Was denkt Ihr gerade? (38)

Burebista

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4 November 2015
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Die Kommunisten hatten wohl doch Angst den Rumänen ihre einzige Hoffnung zu nehmen. Sie selbst hatten den Menschen keine guten Lebensbedingungen zu bieten, so konnten die Menschen auf das nächste Leben oder auf das Jenseits hoffen und sie gewähren lassen.
1. Ja, ja, aber die waren eigentlich keine Kommunisten. Wahre Kommunisten haben unsere Genossen bei Besuche aus der DDR gesehen. Dolmetscher waren Siebenbürger Sachsen (normal). Und diese wurden nachher von den rumänischen Genossen gefragt: "Glauben die DDR Genossen wirklich an Kommunismus. Kann das sein?" Und die rumänischen Genossen haben sich gedacht, dass die DDR Genossen nicht alles im Kopf haben können.
Also machten unsere Genossen aus den Nachrichtendiesten keine Freundschaft mit der Stasi, sondern nur mit der BND. Securitate-Generäle gingen amtswegen nur 1 oder 2 x in der DDR. BRD war aber der Partner. Gegen die KBG.
Sibiu/Hermannstadt war ein Hub des BND und der Securitate. Sogar Ende Dezember 1989 befanden sich in Hermannstadt mehrere westdeutsche Professoren. Na ja. Aber es wurden nur die Securitate-Akten und die Stasi-Akten geöffnet. Die BND-Akten nicht. Ah. Die Securitate aus Sibiu hat damals die meisten Akten des Auslanddienstes verbrennen können.

2. Es gibt ein Zitat aus einem Roman: "Gegen Gott stellt man sich nicht". Also die rumänischen Diebe haben klar die Grenze: Leben gehört zu Gott, Kirche gehört zu Gott. Gegen Gott stellt man sich nicht. Stehlen dürfte man (hehe), aber Leben nehmen nie.
Das ist das höchste Gebot auch der rumänischen Diebe und der rumänischen Politiker.
Und auch wenn die dich ausrauben: die lassen soviel Geld, um nach Hause ankommen zu können. So passierte mir in Berlin. Meine lieben Landsmänner haben mir auf dem Alexanderplatz mein Telefon gestolen und das ganze Geld, außer 100 Euro. Akten dabei gelassen. Ich war munter um 11 Uhr in der Nacht. An einem Samstag abend. Am Sonntag in der früh hatte ich den Flug. Aber ohne Telefon und mit Akten und nur 100 euro von 400.

PS. Woher ich wusste, dass es meine Landmänner waren? Die kamen selbst zu mir, als die sahen, dass ich mein Handy vermisste. Und fragten auf Rumänisch, ob es meiner Seele weh tue. Ich ging aber weg.
 
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Burebista

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4 November 2015
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Also @Bintje Dass die Dir die Akten sogar zuhause gebracht haben, dann musst Du dankbar sein, haha.
Es ist über ihren Diebe-Ehre-Kodex. :)
Es ist nicht zum Lachen. Eigentlich spricht man sich nicht aus, dass man beraubt wurde. Aber diejenigen, die sich bei Freunde beklagen, erfahren, dass es sowas nicht selten passiert. Und dass die Akten nicht verloren gehen.
 

Bintje

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5 Mai 2018
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Also @Bintje Dass die Dir die Akten sogar zuhause gebracht haben, dann musst Du dankbar sein, haha.
Es ist über ihren Diebe-Ehre-Kodex. :)
Habe ich mir auch gedacht. Der "Finderlohn", den die sich genehmigten, war zwar zu hoch, aber wenigstens Ausweise etc. wieder da.

Ansonsten habe ich heute echt keine Lust. Wenn's wenigstens Regen gäbe. Aber nix da, gefühlt seit Wochen nicht mehr. Oder nur wenig.
 
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Burebista

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4 November 2015
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Ach. Finderlohn. Habe lange Zeit nicht gewusst, dass es sowas gibt. Es gibt aber nur in den dt., österr. und schweiz. Rechtssystemen.
In Rumänien gibt es sowas nicht. Es ist gar nicht denkbar.
Wie habe ich erfahren, dass es sowas im dt. Recht gibt? Einfach.
Es war 2003, als ich 100 Euro im Monat verdiente. Wollte meiner Mutter eine Türkeireise bereiten. Mit 100 Euro im Monat... War tapfer. Aber als ich die Preise sah, blieben wir nur 3 Tage in der Türkei. Hatten nicht mehr Geld als 3 Tage.
Sind mit dem Zug gefahren. Wollte meiner Mutter nicht 2 Klasse besorgern, sondern Liegewagen. Schlafwagen war nicht zu denken. Also, so war es. Liegewagen. Am Morgen als ich das WC des Liegewagens geschlossen fand, ging ich ins nächsten Waggon, 2. Klasse. Fand einen Geldbürtel mit 1400 Euro und mit Pass. Las den Namen den Besitzers und dann ging ich durch die Abteilungen und fragte nach dem Besitzer. Der kam erschrocken aus der Abteilung und fragte, was es los sei. Ich gab ihm den Geldbeutel. Habe keinen Finderlohn genommen und keinen erwartet, denn ich wusste nicht, dass es sowas geben könnte.
Ich wurde von dem Freund Christoph aus der Lausitz aufmerksam gemacht: Du hättest was Geld davon verdienen können! Sagte er mir.
Verdienen wieso? Weil ich ein WC suchte und den Geldbeutel fand?
Was mich erschrocken hat: ich sagte das ganze einigen Kollegen von mir. Und die antworteten: Kha, Du hättest das Geld nehmen können und den Rest aus dem Fenster werfen.
Ich fand unmöglich, an sowas denken zu können. Was hätte der Mensch gemacht, an der Grenze, ohne Pass, ohne Geld. Nur weil er schläfrig im WC war.
Die einer (manche Rumänen) kamen mit dem "aus dem Fenster wegerfen". Die anderen, die Deutschen, mit dem Finderlohn. Also ob ich etwas verdieht hätte, das gesamte Geld zurück zu geben.
 
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Alubehütet

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29 Januar 2017
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Finderlohn ... o.k. ja, es gibt einen Rechtsanspruch. Gemeint ist aber Dankbarkeit, die sich durchaus auch in Geld erkenntlich zeigen darf. Die Summe ist auch nicht wirklich hoch.

Na gut, 5% lese ich gerade.
 

Alubehütet

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29 Januar 2017
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Habt Ihr das mitbekommen mit der Segeljacht von Jeff Bezos (Amazon)? Der läßt sich gerade eine in Rotterdam zimmern, wo auch sonst. Jetzt ist das Ding so groß, daß beim Ausfahren eine historische Brücke im Weg steht, hatte irgendwie niemand bedacht. Jetzt wird sie abgebaut.
Update: Die Brücke bleibt :)
 
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Burebista

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4 November 2015
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Shinzo Abe ist gestorben. Ruhen soll er in Frieden.
Aber alle sind hier im TT so erschüttert, dass es hier Stille herrscht.
Es ist nicht zum Lachen.
Es tut mir leid für ihn. Er war der einzige Premierminister Japans, der Rumänien besuchte. In der Geschichte! Die Thronfolger haben das mehrmals gemacht. Aber es war nur ein Premierminister, der das Jänner 2018 gemacht hat. Aber hier gab es kein Premierminister. Er wurde 1 Tag vorher von seiner eigenen Partei gestürzt.
Also traf Abe den Johannes und besuchte das Dorfmuseum. Und war glücklich, nach Besuch in 5 osteuropäischen Staaten, Stille zu finden.
 
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