Was lest ihr ??

Alubehütet

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29 Januar 2017
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Wuppertal
Ich finde das Buch ist sehr empfehlenswert....... sehr gut der Schriftverkehr zur Familie von Jauch, nach dem Aufmacher dieses Schundblattes.

Link
Hier paßt es :)


Der folgende Text sollte eigentlich in unserem Buch “Ohne Rücksicht auf Verluste” erscheinen, hat aus Platzgründen aber einfach nicht mehr reingepasst. Darum freuen wir uns, ihn nun exklusiv hier zu veröffentlichen.

Ein Jahr Corona in “Bild”
 
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sommersonne

Well-Known Member
19 März 2017
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Leipzig
So, ich habe es nun gelesen "Alle, außer mir" von Francesca Melandri.
Es hat viel länger gedauert es zu lesen, weil ich es immer wieder weg gelegt habe. Das ist keine leichtverdauliche Lektüre, ich war immer wieder entsetzt und empört. Mir war garnicht bekannt wie grausam Italien in seinen Kolonien gehaust hat. Über die Bedingungen für die heutigen Flüchtlinge an Italiens Küsten war ich so konkret auch nicht informiert.
Von Frankreich und Algerien war mir das ja bekannt, auch weil M.´s Ausbilder als Gefangener in französischen Gefängnissen war und dort gefoltert wurde.
 

Bintje

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5 Mai 2018
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Mir schwirrt der Kopf, weil ich mich über Wiki darüber schlau machen wollte.
Das einzige Resultat für mich war, dass es unter Fachleuten ein sehr umstritenes Konzept ist.
Kommt drauf an, von welchem Blickwinkel. Die UN-Behindertenrechtskonvention, die Deutschland erst 2009 ratifiziert hat, sichert auch Kindern mit mehr oder weniger ausgeprägten Einschränkungen das Recht auf den Besuch von Regelschulen zu. Das läuft aber in einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich. Im Norden vergleichsweise gut, Hamburg z.B. unterrichtet schon seit Anfang der 90'er inklusiv, aber in Süd- oder Ostdeutschland beispielsweise sieht es zum Teil sehr anders aus. Wenn Du magst, schau Dir mal diese Doku an; sie ist lang, aber erklärt sehr viel mehr, als ich es in diesem Rahmen könnte.

 

Mendelssohn

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17 Januar 2016
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Ich habe gerade von Fatma Aydemir Dschinns zu Ende gelesen.
Eine Familiensaga. Einfach nur großartig. Wurde auch für den Deutschen Buchpreis vorgeschlagen. Zurecht. Sprachgewaltig, kritisch und ein Plädoyer für Mitmenschlichkeit. Und spannend ist es auch zu lesen, wie die Familiengeheimnisse nach und nach gelüftet werden.
Es gibt kein Happy End, aber Einsicht. Der lange Weg war nicht umsonst.
 

Bintje

Well-Known Member
5 Mai 2018
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Ich habe gerade von Fatma Aydemir Dschinns zu Ende gelesen.
Eine Familiensaga. Einfach nur großartig. Wurde auch für den Deutschen Buchpreis vorgeschlagen. Zurecht. Sprachgewaltig, kritisch und ein Plädoyer für Mitmenschlichkeit. Und spannend ist es auch zu lesen, wie die Familiengeheimnisse nach und nach gelüftet werden.
Es gibt kein Happy End, aber Einsicht. Der lange Weg war nicht umsonst.
Danke für die Erinnerung! Es steht seit geraumer Zeit auf meiner Leseliste, ohne dass ich bisher dazu gekommen bin, aber das motiviert mich jetzt. :)
 
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Mendelssohn

Well-Known Member
17 Januar 2016
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Danke für die Erinnerung! Es steht seit geraumer Zeit auf meiner Leseliste, ohne dass ich bisher dazu gekommen bin, aber das motiviert mich jetzt. :)
Die Heldin ist aus meiner Sicht Sevda, obgleich eigentlich die ganze Familie etwas Heldenhaftes hat.
Sevda ging im kurdischen Bergdorf nicht zur Schule, weil es keine gab. Nach Umzug in die Stadt nach unten durfte sie nicht in die Schule, weil sie angeblich schon zu alt war (in Wirklichkeit wurde sie darauf vorbereitet, die Großeltern zu versorgen, für den Fall, dass beide Elternteile und jüngeren Geschwister in Deutschland "vorübergehend" leben würden). Endlich als letzte nach Deutschland nachgeholt, durfte sie einen Deutschkurs besuchen, aber nur, weil es dafür Geld gab. Mit 18 wurde sie in Deutschland an einen Spielsüchtigen verheiratet, so dass sie in einer Wäscherei dazuverdienen musste (was sie als eine Befreiung empfand). Gegen den Widerstand ihres Mannes arbeitete sie danach als Kellnerin in in einem italienischen Restaurant, das sie nach der Scheidung von ihrem Mann übernimmt. Dennoch muss sie den schriftlichen Kram von ihren Angestellten besorgen lassen, worunter sie immer noch leidet. Am meistet leidet sie aber darunter, dass sie viel zu wenig Liebe bekam. Warum das so war, löst sich dann im letzten Kapitel, das der Mutter Ermine gewidmet ist, auf.