
Nicht nur Frankreich, auch in Skandinavischen Ländern hat Kinderbetreuung und Mütter die arbeiten einen ganz anderen Stellenwert. Der Zug ist in Deutschland abgefahren, definitiv. Ich hätte mir nach der Wiedervereinigung gewünscht, dass wir uns ein Beispiel an den Bundesländern im Osten nehmen was ganzheitliche Betreuung angeht.

Wir haben vor kurzem drei neue Vollzeitstellen besetzt davon zwei an Alleinerziehende, wo sich zwei 150% teilen und eine nur 50% arbeiten wollte, die dritte Stelle dann eine Vollzeitstelle auch an eine Mutter mit älteren Kindern. Ich muss sagen die Frauen sind eine Bereicherung für unser Büro. Damit will ich sagen, auch die Arbeitgeber sind gefordert Frauen mit Kindern flexiblere Lösungen anzubieten.


in frankreich gibt es noch dazu eine andere steuerpolitik: neben dem ehegattensplitting für ehepaare ohne kinder gibt es dort ein familiensplitting – und um das zu erhalten müssen die eltern nicht einmal miteinander verheiratet sein.
 
Warum sollten Paare heute Kinder bekommen? Vielleicht weil sie sich lieben und als Zeichen dieser Liebe Kinder wollen? Das reicht doch mMn... das wir hier die Kinder nicht als Zukunft (Versorgung etc...) sehen ist wohl klar.


dann kann man sich auch ein Haus kaufen... Kinder sind teuer und machen viel Arbeit! Nicht falsch verstehen, ich liebe Kinder, aber mein Leben liebe ich noch mehr und würde das zum jetzigen Zeitpunkt nicht aufgeben wollen.
 
dann kann mich auch ein Haus kaufen... Kinder sind teuer und machen viel Arbeit! Nicht falsch verstehen, ich liebe Kinder, aber mein Leben liebe ich noch mehr und würde das zum jetzigen Zeitpunkt nicht aufgeben wollen.

Du hast ja auch täglich anderer Leute Kinder...kenne ein paar Lehrer, die sagen: Das reicht, eigene brauche ich da nicht mehr. Ansonsten hast Du ja noch Zeit. Entweder das ändert sich noch oder es bleibt eben, wie es ist.
 
Das Familienideal steht rudimentär für Liebe, Anteilnahme und Fürsorge, für ein positives zwischenmenschliches Miteinander.
Für viele ist es die Vorstellung einer Insel des Glücks bzw. ein Hafen in einer problematischen, mehr oder weniger sozialdarwinistischen Welt. Gefühlt ist es für diese Menschen im Alltag wohl fast ein bischen so als würden sie täglich aus der Familie "raus" gehen in die Welt des Berufs- und Gesellschaftslebens und anschliessend wieder rein, wo sie geborgen und am ehesten sie selbst sind.

Diese historisch konditionierte Identifikation mit der Familie ist mE nach grundsätzlich wertfrei und sie hat neben dem positiven ebenso viel negatives bewirkt. Besonders anschaulich wird es in Gesellschaften, in denen ausser dem Familienideal nicht dazu passende angemessene gesamtgesellschaftliche soziale Ideale geübt und verwirklicht werden. Das führt zu zahlreichen negativen sozialen Strukturen, wie etwa Mafiafamilien, authoritäre Clans oder amerikanische Verhältnisse. Ich staune immer über das Familienideal in den US- Unterhaltungsmedien. Da ist es das normalste von der Welt, dass jemand mehr oder weniger nur auf seine Familie Rücksicht nimmt und draussen ein egoistisches, egozentrisches Arschloch ist. Abgesehen davon stimmt das Ideal der heilen Familie in der amerikanischen Realität in den wenigsten Fällen. Das ist logisch, denn wenn man nicht sozial eingestellt ist, leiden letztlich auch die Familien darunter. Die Haltung: in der Familie sozial sein, draussen nicht, ist schizophren und funktioniert letztlich nicht.

Unabhängige Menschen mit intakten sozialen Beziehungen/Freunden "brauchen" im Grunde heute wirklich keine Familie mehr. Deshalb gibt es weniger Familien und Kinder.
Wenn Familien nicht mehr funktionieren, liegt aber nicht daran, sondern am "amerikanischen" Sozialverhalten.
 
Da muss man sich die Frage stellen, warum funktionieren die Partnerschaften so schlecht?
In meinem Bekanntenkreis ist es schon quasi Standard, das die Frauen alleinerziehend sind.

Heute lässt sich eine Frau nicht mehr alles gefallen,
Und sie ist auch nicht mehr vollständig wirtschaftlich abhängig.

Ich denke nicht, dass das ganze mit Spaßgesellschaft zu tun hat.

Häufig spielt auch Gewalt eine Rolle.

Auf der anderen Seite: Auch wenn wir heute von alleinerziehend sprechen, sind es doch häufig beide Eltern die das gemeinsame Sorgerecht haben und es auch einvernehmlich ausüben.
Großeltern und andere stehen auch oft hilfreich zur Verfügung.
 
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