Sollen Türken in Deutschland sich am Verfassungsreferendum beteiligen dürfen?

Soll die Bundesregierung die Durchführung des türkischen Verfassungs-Referendums erlauben?

  • Ja, natürlich. Eine Demokratie darf keine demokratische Abstimmung verhindern.

    Votes: 6 33,3%
  • Nein. Deutschland leistet keine Beihilfe zur Errichtung einer Tyrannei

    Votes: 12 66,7%

  • Total voters
    18
  • Poll closed .
"Endlösung" ist ein Wort, das man in Deutschland nur äußerst vorsichtig verwenden sollte. Immerhin schreibst Du von "Kurdenproblem" und nicht von "Kurdenfrage". :(
Ich habe den Begriff Endlösung bewußt gebraucht. Denn eine solche wird von jenen kolportiert, die die Notwendigkeit der Verfassungsänderung (Aufhebung der Gewaltenteilung, Wiedereinführung der Todesstrafe) mit der ungelösten Kurdenfrage in Verbindung bringen. Daß es am Ende nicht nur die Kurden treffen wird, ist den Evet-Freunden offenbar nicht klar.
 
Ich habe den Begriff Endlösung bewußt gebraucht. Denn eine solche wird von jenen kolportiert, die die Notwendigkeit der Verfassungsänderung (Aufhebung der Gewaltenteilung, Wiedereinführung der Todesstrafe) mit der ungelösten Kurdenfrage in Verbindung bringen.
"Endlösung" wird im Türkischen nicht die Bedeutung wie im Deutschen haben. Vielleicht bin ich auch ... ich jedenfalls assoziiere das deutsche Wort "Endlösung" immer mit "... der Judenfrage". Das werden die Türken ja wohl nicht meinen, wenn sie von einer Endlösung der PKK-Frage sprechen.

Ich hab da wirkich keine Ahnung jetzt. Was ich mitzukriegen meine, ist, daß man da was mit großen Umsiedlungsmaßnahmen macht. Man in zuvor in Grund und Boden bombadierte Kurdenstädte jetzt syrische Flüchtlinge ansiedelt, um die Bevölkerung mehr zu durchmischen. Das geht – um Himmels Willen, wenn ich das richtig mitkriege! – eher in Richtung Bevölkerungspolitik eines anderen Schnauzbartträgers.
 
Ich hab da wirkich keine Ahnung jetzt. Was ich mitzukriegen meine, ist, daß man da was mit großen Umsiedlungsmaßnahmen macht.
Ich eigentlich auch nicht, auch wenn ich Vorort bin, aber eine Beobachtung kann ich mit euch teilen:
Im Südosten der Türkei ist der "Köy Koruyucusu/Dorf Wächter" seit 26. März 1985 ein Beruf für sich.
Der Dorfwächter wird aus dem Dorf durch den Vorschlags des Dorfvorstehers, der Erlaubnis des Gouverneurs und der Zustimmung des Innenministers gewählt.
Er untersteht der Gendarmerie und wird bewaffnet.
Nun letztens ist hier um die Ecke und andere Ecken, das hier ist nicht der Südosten, sondern näher dem Nabel von Kleinasien, ich erwähne dass, weil es für diese Region einmalig ist, ein Dorf mit 6 Dorfwächtern beglückt worden und diese mit Schnellfeuerwaffen bestückt.
Man munkelt, dass alle Sunniten sind und ein alevitischer Bewerber ausgeschlossen wurde...also ich habe versucht die Leute zu beruhigen und ihnen vorenthalten, dass sie sich zu sehr auf ihre Religionszugehörigkeit beziehen und keine bösen Geister herauf beschwören sollten.
? bleibt!
 
2014 yılının Şubat ayı rakamlarına göre Türkiye genelinde 47.800 maaşlı korucu ve 25.000 gönüllü korucu bulunuyor.[1] 20.000 korucu ise meslekten emekli olmuş durumda.[1]2015'te İçişleri Bakanı Selami Altınok, Doğu ve Güneydoğu’daki 22 ilde 5.000'e yakın yeni korucu alınacağını açıkladı.
Quelle: https://tr.wikipedia.org/wiki/Geçici_köy_korucusu
Ich übersetze mal nur die Bedeutung der Zahlen:
- 47.800 fest angestellte Dorfwächte- (können wir sie nicht Miliz nennen?), Stand Februar 2014
- 25.000 freiwillige Milizwächer:D, Stand Februar 2014
- 20.000 sind pensioniert
- annähernd 5-000 werden 2015 in 22 Städten des Südosten und des Ostens neu eingestellt, meine 6 sind auch darunter, denn die Geschichte über sie lief letztes Jahr.
 
