AW: Tag der offenen Moschee
Giordanos 'Kommentar' zum Tag der offenen Moschee:
In einem Interview hat er sich mal wieder mit neuen Wortschöpfungen getoppt in seinem Kampf gegen den Islam.
Er spricht von Giga-Moscheen, einer Kriegserklärung, von Landnahme auf fremden Territorium.
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/676904/
Der Mann ist 85. Traurig, dass er sich jetzt noch demontieren muss.
Ausschnitt aus dem Interview:
Degenhardt: Das heißt, eine Moschee ist für Sie nicht etwa das Gleiche wie beispielsweise eine Kirche oder eine Synagoge?
Giordano: Nein, selbstverständlich nicht. Wir leben hier in einem judäo-christlichen Geschichtsbereich.
Das sagt jemand, der schon mal in einem arischen Geschichtsbereich leben musste.
Ich glaube gern, dass er es als argumentativ unzureichend empfindet, wenn man auf die Nähe zum Rechtsextremismus hinweist. Er versteht diesen Hinweis nichteinmal, weil er wie leider viele aus der Generation der Verfolgten, des Widerstandes und der jungen Bundesrepublik meint, die Nazis kämen zwangsläufig mit Hakenkreuz und Judenhass zurück.
Es reicht nicht, heute vor dem gefeit zu sein, was for 70 Jahren bedrohlich war. Man muss das Wirkprinzip erkennen. Sobald jemand aus einem gleichberechtigten Bevölkerungsanteil eine "Gegenseite" konstruiert und dieser dann noch eine Kriegserklärung unterstellt, erkenne ich dieses Wirkprinzip.
Es geht heute darum, alles in ein neues Gewand zu packen und neue Fässer mit einer vermeintlich wissenschaftlichen, vermeintlich ethnologisch und soziologisch korreken Argumentation aufzumachen. Es ist mir unverständlich, wie man es nicht erkennen mag, wenn einem das Gleiche in Grün präsentiert wird.
LG TheCore