Ursprünge der Redewenden

night_rider

Gesperrt
AW: Ursprünge der Redewenden

An Baueme kleine Stoffstücke haengen und sich was wünschen.

das ist einer der aeltesten Braeuche in Zentralasien, von den Mongolen bis hin zu den Kazakhen. Besonders in den Steppen. Die Absicht ist die selbe, das stück Stoff drückt einen Wunsch aus.
Stammt aus schamanischen Zeiten, wo Baeume als lebende Wesen gesehen wurden, wo Gott (wie auch immer Goot gennant wurde, oder wie viele Götter es auch gab) in ihnen war. Gottwar nicht "oben" irgendwo, sondern er war die Natur selber, alle Wesen waren ein Teil von ihm, deswegen heilig.
 

rüzgar

Well-Known Member
AW: Ursprünge der Redewenden

ein "Schlitzohr" sein:


"Ein Schlitzohr war ursprünglich jemand, den tatsächlich ein Schlitz im Ohr "zierte". Zu diesem "Schmuck" war derjenige nicht ganz freiwillig gekommen, sondern er war mit ihm bestraft worden. Diese Form der - körperlich relativ harmlosen - Misshandlung war in vergangenen Zeiten die Strafe für verschiedene Vergehen und sollte in Zukunft Mitmenschen davor warnen, dass sie es mit einem zu tun hatten, der seine Ehre verloren hatte und den sie lieber meiden sollten." (z.B. Betrüger)
http://www.redensarten.net/Schlitzohr.html
 
M

Mein_Ingomann

Guest
AW: Ursprünge der Redewenden

ein "Schlitzohr" sein:


"Ein Schlitzohr war ursprünglich jemand, den tatsächlich ein Schlitz im Ohr "zierte". Zu diesem "Schmuck" war derjenige nicht ganz freiwillig gekommen, sondern er war mit ihm bestraft worden. Diese Form der - körperlich relativ harmlosen - Misshandlung war in vergangenen Zeiten die Strafe für verschiedene Vergehen und sollte in Zukunft Mitmenschen davor warnen, dass sie es mit einem zu tun hatten, der seine Ehre verloren hatte und den sie lieber meiden sollten." (z.B. Betrüger)
http://www.redensarten.net/Schlitzohr.html

Ich dachte, das kommt von den wandernden Zimmermannsgesellen? Der Ohrring wird herausgerissen, wenn sich der Geselle etwas hat zuschulden kommen lassen, dass dem Handwerk/der Zunft schadet. Am "Schlitzohr" ist er dann als nicht ehrbarer Handwerker erkennbar.
 

rüzgar

Well-Known Member
AW: Ursprünge der Redewenden

Ich dachte, das kommt von den wandernden Zimmermannsgesellen? Der Ohrring wird herausgerissen, wenn sich der Geselle etwas hat zuschulden kommen lassen, dass dem Handwerk/der Zunft schadet. Am "Schlitzohr" ist er dann als nicht ehrbarer Handwerker erkennbar.

...auch eine interessante Variante. :wink:

Bei Google findet man beides - und es kommt dem ja auch nahe bzw. das Kennzeichnen des Betrügers durch den Schlitz im Ohr bleibt gleich.
 

Sabine

Well-Known Member
AW: Ursprünge der Redewenden

Ich dachte, das kommt von den wandernden Zimmermannsgesellen? Der Ohrring wird herausgerissen, wenn sich der Geselle etwas hat zuschulden kommen lassen, dass dem Handwerk/der Zunft schadet. Am "Schlitzohr" ist er dann als nicht ehrbarer Handwerker erkennbar.

So wurde das neulich im Kinderkanal bei "Wissen macht Ah" erklärt.

Da lernt man nämlich auch, woher die verschiedenen Redewendungen stammen. Sehr interessant, auch für Mamas :wink:
 
M

Mein_Ingomann

Guest
AW: Ursprünge der Redewenden

Der Thread inspiriert. :lol:

Nachdem ich eben die Redewendung jemandem geht der "A.... auf Grundeis" gebraucht habe, hab' ich mal gegooglet woher der Spruch eigentlich kommt. Die Erklärung ist interessant:

"umgangssprachlich, derb; Als Grundeis bezeichnet man das Bodeneis eines Gewässers. Das Tauen des Grundeises führt zu seinem Auftauchen, was mit ziemlichem Getöse verbunden sein kann. Diese polternden Geräusche werden in der Redensart mit Bauchgrimmen und Blähungen verglichen, aber auch mit Durchfall, der bei starker Angst einsetzen kann. "

Aha!

