Syrien Informationen von beiden Seiten

Die Bilder sind schon beeindruckend, oder?


Frauen die rauchen oder Gesicht zeigen und ihre schwarzen Gewänder verbrennen...


Die Freude in den Gesichtern ist nicht zu übersehen. War gestern überall auf Twitter zu sehen.


Hoffentlich werden alle Geiseln freigelassen.
Interessanter finde ich:
"Manbidsch wurde vom IS lange Zeit als Nachschubroute für Waffen und Kämpfer genutzt."
Klar wünsche ich auch, dass alle Geiseln freigelassen werden!
 
Nun wird es interessant: protürkische syrische Rebellen unterstützen Erdogan im Kampf gegen YPG und IS.
http://www.spiegel.de/politik/ausla...buendete-ruecken-im-norden-vor-a-1109813.html
Leider spezifiziert der Spiegel nicht die protürkischen Rebellen auf syrischer Seite. Sind es die Kräfte, die vorwiegend gegen das Assad Regime kämpfen, also diejenigen, die in den USA usw. ihre politische Führung haben? Dann hätten wir es mit einem offenbaren Doppelspiel der Amerikaner zu tun, welche die YPG nun ausmustern.
Da der Begriff Rebellen bisher für die syrischen Demokratiefreunde verwendet wird, die erst seit Putins Aufklärungsmission 2014 von Al Nusra und IS, die ja auch gegen Assad rebellieren, unterschieden werden, kann es sich bei den nun so genannten pro-türkischen Rebellen, die mit Erdogan eine Allianz gegen die YPG eingehen, eigentlich nur um diese Gruppe handeln. Nun wissen wir auch, warum Biden in der Region war. Er wurde offenbar zuvor von den protürkischen Rebellen in den USA davon unterrichtet, daß auch der syrische Westflügel keinen kurdischen Staat will, genauso wenig wie die Türkei.

Das Problem in Nordsyrien ist, hier kollidieren berechtigte Ansprüche mehrerer Fraktionen.
Aber ganz der nahöstlichen Tradition folgend sind alle Fraktionen unwillig Kompromisse einzugehen, wer Friedensabsichten signalisiert, dem wird das von den eigenen Leuten als Schwäche ausgelegt.
Selbst unter den von der Türkei unterstützten sogenannten Rebellen gab es die Tage schwere Schießereien mit Toten, da mehrere islamistische Gruppen miteinander konkurrieren.


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Das Problem in Nordsyrien ist, hier kollidieren berechtigte Ansprüche mehrerer Fraktionen.
Aber ganz der nahöstlichen Tradition folgend sind alle Fraktionen unwillig Kompromisse einzugehen, wer Friedensabsichten signalisiert, dem wird das von den eigenen Leuten als Schwäche ausgelegt.
Selbst unter den von der Türkei unterstützten sogenannten Rebellen gab es die Tage schwere Schießereien mit Toten, da mehrere islamistische Gruppen miteinander konkurrieren.


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Nach deiner Lesart wären die protürkischen Rebellen islamistische Gruppierungen und das bedeutete nicht so ganz weit entfernt von der Ideologie der Scharia.
Handelt es sich bei den protürkischen Rebellen deiner Meinung nach um Assadgegner, denen das AKP-Modell mit einflußreicher Religionsbehörde vorschwebt, die dann von den Muslimbrüdern besetzt wird?
Wer sind die protürkischen Rebellen?
 
Nach deiner Lesart wären die protürkischen Rebellen islamistische Gruppierungen und das bedeutete nicht so ganz weit entfernt von der Ideologie der Scharia.
Handelt es sich bei den protürkischen Rebellen deiner Meinung nach um Assadgegner, denen das AKP-Modell mit einflußreicher Religionsbehörde vorschwebt, die dann von den Muslimbrüdern besetzt wird?
Wer sind die protürkischen Rebellen?

Diese Rebellen sind die üblichen islamistischen Milizen welche in Syrien aktiv sind, diese kämpfen gegen Assad, gegen die Kurden und stehen in Konkurrenz zu den Islamisten des IS.
So diesen gesellen sich Turkmenbrigaden, diese bestehen aus syrischen Turkmenen und Ultranationalisten aus der Türkei sowie Mitgliedern des türk. Geheimdienstes die diese Einheiten organisieren.
Unter den Islamisten sind auch Gruppen wie Ahrar al-Scham = Al-Kaida welche einen Gottesstaat in Syrien etablieren wollen.
Die Gruppe Nour al-Din al-Zenki fiel vor Kurzen durch eine Kindesenthauptung negativ auf.

