Sozialsystem in Deutschland ungerecht?

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Mein_Ingomann

Guest
AW: Sozialsystem in Deutschland ungerecht?

Das so etwas vorkommt wundert mich überhaupt nicht, die Regel sollte/dürfte es aber nicht sein, zumal es idR nicht so unauffällig bewerkstelligt werden kann, wie bspw. Schwarzarbeit.

Es wird selten überprüft. Jeder Bürgermeister ist froh, wenn er seine Arbeitslosenstatistik aufhübschen kann. Das solche Lösungen für die Gemeinden am Ende ein Negativgeschäft sind erkennen sie erst später. Aber dann sind die Verantwortlichen schon nicht mehr im Amt oder längst aufgestiegen, weil sie ja so erfolgreich sind. :roll:
 
M

Mein_Ingomann

Guest
AW: Sozialsystem in Deutschland ungerecht?

Das ist ja das Problem, dass eigentlich alle Arbeiten auch von normalen Gewerben wahrgenommen werden könnten.
Also kann es dann solche Jobs gar nicht geben.
Ich meine, bei uns an der Schule geht das so: Plötzlich kommen 2 Männer im Alter von ca 40 Jahren und melden sich beim Hausmeister als zugeteilte ALG2 Eineurojobler. Deutschkenntnisse minimal. Was sollen die tun..... was können die?
"Ich Russland Ingeniur" sagen so viele. Mit Schnapsfahne.
Sie dürfen nicht putzen, denn das macht eine Firma, Serviceunternehmen, Minimallöhne. Sie dürfen im Garten arbeiten - wir haben ca 5 Büsche..... und im Winter?? Schneeräumen... nix!!!! Macht eine Firma -Serviceunternehmen.....
dann machen sie halt das, was JEDER machen würde: Sich verstecken und Bier trinken.

JEDER würde das nicht machen. Es kann auch nicht sein, dass ein Konkurrenzdruck zu Schülerpraktikanten und/oder ehrenamtlichen Helfern entsteht, nur weil der Politik nichts Gescheites einfällt und Arbeitslose als 1 Euro Jobber in alle möglichen Bereiche schickt.
Die Leute brauchen einen Job, der ihre Lebensumstände verbessert und keine "Beschäftigung." Dafür ist eine öffentliche Verwaltung auch nicht da.
 

georgios1

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AW: Sozialsystem in Deutschland ungerecht?

Hmm...
Die Nichtannahme von behördlichen Angeboten bedeutet aber nicht zwingend, dass sich der Jobsuchende als ALG II Empfänger einrichten möchte.
In dem Zusammenhang würde ich mich fragen: Wie effektiv und erfolgversprechend vermittelt das Jobcenter? Wie ist der Jobsuchende gestrickt, was "geht" bei ihm, was nicht? Selbst wenn der Jobsuchende "am Laufen gehalten" wird, findet er deshalb eine Arbeit, mit der er nicht nur kurzfristig klar kommt?

Ein gewisser Anteil der ALG II Empfänger mag von der "Zwangs"- betreuung profitieren, für einen anderen ist es vielleicht nur eine Belastung.
Von einem positiven Effekt für die Gesellschaft kann schliesslich nur ausgegangen werden, wenn der Jobsuchende (ob mit oder ohne Hilfe des Jobcenters) nachhaltig ins Arbeitsleben zurückfindet- was ohne ein bestimmtes Mass an Freiwilligkeit undenkbar ist.
Umgekehrt gilt: Wer richtiggehend arbeitsscheu ist oder aus Überzeugung nicht arbeiten will, der lässt sich letztlich auch nicht dazu zwingen.
Den kann man nur ärgern, was wiederum Geld kostet und Stress verursacht.



Bei manchen Hilfeempfängern dürfte das "Mass an Freiwilligkeit"
in direktem Zusammenhang mit dem "Druck" zusammenhängen.
 

georgios1

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AW: Sozialsystem in Deutschland ungerecht?

JEDER würde das nicht machen. Es kann auch nicht sein, dass ein Konkurrenzdruck zu Schülerpraktikanten und/oder ehrenamtlichen Helfern entsteht, nur weil der Politik nichts Gescheites einfällt und Arbeitslose als 1 Euro Jobber in alle möglichen Bereiche schickt.
Die Leute brauchen einen Job, der ihre Lebensumstände verbessert und keine "Beschäftigung." Dafür ist eine öffentliche Verwaltung auch nicht da.

Aberr diese Jobs gibt es nun mal heutzutage nicht mehr,
oder nicht mehr in ausreichender Zahl. Früher wurden
Personen, die eben vom Bildungstand und Qualifikation
nicht für bestimmte Berufe geeignet, in einfache Stellen wie
wie "Fegen des Fabrikhalle" o.ä. vermittelt.

Es gibt eben in Europa und der Welt des 21. Jahrhunderts
vorwiegend mehr- oder hochqualifizierte Arbeitsplätze.
als einfach Tätigkeiten, und die Entlohnung orientiert
sich eben an der Wertschöpfung.

Teile ganzer Jahrgänge sind meiner Ansicht nach für
ein normales Erwerbsleben völlig verloren gegangen,
und zwar "inreparabel".

Die Bestrebungen müßen heute sein, Kinder bereits
in der Kita/Vorschule "aufzufangen", und auch mit
Forderung einer zu erbringenden Leistung durch die
Schullaufbahn. Ja, Forderung, nicht nur Förderung.

