Sollen Türken in Deutschland sich am Verfassungsreferendum beteiligen dürfen?

Soll die Bundesregierung die Durchführung des türkischen Verfassungs-Referendums erlauben?

  • Ja, natürlich. Eine Demokratie darf keine demokratische Abstimmung verhindern.

    Votes: 6 33,3%
  • Nein. Deutschland leistet keine Beihilfe zur Errichtung einer Tyrannei

    Votes: 12 66,7%

  • Total voters
    18
  • Poll closed .
Das geht eindeutig zu weit. Erstens ist die Ministerin nach Lage der Dinge keine kriminelle Ausländerin. Sie wurde, nachdem sie deutlich gemacht hatte, dass sie im NL-Konsulat in Rotterdam eine politische Veranstaltung durchführe wollte, von der örtlichen Verwaltung in Gestalt desRotterdamer Bürgermeisters Aboulateb zur unerwünschten Person erklärt und zurück an die Grenze zu Deutschland eskortiert. Soweit ich weiß, wurde keine Strafanzeige gestellt, geschweige denn kam es zu einem Strafurteil. Daher ist Frau Sayan Kaya keine Kriminelle.
Und zweitens, davon, dass Frau Sayan Kaya in Deutschland ebenfalls zur unerwünschten Person erklärt worden sei, ist mir ebenfalls nichts bekannt. Ich bitte um entsprechenden Beleg.
Die Niederlande haben eine klare Ansage gemacht, daß sie keine öffentlichen Auftritte von türkischen Politikern wollen. Diese ... Ministerin hat mehrere Autokonviois gestartet, die von den Niederländern aufgemischt wurden, leider nicht der, in dem sie drin saß. Das zeigt schon ihr Unrechtsbewußtsein. Sie ist von Deutschland aus illegal in die Niederlande eingereist auf dem Landweg, nachdem der Aussenminister im Flugzeug keine Landegenehmigung hatte. Mißbrauch der Schengen-Freiheiten; gäbe es die alten Grenzschlagbäume und die Zollbeamten noch, hätte man sie an der Grenze gar nicht durchgelassen. Stoppen hat man sie erst können 30m vor dem türkischen Konsulat in Rotterdam. Das ist ganz klar ein krimineller Akt.

Das ist keineswegs so, daß sie fröhlich nichtsahnend durch die Lande gebraust wäre, und erst kurz vor dem Konsulat hätte man sie unfreundlich darauf aufmerksam gemacht "Du kommst hier net rein". Sie wußte, daß das, was sie macht, kriminell ist, und wollte eine Reaktion provozieren. Im Nachhinein ist man immer schlauer. Man hätte sie, um das zu verdeutlichen, einfach mal 24 Stunden in Abschiebehaft nehmen sollen, statt sie gleich abzuschieben.

Nein, leider ist sie noch nicht zur unerwünschten Person in Deutschland erklärt worden.

Ich finde das unfaßbar! So die Gastfreundschaft Deutschlands zu mißbrauchen, um das Gastrecht der Niederlande zu mißachten!


Edit: Da ist kein nachdem, wie Du behauptest. Erst fährt sie in Rotterdam vor, dann wird ihr etwas erklärt, und danach wird sie außer Landes eskortiert. Sie ist von vorneherein illegal eingereist, wissentlich und willentlich.
 
Zuletzt bearbeitet:

Sehr schön, ja. :)

Dass die Mehrheit der Deutschtürken auf Erdoğans Seite sei, wird oft mit dem Ergebnis der Parlamentswahlen vom Herbst 2015 begründet: Rund 60 Prozent der Stimmen aus Deutschland gingen an die AKP.

Dabei wird aber nicht bedacht, dass nur ein Drittel der rund 1,4 Millionen stimmberechtigten Deutschtürken sich überhaupt an der Wahl beteiligten – und zwar vor allem diejenigen, die sich mit Erdoğan identifizieren und ein unreflektiertes Bild ihrer Heimat in sich tragen. Andere Stimmberechtigte zogen es vor, am Wahltag etwas Schöneres zu machen.

