Wissenschaftliche Forschung über die Herkunft der Kurden

Dieses Thema im Forum "Politik- und Geschichtsforum" wurde erstellt von aaron, 26 Juni 2020.

  1. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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    In München gab es einen iranischen Amokläufer, Nazi, der wahllos Türken abgeknallt hat mit der Begründung, als Iraner sei er Arier. Keine Ahnung, ob es rassistische Kurden gibt mit einem Arierfimmel.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27 Juni 2020
  2. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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    Falls hier jemand stolpert über das Wort „Arier“.

    Arier, so nannten sich Leute, die um etwa 2000 v.Chr. eingewandert sind in Nordwestindien und dem Iran. Ein Teil ist als Hirtennomaden in der eurasischen Steppe geblieben, entwickeln sich zu Reiterkriegern, schlagen hier ab 800 v.Chr. auf unter anderem als Skythen. Deren Nachfahren sind z.B. die heutigen Osseten.

    „Arier“ bedeutet später „Herren“, usprünglich wohl „Freunde“ im Sinne von „Gastfreundschaft Gewährende“.

    „Iran“ = Land der Arier. Es wird ewig ein Rätsel bleiben, ob das auch für Ireland/Irland gilt, da sich das nicht dokumentieren läßt.

    Es gab sprachwissenschaftlich gute Gründe, die ursprünglichen Träger der Sprache „Arier“ zu nennen bzw. „Alt-Arier“, aus der sich später alle indoeuropäischen Sprachen und Idiome ausdifferenziert haben. Ursprünglich nannte man sie analog zu Semiten und Hamiten Japheten, wofür es auch gute Gründe gegeben hat. Die Rassisten haben uns „Arier“ kaputtgemacht, weshalb man heute von Urindogermanen bzw. Protoindoeuropäern spricht, was beides beknackt ist, aber nunja.
     
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  3. Alubehütet
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    Griechisch ist eine indoeuropäische Sprache mit massenhaft Vokabeln aus Sprachen, über die wir meist nichts mehr wissen. Und dürfte entstanden sein durch die Einwanderung von Indoeuropäern, die so lange herumkauderwelschten mit den schon Ortsansässigen, bis daraus „Griechisch“ wurde. Das dürfte so 1500 v.Chr. geschehen sein, wenn ich das richtig im Kopf habe. Nach Anatolien sind die Griechen erst später ausgewandert, keine Ahnung, vielleicht 1000 v.Chr. Homer, dessen Vorfahren ausweislich seiner Sprache aus den Umkreis Athens nach Anatolien ausgewandert sind, ist 800 v.Chr. Die Vorfahren der heutigen Perser und Kurden waren da schon lange zumindest im Iran.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27 Juni 2020
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  4. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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    Das ist eine ganz einfache und eindeutige Sache.

    Italienisch, französisch, spanisch, rumänisch, räteromanisch sind romanische Sprachen. Um die Zeitenwende haben die alle noch Latein gesprochen, das Latein hat sich dann weiterentwickelt zuerst in verschiedene lateinische Dialekte und später in die genannten Einzelsprachen.

    Deutsch, niederländisch, schwedisch, norwegisch, isländisch, englisch, das sind germanische Sprachen. Um die Zeitenwende haben die alle ein einheitliches Germanisch gesprochen, das uns nicht mehr schriftlich erhalten ist, aber rekonstruiert werden kann. Aus dem Deutschen sind ursprünglich niederländische und bairische (bayrisch-österreichische) Dialekte entstanden; die bairischen hat unsere Sprache wieder einfangen können (naja), die niederländischen nicht mehr. Das ist heute eine eigene Sprache.

    Und so gibt es auch eine indo-iranische, eine arische Sprache, aus der sich später das indische Sanskrit, daraus wieder die Roma-Sprachen entwickelt haben, und in unseren Regionen eben kurdisch und persisch.

    Was Idioten daraus ableiten wollen für ihre nationale Propaganda, keine Ahnung, habe ich nichts mit zu tun, verteidige ich auch nicht. Aber so ist die Sachlage. Eindeutig.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27 Juni 2020
  5. Alubehütet
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    Die alle wiederum: germanische Sprachen, romanische, slawische, indoiranische, griechisch, keltisch, baltisch, hethitisch, tocharisch und vieles mehr läßt sich zurückführen auf eine proto-indoeuropäische bzw. urindogermanische Grundsprache, die um etwa 4000 v.Chr. begann, sich auseinanderzuentwickeln. Erst seit etwa einem Jahrzehnt weiß man definitiv, was vorher erbittertst umstritten war, daß diese Leute Hirtennomaden waren in der eurasischen Steppe. Wir reden hier von der Jungsteinzeit, genauer, der Kupfersteinzeit.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27 Juni 2020
  6. Alubehütet
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    Den Urindoeuropäern heute noch am nahesten sind sprachlich übrigens die Litauer – das heutige litauisch ist dichter dran am Urindogermanischen als das steinalte Sanskrit; die Litauer konjugieren noch alle acht Fälle –, in Sitten, Gebräuchen, Volksglauben die Letten. Falls sich jemand fragt, wieso ich mich so dafür interessiere. Mein Vater war Lette.
     
  7. Zerd
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    Der Preis, den man für ausgedehnte kontroverse Debatten mit Schwachsinnigen zu zahlen hat, ist es, einen Teil ihres Schwachsinns zu übernehmen, um überhaupt gemeinsame Kommunikation und Minimalverständgung zu erzielen. Das färbt mit der Zeit zwangsläufig auf das eigene Denken ab, wieso ich es schon seit langer Zeit vermeide.

    Wie sagt Nietzsche so schön: "Wenn Du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in Dich hinein."
     
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  8. Alubehütet
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    Hier wird ja nicht debattiert. :)

    Der eine erzählt Märchen, die Kurden seien Einwanderer aus Indien. Und ich referiere den wissenschaftlichen Stand der Dinge. Der sich auch nicht mehr ändern wird. Die Kurden sind schon seit 4000 Jahren ungefähr da, wo sie heute noch sind.

    Da ist keine Debatte. ;)
     
  9. EnRetard
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    rassistischer Terminus
     
  10. Alubehütet
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    So war er auch gemeint, als Wiedergabe indirekter Rede.

    Da wird sehr vornehm und wissenschaftlich von Roma geredet. Der Subtext ist aber doch: Die Kurden behaupten, stolze Arier zu sein; in Wirklichkeit aber sind sie lumpigeZigeuner.
     
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