Wenn ein Kind meint, der Schulbesuch sei nur
"lästig", und die Eltern steuern da nicht absolut
gegen, dann muß man diesen Eltern auch mit
probaten Mitteln, ja, die auch "wehtun" =
Reduzierung der Hilfsbezüge, "anleiten".

IM NACHHALTIGEN INTERESSE DIESER KINDER !
 

georgios1

Gesperrt
AW: Sozialsystem in Deutschland ungerecht?

Mag sein- aber lohnt sich der ganze Aktionismus für diese Leute?
Ich finde man sollte positiver an soziale Probleme herangehen und die Vermögenden stärker einbeziehen.

Wie wollern Sie ohne "Austesten" da von vorne herein "selektieren" ?
Und wie sieht es mit dem Recht auf Gleichbehandlung aus (durch das,
es wurde hier von einem anderen User angesprochen, auch die
Millionärsgattin Kindergeld bekommt, was absuter Unsinn ist, aber
eben an dieser Gesetzeslage liegt)?
 

solresol

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AW: Sozialsystem in Deutschland ungerecht?

Hallo Fritz

Das ist ja das Problem, dass eigentlich alle Arbeiten auch von normalen Gewerben wahrgenommen werden könnten.
Also kann es dann solche Jobs gar nicht geben.
Ich meine, bei uns an der Schule geht das so: Plötzlich kommen 2 Männer im Alter von ca 40 Jahren und melden sich beim Hausmeister als zugeteilte ALG2 Eineurojobler. Deutschkenntnisse minimal. Was sollen die tun..... was können die?
"Ich Russland Ingeniur" sagen so viele. Mit Schnapsfahne.
Sie dürfen nicht putzen, denn das macht eine Firma, Serviceunternehmen, Minimallöhne. Sie dürfen im Garten arbeiten - wir haben ca 5 Büsche..... und im Winter?? Schneeräumen... nix!!!! Macht eine Firma -Serviceunternehmen.....
dann machen sie halt das, was JEDER machen würde: Sich verstecken und Bier trinken.
JEDER würde das nicht machen. Es kann auch nicht sein, dass ein Konkurrenzdruck zu Schülerpraktikanten und/oder ehrenamtlichen Helfern entsteht, nur weil der Politik nichts Gescheites einfällt und Arbeitslose als 1 Euro Jobber in alle möglichen Bereiche schickt.
Die Leute brauchen einen Job, der ihre Lebensumstände verbessert und keine "Beschäftigung." Dafür ist eine öffentliche Verwaltung auch nicht da.

Euch ist etwas entgangen, siehe fett und rot!

ich würde sie dem Deutsch-Unterricht zuordnen! wahrscheinlich sind sie auch deswegen dort :rolleyes: , braucht man nicht dazu zu schreiben, wenn es so leicht feststellbar ist!

1 Euro Job = Arbeitslager und schreckliche Vergangenheit!
 

solresol

Gesperrt
AW: Sozialsystem in Deutschland ungerecht?

Aberr diese Jobs gibt es nun mal heutzutage nicht mehr,
oder nicht mehr in ausreichender Zahl.

absurd!

man will die Fortbildungskosten nicht zahlen!

denn gerade heute fehlen laut offiziellen Stellen Zehntausende von Ingenieuren usw., die man in Griechenland, Spanien und weiss der Geier woher holen will!

weil sie da bereits kostenlos für D fix und fertig vorhanden sind, und nicht anspruchsvoll im Gehalt

und mit den Ingenieuren zusammen gibt es Begleitpersonal (Techniker, Zeichner, techn. Kaufleute usw.)
 
P

Pit 63

Guest
AW: Sozialsystem in Deutschland ungerecht?

Wie wollern Sie ohne "Austesten" da von vorne herein "selektieren" ?
Und wie sieht es mit dem Recht auf Gleichbehandlung aus (durch das,
es wurde hier von einem anderen User angesprochen, auch die
Millionärsgattin Kindergeld bekommt, was absuter Unsinn ist, aber
eben an dieser Gesetzeslage liegt)?

Ich sag das jetzt mal ganz plakativ:
Sozialhilfe sollte nur im Hinblick auf Missbrauch kontrolliert werden (Erschleichen von Leistungen usw.).
Die obrigkeitliche Betreuung würde ich auf freiwillige Beratungs- und Förderangebote reduzieren. Wenn dann jemand teilnimmt, bringt es auch was. 1 Euro Jobs würde ich abschaffen.
Und wenns auf diese Weise mehr kostet, würde ich es von den 10 Prozent bezahlen lassen, denen 70 Prozent des deutschen Gesamtvermögens gehört. Dann haben die 10 Prozent vielleicht nur noch 65 Prozent aber sie sind immer noch reich genug...
 
J

Junimond

Guest
AW: Sozialsystem in Deutschland ungerecht?

Wissen Sie, was ein Selbständiger, der sagen wir mal mit 25 in die
PKV gegangen ist, dann heute mit vielleicht 55 an Beiträgen
zahlen muß ? Oder später im Alter ?

die PKV´s sind gesetzlich dazu verpflichtet, rücklagen dafür zu bilden. man bezahlt also jetzt schon eine art "zusatzbeitrag", um den KV-beitrag im alter stabil zu halten.
 
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