Zigeunersosse?

nein. du drückst dich sehr missverständlich aus. was genau willst du mir unterstellen? wie ich eben schrieb: "du kannst davon ausgehen, dass das wort "zigeuner" zu meinem rezeptiven sprachschatz gehört." daran schloss sich die frage an, die du nicht beantworten willst, kannst: "da es bei dir zum aktiven sprachschatz gehört: zähle doch bitte auf, wie viele anlässe es für dich in der alltagskommunikation gibt, das wort "zigeuner" zu verwenden und in welchem kontext."

sagst du zur kaffeetasse "zigeuner"? sagst du zu kastanie vor deinem haus "zigeuner"? sagst du zu deiner glühbirne "zigeuner"? wann und wo gebrauchst du das wort "zigeuner"?

Gibst Du immer anderen die Schuld?
Nicht in Erwägung gezogen, dass Du die Zusammenhänge nicht verstanden hast, oder meinst Du ernsthaft, dass Deine Exkursionen Dich geistreicher machen? Du ignorierst konsequent meine Fragen. Statt zu anworten stellst Du selbst Fragen.
 
Gibst Du immer anderen die Schuld?
Nicht in Erwägung gezogen, dass Du die Zusammenhänge nicht verstanden hast, oder meinst Du ernsthaft, dass Deine Exkursionen geistreicher machen? Du ignorierst konsequent meine Fragen. Statt zu anworten stellst Du selbst Fragen.


die fragen sind längst beantwortet, nur passt dir die antwort nicht.
in diesem sinne wünsche ich dir einen schönen abend und eine gute nacht.
 
Ich stehe aber auch gerade auf der Leitung. Kann dem nicht so ganz folgen, Otto.

Eine Gelegenheit, dieses Wort zu verwenden bietet sich einfach aus dem Alltagsleben oder sonstigen Kommunikationsverhalten heraus einfach nicht. Da es keine Situationen gibt, da es keine passenden Themen gibt, wird das Wort folglich nicht verwendet. Es ist in einem aktiven Wortschatz nicht vorhanden. Im passiven Wortschatz sehr wohl. Ergibt sich aus einem Kontext heraus eine konkrete Situation, wird das Wort natürlich verwendet, wandert in diesem Moment vom passiven in den aktiven Wortschatz. Ein Beispiel ist doch gerade dieser Thread (in dem wir alle das Wort Zigeuner wohl so oft gebraucht haben wie unser ganzes Leben zusammen nicht...). Die Verwendung des Wortes sagt jedoch noch lange nichts darüber aus, wie es letztendlich konnotiert wird.

Da es in diesem Thread gerade chic ist, als "Die vier Musketiere" benannt zu werden: wurde das Wort "Zigeuner" hier von "Musketieren" in diesem Thread negativ konnotiert verwendet, will heissen, wurde es benutzt, um Angehörige einer Ethnie zu verunglimpfen, sie anderen gegenüber abzuwerten etc.?

Ich bleibe erst einmal bei dem Begriff Sprachgebrauch, bevor der Faden völlig verloren geht.

Schließlich hatte ich mich auch darauf bezogen:

Nee, nee, ok, wir haben hier mittlerweile 40 Seiten zusammen geschrieben- aber vzd hat an mehreren Stellen klar gemacht, dass sich dieses Wort nicht in seinem Sprachgebrauch befindet und auch nicht in diskriminierender Form in seinen Denkstrukturen. Der Dank war dafür der Ehrentitel "Klobrille".

Auf die Frage weshalb er in seinem Sprachgeberauch auf Neger und Zigeuner verzichtet, kam folgende Antwort:

weil anlässe diese worte zu gebrauchen zugegeben selten sind...

Der Sprachgebrauch ist die Anwendung. Wenn sich diese Wörter nicht in seinem Sprachgebrauch befinden, dann sollten sie auch nicht zur Anwendung kommen, richtig?

Fehlende Anlässe werden aber als Grund für den quasi erzwungenden Verzicht aufgeführt. Somit scheitert es nicht daran, dass er es\sie nicht anwenden möchte. Verständlicher?
 
die fragen sind längst beantwortet, nur passt dir die antwort nicht.
in diesem sinne wünsche ich dir einen schönen abend und eine gute nacht.

Durch die Hintertüre...
Dabei hätte ich tatsächlich gerne gewußt, weshalb Ziegeuner für ihre Diskriminierung selbst Schuld sein sollen. Aber keine Antwort ist auch eine Antwort; Das nach mehrmaligem Nachfragen. Daher hast Du natürlich Recht, wenn Du schreibst: "die Fragen sind längst beantwortet". Ja, sind sie.
 
Gab es nicht die GUTEN Musketiere des Königs und die BÖSEN Musketiere des Kardinals? Jedenfalls hat uns das Dumas hervorragend eingetrichtert.

PS: Wer ist dann Lady de Winter?
 
Der Sprachgebrauch ist die Anwendung. Wenn sich diese Wörter nicht in seinem Sprachgebrauch befinden, dann sollten sie auch nicht zur Anwendung kommen, richtig?