All die, deren emotionale Bindung an das Herkunftsland nicht an die Staatsangehörigkeit geknüpft ist, sind ohnehin längst eingebürgert und wollen politisch in dem Land partizipieren, in dem sie leben und auch bleiben werden. Es ist daher irreführend, wenn der Stimmanteil für die AKP so ausgelegt wird, als wären 60 Prozent aller Deutschtürken Erdoğan-Anhänger.
​
Habe ich mir auch erst ausrechnen müssen.
 
@Doris @ege35 @Almancali

Ich fänd’s halt schön, wenn die mal sichtbarer würden. Wir kriegen von denen immer nur als Einzelkämpfer mit, als Funktionäre in Talkshows oder, wie hier, als schreibende Journalisten, und dann sind die sehr gut integriert und in der Lage, mit Wörtern um sich zu werfen wie "eloquent". Und erscheinen uns somit als jetzt nicht unbedingt repräsentativ für sagen wir den Gemüsehändler an der Ecke. Sichtbarer: vor allem medial. Sollen wenigstens mal eine große Demo oder Kundgebung auf die Reihe kriegen. Sicher, das kann Schwierigkeiten geben in der Türkei, vor allem für die, die sich da hervor tun (Anmelder).

Zumindest aber sollten sie sichtbarer werden, indem sie dieses Mal zur Abstimmung gehen und mit "Nein!" votieren. Wäre schön, wenn das mal 60/40 umgekehrt liefe einfach dadurch, daß mehr wählen gehen!

Daß eben nicht nur das Sechstel der Stimmberechtigten sichtbar wird, denen es ein Anliegen ist, Erdogan zu unterstützen, und die deswegen auf jeden Fall hingehen. – Sicherlich, auf die paar Auslandsstimmen wird es nicht ankommen in der Türkei. Aber für das deutsche Inland wäre das mal ein wichtiges Zeichen. Daß eben Erdogan nicht spricht für alle hier lebenden mit türkischen Wurzeln.
 
Sehr schön, ja. :)

Dass die Mehrheit der Deutschtürken auf Erdoğans Seite sei, wird oft mit dem Ergebnis der Parlamentswahlen vom Herbst 2015 begründet: Rund 60 Prozent der Stimmen aus Deutschland gingen an die AKP.

Dabei wird aber nicht bedacht, dass nur ein Drittel der rund 1,4 Millionen stimmberechtigten Deutschtürken sich überhaupt an der Wahl beteiligten – und zwar vor allem diejenigen, die sich mit Erdoğan identifizieren und ein unreflektiertes Bild ihrer Heimat in sich tragen. Andere Stimmberechtigte zogen es vor, am Wahltag etwas Schöneres zu machen.

All die, deren emotionale Bindung an das Herkunftsland nicht an die Staatsangehörigkeit geknüpft ist, sind ohnehin längst eingebürgert und wollen politisch in dem Land partizipieren, in dem sie leben und auch bleiben werden. Es ist daher irreführend, wenn der Stimmanteil für die AKP so ausgelegt wird, als wären 60 Prozent aller Deutschtürken Erdoğan-Anhänger.
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Habe ich mir auch erst ausrechnen müssen.



Und viele Deutschtürken haben in der Türkei gewählt, wie meine Eltern.
 
@Doris @ege35 @Almancali

Sicherlich, auf die paar Auslandsstimmen wird es nicht ankommen in der Türkei. Aber für das deutsche Inland wäre das mal ein wichtiges Zeichen. Daß eben Erdogan nicht spricht für alle hier lebenden mit türkischen Wurzeln.

Da bin ich anderer Meinung. Es wird eine Zeit nach der Abstimmung und eine Zeit nach Erdogan (rein biologisch) geben. Daß Erdogan und seine Schergen nicht für alle hier lebenden Türken (und denen mit türkischen Wurzeln) spricht, ist allen vernunftbegabten Menschen klar. Warum muss es immer einen Krawall (symbolisch) geben?
 
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