"Endlösung" wird im Türkischen nicht die Bedeutung wie im Deutschen haben. Vielleicht bin ich auch ... ich jedenfalls assoziiere das deutsche Wort "Endlösung" immer mit "... der Judenfrage". Das werden die Türken ja wohl nicht meinen, wenn sie von einer Endlösung der PKK-Frage sprechen.
Auch wenn ich damit ein ganz heikles Thema anspreche ... Im Zuge des europäischen Nationalwahns etablierte sich ein solcher auch in der Türkei. Was den einen der Jude, war den anderen der Armenier.Social engineering (Vertreibung, Deportation, Liquidierung von ethnischen Minderheiten) war bis tief ins 20. Jahrhundert weit verbreitet. Niemand hat es so perfekt organisiert wie die Deutschen, doch die Akzeptanz für solche "Umsiedlungen" (ethnische Säuberungen mit Todesfolge für das Individuum) im nationalen und rassenhygienischen Interesse war recht groß.
Kurz: die Türken haben durchaus eine Tradition der praktizierten "Endlösungen", die von der MHP immer noch vertreten werden.
Wer von den Jungs zeigte nochmal den Wolfsgruß? War es der Außenminister?

Wir müssen die "Reformatoren" nicht mit Samthandschuhen anfassen. Die vertragen eine Menge, bevor sie sich abgesetzt haben.
 
Wer von den Jungs zeigte nochmal den Wolfsgruß? War es der Außenminister?

Jep.

wolfgruss.jpg

http://www.abendblatt.de/hamburg/article209871713/Diese-Gesten-alarmieren-den-Verfassungsschutz.html

Edit: Ich verstehe, bei der Gelegenheit, überhaupt nicht, warum es türkischen Aussenministern in Deutschland gestattet sein soll, auf Wahlkampfveranstaltungen in Deutschland faschistische Grüße zu zeigen. Oder warum wir Erdogan hier auftreten lassen sollen, damit er mit dem terroristischen R4bia-Gruß posiert. Meines Erachtens reicht dieses Foto schon aus, sämtliche Auftritte türkischer Politiker hier abzublasen. Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen. Das gilt auch für Süpertürks.
 
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Auch wenn ich damit ein ganz heikles Thema anspreche ... Im Zuge des europäischen Nationalwahns etablierte sich ein solcher auch in der Türkei. Was den einen der Jude, war den anderen der Armenier.Social engineering (Vertreibung, Deportation, Liquidierung von ethnischen Minderheiten) war bis tief ins 20. Jahrhundert weit verbreitet. Niemand hat es so perfekt organisiert wie die Deutschen, doch die Akzeptanz für solche "Umsiedlungen" (ethnische Säuberungen mit Todesfolge für das Individuum) im nationalen und rassenhygienischen Interesse war recht groß.
Das stimmt alles (na, bis auf das rassehygienische Motiv). Trotzdem, oder genau deswegen, würde ich die Parallele eher zu Stalin ziehen und seinen Umsiedlungen – die auch Millionen Menschen das Leben kosteten :( –, als zum Holocaust. Und deswegen auch das Wort "Endlösung" nicht verwenden. Nicht erst, weil das irgendwelche SüperTürks wieder auf die Palme bringt, sondern weil die Assoziation mit der industriellen Massenfabrikation von Leichen einfach falsch ist.

Was sich z.B. in kurdischen Gebieten der Türkei derzeit andeutet, nämlich, daß man die kurdische Bevölkerung mit syrischen Flüchtlingen "verdünnt", das kennen meine Vorfahren genau so aus Lettland. Da sind anderthalb Millionen entweder nach Sibirien verschleppt worden (wie mein Großonkel) oder in den Westen geflohen (wie mein Großvater), und über eine Million Russen wurde da angesiedelt.
Kurz: die Türken haben durchaus eine Tradition der praktizierten "Endlösungen", die von der MHP immer noch vertreten werden.
Die Frage ist, wie weit es da einen Bruch gegeben hat oder gar eine Aufarbeitung, ja. Gerade Erdogan war ja Riesenschritte auf die Armenier zugegangen, wollen wir mal auch nicht vergessen. Bislang Undenkbares war von Erdogan ausgesprochen worden.
 
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