Nö. Nur weil sich etwas nicht im Sprachgebrauch befindet, heisst es nicht, dass damit die Anwendung ausgeschlossen ist. Oder ein Anwendungsverbot existiert. Dann hätte da stehen müssen "Die Benutzung des Wortes habe ich aus meinem Sprachgebrauch gestrichen. " Eine Anwendung ist nur dann ausgeschlossen, wenn das Wort sich gar nicht im Wortschatz befindet und erst erlernt werden müsste, um zur Anwendung zu kommen.


Fehlende Anlässe werden aber als Grund für den quasi erzwungenden Verzicht aufgeführt. Somit scheitert es nicht daran, dass er es\sie nicht anwenden möchte. Verständlicher?

Er hat ja nicht geschrieben, dass er sich in Opus Dei-Manier kasteit und geisselt, nur damit das Wort nicht von seinen Lippen fleucht. Er hat keinen Anlass (oder wenig Anlässe), das Wort zu gebrauchen. Gäbe es den Anlass, würde er das Wort gegebenenfalls verwenden. Da es den Anlass nicht gibt, existiert das Wort nicht in seinem Sprachgebrauch. Denn er gebraucht es ja nicht.

Mann Otto:D
Wir nerven das ganze Forum. Da haben wir was angefangen:D
 
Nö. Nur weil sich etwas nicht im Sprachgebrauch befindet, heisst es nicht, dass damit die Anwendung ausgeschlossen ist. Oder ein Anwendungsverbot existiert. Dann hätte da stehen müssen "Die Benutzung des Wortes habe ich aus meinem Sprachgebrauch gestrichen. " Eine Anwendung ist nur dann ausgeschlossen, wenn das Wort sich gar nicht im Wortschatz befindet und erst erlernt werden müsste, um zur Anwendung zu kommen.

Es ist schon richtig, dass die Anwendung nur dann uneingeschränkt ausgeschlossen werden kann, wenn der Wortschatz keine zuläßt. Wir schließen aber mal Folter und Albträume aus.

Sprachgebrauch: Anwendung der Sprache in Äußerungen (jetzt mal Herr Googel herhalten müssen)
So interpretiere ich das aber sehr wohl. Es geht auch nicht um Verbote. Heißt einfach, dass er diese Wörter nicht verwendet. Ich glaube nicht, dass Du im besagten Thread sagen wolltest, dass er sie heute und morgen nicht benutzt.

...
Wir nerven das ganze Forum. Da haben wir was angefangen:D

Die Aussagen waren widersprüchlich. Manches nehme ich dann doch genau unter die Lupe ;)
vorallem, wenn man... Aber hier hast mal wieder Recht, wir nerven das Forum.
 
die hoffnung stirbt zuletzt. nochmals:

es gibt rund 400.000 wörter im deutschen. das ist der wortschatz. die zahl ist aufgrund der kompositaregel im deutschen (zusammengesetzte hauptworte) schwer zu schätzen. deutschsprachige verfügen in ihrem sprachschatz zwischen 3.000 und 216.000 worte, denen sie eine denotation zuordnen können. diese spannweite ergibt sich aufgrund der bildung und der sprachsozialisation. das ist der rezeptive oder passive wortschatz. von diesen 3.000 bis 216.000 worten verwendet der deutschsprachige jedoch nur 800 bis 2.000 worte in seiner alltäglichen kommunikation, die ihn durchs leben führt. das ist der aktive sprachschatz um eine fremdsprache zu beherrschen reichen nach theorien der sprachwissenschaftler 1.000 worte aus.

das wort "traktor" befindet sich in meinem passiven wortschatz. ich kann die entsprechende denotation bennen. "landwirtschaftliche zugmaschine". in meinem aktiven wortschatz befindet sich das wort nicht, weil sich in meiner alltagskommunikation kein anlass zur verwendung bietet: ich arbeite nicht in einem landwirtschaftlichen betrieb, ich lebe nicht in einer agrarregion, ein traktor gehört nicht zu meinem bevorzugten transportmittel. dennoch weiß ich schon heute, dass ich am montag das wort recht häufig anlassbezogen verwenden werde. dennoch wird dieser statistische ausreißer nicht genügen, das wort zu meinem sprachgebrauch (aktiver wortschatz) zu zählen. und ich sehe keinen anlass, zum ahornbaum vor meiner tür "traktor" zu sagen, das wort "bordstein" durch "traktor" zu ersetzen oder meine kollegin mit "traktor" anzusprechen. genauso verhält es sich – für mich – mit dem wort "zigeuner". es ist in meinem sprachschatz, aber nicht in meinem sprachgebrauch.

fehlende anlässe sind kein grund für verzicht, sondern für fehlende notwendigkeit.
 
weil anlässe diese worte zu gebrauchen zugegeben selten sind.
Mein Güte, vzd scheint wenige Menschen zu kennen, die sich selber Zugeuner nennen und kein Problem damit haben Zigeuner genannt zu werden, dementsprechend sagt er nicht so oft. "Ach gestern? Gestern habe ich mit dem Thomas Kaffee getrunken, weisst du, der Zigeuner, der auch bei meinem Geburtstag war."
Also, es gibt keine Situationen in seinem Leben, wo er das Wort Zigeuner benutzen könnte.

Menschen, die Sintostyle kenne, denen er vertraut un ddie Zigeuner zu ihm sagen dürfen, haben öfter die Gelegenheit das Wort zu benutzen.

Immer diese Versuche, jemandem etwas anzulasten. Da bist du fast so gut wie lynx drin.
 
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