Quelle: http://www.redensarten-index.de/suc...r Arsch auf Grundeis&bool=relevanz&suchspalte[]=rart_ou
 

Melli 2

Well-Known Member
AW: Ursprünge der Redewenden

Stille Wasser sind tief :

Stille Wasser sind tief – Auf Menschen angewandt sagt man dies zu/über jemanden, der eigentlich recht schüchtern, introvertiert, zurückhaltend ist und nicht gern im Mittelpunkt steht. Wenn dieser Jemand dann aber doch mal überrascht durch lautes Auftreten, überrraschende Handlungen oder überdurchschnittlichem Können/Wissen, benutzt man das Sprichwort “Stille Wasser sind tief”. Abgeleitet von der Natur, in der selbst ruhige Gewässer
ungeahnt tief sein oder starke Strömungen enthalten können, was man dem Gewässer äußerlich gar nicht ansieht. Das trifft bildhaft auch auf Menschen zu.
Fest steht, dass der Ursprung aus der Natur stammt und dies irgenwann auf den Menschen übertragen wurde. Der Zeitpunkt und die genaue Herkunft sind allerdings nicht eindeutig belegt. Vielleicht stammt sie aus der gleichnamigen Komödie vonFriedrich Ludwig Schröder (1744-1816) “Stille Wasser sind tief”
(1786).
 

Aylin2009

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AW: Ursprünge der Redewenden

boah!! Jetzt wird ein Schuh draus!

(ich schau gleich mal nach der Herkunft dieses Spruchs)


Redewendung:
Andersrum wird ein Schuh daraus.

Erklärung:

Das Gegenteil ist richtig!

Ursprung:

Im Mittelalter wurden Schuhe im Gegensatz zu heute auf links genäht. Diese mussten erst umgekrempelt werden, „damit ein Schuh draus wurde”.

http://uli.söhnel.info/redewendungen/114.php

Anmerkung der Redaktion: ich habe den Spruch gar nicht richtig verwendet und aus der Recherche wirklich was gelernt.
 

waltraut

Active Member
AW: Ursprünge der Redewenden

den löffel abgeben...................................( sterben)

Kommt daher ,dass früher bei der einfachen Bevölkerung nicht im Überfluss vorhanden waren , und so , wenn der Aelteste starb , der Jüngste seinen Löffel bekam .

Der Aelteste hatte also seinen Löffel abgegeben.


Gruss Wally
 

Flammberg

Active Member
AW: Ursprünge der Redewenden

Dies schrieb ich vor längerem hier auf dem Forum, doch es hatte in den thread nicht recht hineinpassen wollen - gut also, daß hier nun der richtige Ort für solcherlei Dinge ist:

Vielfach ist die ursprüngliche Bedeutung heute jedem geläufiger und angesehener Wörter kaum mehr bekannt und oft würde anderenfalls der betroffene Begriff dann kaum noch in den Mund genommen werden.

So auch wird es wohl mit dem Wort "Wonneproppen" sein, mit dem meist Eltern oder Großeltern ein besonders niedliches, meist jedoch übergewichtiges (fettes) Kind betiteln.

Nun ist es aber so, daß „Wonneproppen" im Mittelalter etwas ganz anderes meinte...
„Wonne“ steht für wohlige Freude, sinnliche Lust; „Proppen" ist das mittelhochdeutsche Wort für „Pfropfen", also ein stopender Faßverschluß aus Kork oder Holz. „Wonneproppen" kann also zusammengesetzt mit „Freudenpfropfen" oder “Lustpfropfen" übersetzt werden und tatsächlich bezeichneten Frauen im deutschen Mittelalter, also einer Zeit recht praller Umgangsformen, einen relativ kurzen, aber dicken Penis als einen „Wonneproppen".

Ich habe darüber früher einmal in einem Fachbuch über Linguistik gelesen - schon interessant, was dort so alles erwähnt wird.
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