Man sollte wissen das viele dieser "Rebellen" aus der Region rund um Nordaleppo kommen, Araber und Turkmenen wollen sich nicht von Kurden regieren lassen welche in Norden von Aleppo eine Minderheit sind.
Wobei das alles auch hier nicht eindeutig ist, viele Angehörige der SDF sind selbst Araber und Turkmenen, welche aber nicht erdoganhörig sind.

Wie sich das alles noch entwickelt kann ich nicht sagen, dafür ist die Lage zu kompliziert, viel zuviele Fraktionen die ständig Bündnisse eingehen und brechen.
Die beteiligten Mächte wissen selbst nicht wie es weitergeht, da fährt jeder nur auf Sicht.


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Erdogan lässt die Kurden die Städte vom IS erobern und maschiert dann ein. Ihr seid der von der USA gesponserter Terror, wir sind die guten.
Soweit so genial.
Nur was will er eigentlich in Syrien? Schutzzonen (Protektorat), Flüchtlingslager vor der Tür.
Ein durchgehenden Kurdenstaat an der Südgrenze verhindern.

Ich denke nur, die Türkei hat es in Jahrzehnten nicht geschafft, die PKK zu besiegen/zu befrieden.
Und wenn eine Marionette Erdogans vom totalen Krieg spricht, hat er keine Ahnung was das bedeutet.
Gute Nacht!
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese Rebellen sind die üblichen islamistischen Milizen welche in Syrien aktiv sind, diese kämpfen gegen Assad, gegen die Kurden und stehen in Konkurrenz zu den Islamisten des IS.
So diesen gesellen sich Turkmenbrigaden, diese bestehen aus syrischen Turkmenen und Ultranationalisten aus der Türkei sowie Mitgliedern des türk. Geheimdienstes die diese Einheiten organisieren.
Unter den Islamisten sind auch Gruppen wie Ahrar al-Scham = Al-Kaida welche einen Gottesstaat in Syrien etablieren wollen.
Die Gruppe Nour al-Din al-Zenki fiel vor Kurzen durch eine Kindesenthauptung negativ auf.

Man sollte wissen das viele dieser "Rebellen" aus der Region rund um Nordaleppo kommen, Araber und Turkmenen wollen sich nicht von Kurden regieren lassen welche in Norden von Aleppo eine Minderheit sind.
Wobei das alles auch hier nicht eindeutig ist, viele Angehörige der SDF sind selbst Araber und Turkmenen, welche aber nicht erdoganhörig sind.

Wie sich das alles noch entwickelt kann ich nicht sagen, dafür ist die Lage zu kompliziert, viel zuviele Fraktionen die ständig Bündnisse eingehen und brechen.
Die beteiligten Mächte wissen selbst nicht wie es weitergeht, da fährt jeder nur auf Sicht.


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Es war Putin, der darauf hinwies, daß der im Westen gebräuchliche Begriff "Rebellen" auch islamistische Milizen adressiert und daß die uneingeschränkte Unterstützung dieser Rebellen kontraproduktiv ist. Doch es gibt ja auch einen westlich orientierten demokratischen Rebellenflügel, der vermutlich aber nicht mehr in Syrien agiert. Im Grunde genommen haben die westlichen Allierten überhaupt keinen Ansprechpartner in Syrien, seit neuestem nicht einmal mehr die YPG.
Wenn ich das alles richtig sehe, ist nun Erdogan der einzig verbliebene Ansprechpartner des Westens in Syrien und wenn die Russen mitspielen, läuft es auf einen syrischen Staat nach AKP-Modell hinaus. Bleibt nur die Frage, ob sich das syrische Militär mit diesem Modell anfreunden kann.
Mein Gefühl sagt mir, daß der gescheiterte Militärputsch in der Türkei nicht nur mit der Kurden-, sondern auch mit der Syrienfrage zusammenhängt. Militär gegen Religionsbehörde. Die Demokratie ist vielleicht noch gar nicht angekommen, sonst gäbe es nicht so unendlich viele Tote.
 
Alle syrischen Kriegsparteien werden nach dieser Graphik gesponsert bis auf den IS. Der IS scheint seinen Vierfronten-Krieg gegen die Westallianz, gegen die Kurden, gegen das syrische Militär und gegen die Russen aus eigener Kraft zu stemmen. Wenigstens die Einkäufer ihres Billig-Öls müßten als Sponsoren genannt werden sowie die Menschen- und Drogenhändler die mit dem IS Geschäfte machen. Die Mafia ist ja nicht staatenlos.
 
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