Sollen Einfamilienhäuser verboten werden?

Alubehütet

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29 Januar 2017
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Wuppertal
Ihr macht alle den Fehler, auf die Sachdiskussion einzugehen. Alles, was es sachlich dazu zu sagen gibt, hat Hofreiter erklärt und der Volksverpetzer noch einmal. Niemand ist grundsätzlich gegen Einfamilienhäuser – Eines der heiligen Kühe Deutschlands. Nur eben nicht überall. In Berlin-Mitte sind Einfamilienhäuser enteignet worden, wenn sie einem Sony-Center im Weg standen.

Von daher ist es absolut dumm, wenn Hofreiter sich befragen läßt zu einem lokalen Bebauungsplan im Norden Hamburgs. Egal, wie richtig es ist, was er dann dazu sagt. Soll er sagen, lieber SPIEGEL, das ist ein lokalpolitisches Thema, geht mich in Berlin nichts an. Der SPIEGEL hat das Interview zudem absolut konfrontativ geführt. Ich hätte das nicht autorisiert. Daß dann nicht der SPIEGEL, sondern die BILD das in eine Veggie-day-/Benzinpreis-5-Euro-Steilvorlage verwandeln würde, absolut vorhersehbar. Zur Schadensbegrenzung hätten die Grünen schon mit Spatzen auf die BILD-Kanone schießen müssen, nicht mit einem harmlosen Wasserpistölchen drohen. Nix Darstellung in eigener Sache auf einer Webseite, die keiner kennt, sondern bei der BILD einklagen: Unrichtige Behauptung falscher Aussagen, Gegendarstellung, Presseratrüge. Gegenskandalisieren muß man da. Binnen Stunden #HaltdieFresseBild trenden lassen. Wenn die GRÜNEN das nicht machen, ist es gut gemeint vom Volksverpetzer, aber es lohnt den Aufwand nicht, sie zu verteidigen.
 
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Mendelssohn

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17 Januar 2016
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Es wird einen Haufen Leute geben, auch aus der Kohorte "Junge Familie", die auf die Doppelhaushälfte auf der grünen Wiese keine Lust haben, und statt dessen lieber in einer geräumigen Wohning in der Stadt mit Balkon, Terrasse oder Eckgärtchen wohnen und zur grünen Wiese mit der Bahn fahren würden, insbesondere wenn Kinder unter 14 usw. umsonst fahren dürfen. Dieses Wendehammer-Siedlungskonzept ist ein Auslaufmodell, nicht nur weil zuviel Erdboden versiegelt wird.
 
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sommersonne

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19 März 2017
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Leipzig
Und schön wenn es bei euch so viele Einfamilienhäuser gibt, hast du auch mal an die versiegelten Flächen gedacht und was die anrichten? Und die Gärten haben dann diese Riesen Kiesel sieht ja total schick aus.
Bei Einfamilienhäusern versiegelte Flächen, wo denn? Grundriß des Hauses? Dafür gibt es ja rundherum Garten. Hier z.B. gab es nur einen, nein zwei, mit den Kieseln, bei einem sind sie mittlerweile weg. Außerdem wird ja auch bei Mehrfamilienhäusern Boden versiegelt.
Was meinst du denn warum bei uns die Mieten so steigen, die Landflucht der Main Metropole ist Schuld, die Leute können sich Wohnraum dort einfach nicht mehr leisten und bauen oder kaufen dann lieber weiter weg was.
Daran ist doch nicht die Landflucht Schuld. Die Landflucht ist das Ergebnis der teueren Mieten in den Metropolen.
 

EnRetard

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19 Februar 2017
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Wollt ihr denn überall Hochhäuser und Beton, Steine, Steine überall? So mancher hat lange gespart oder einen Kredit genommen um ein Haus zu bauen. Ich freue mich immer wenn ich hier zwischen den Einfamilienhäusern spazieren gehe und in die Gärten schauen kann.
Welcher Mehrfamilienhausbauherr gibt schon Geld für hängende Gärten oder Dachbegrünung aus, viel zu teuer. In den Gärten der Einfamilienhäuser gibt es wenigstens noch etwas Raum für Vögel, Bienen und andere Insekten.
Weder der Stadtbezirk Hamburg Nord noch Herr Hofreiter wollen bestehende Einfamilienhäuser abreißen. Von daher können sich Mehrfamilienhausbewohner auch in Zukunft noch an bunten Gärten und hängenden Gartenzwergen erfreuen. Es geht um den Flächenverbrauch für neue Einfamilienhäuser am Rand von Großstädten mit Wohnungsknappheit. Dort kann es effizienter sein, nachzuverdichten und aufzustocken. Auch in schrumpfenden Klein- und Mittelstädten, in denen dauernd Einfamilienhäuser aus dem Bestand auf den Markt kommen, stellt sich die Frage, ob es wirklich besser für Blümchen und Bienchen ist, wenn Acker- oder Waldflächen mit neuen Einfamilienhäusern bebaut werden, nur weil so viele Deutsche neubaufixiert sind.
 

Mendelssohn

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17 Januar 2016
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Versiegelte Vorgärten sind hier am Rand von Köln eher die Norm als die Ausnahme.
Hier sieht man noch von dem Verbot der Steinwüsten ab und spricht stattdessen von Mißbilligung oder sowas, aber es wird kommen. Möglicherweise gestützt von den Landwirten im Stadtrat, die zwar gerne Gift spritzen, aber doch auch mit der Scholle als Scholle verbunden sind - als letzte ihrer Art. :)