„Ja, eine Welt ohne Prostitution ist denkbar!“

Wenn es um die Kriminalisierung der Freier geht, dann finde ich den Hinweis auf Mütter und Erziehung nicht so passend. Denn das Argument wirst du ja auch schwerlich bringen, wenn sich jemand anderer Straftaten, vielleicht sogar Schwerverbrechen schuldig gemacht hat.
Die sexuelle Ausrichtung finde ich auch nicht erstaunlich und für sich genommen völlig unproblematisch. Ich stelle lediglich in Frage, ob Frau Schwarzer als Lesbe wirklich etwas Stichaltiges (! ;) ) zum heterosexuellen Geschlechterverhältnis beizutragen hat oder ob ihre persönliche Neigung ihren Blick darauf nicht doch ein wenig verzerrt.

Ein wenig wundert die Argumentation und scheint auch nicht angemessen. In Schweden ging die Politik auch von "den üblichen Verdächtigen" aus. Frauenverbände. Grüne.... In eine andere Richtung als von den Kollegen in Deutschland. Und zwar auch massiv mit dem Hintergrund des Geschlechterverhältnisses. Allesamt verbiesterte lesbische Kampfemanzen ohne oder mit schlechten "stichhaltigen" Erfahrungen? Okay.

Die Debatte kann quasi auf beiden Seiten scheinbar nicht ohne Polemik erfolgen. Wie gesagt, ich habe auch eine recht skeptische Einstellung zu dem Thema und zu Freiern, nie einen Hehl daraus gemacht. Und ich bin heterosexuell und habe, nun ja, auch keinen Grund zur Klage.
 
Frau Schwarzer hatte da auch mal einen Bruno, bevor die weiblichen Partner ihre Lieblinge wurden. Steht so in ihrer Biographie;) Ob er jetzt ausschlaggebend war für weitere Ergüsse ihrerseits, steht da aber nicht drin.
 
Wenn es um die Kriminalisierung der Freier geht, dann finde ich den Hinweis auf Mütter und Erziehung nicht so passend. Denn das Argument wirst du ja auch schwerlich bringen, wenn sich jemand anderer Straftaten, vielleicht sogar Schwerverbrechen schuldig gemacht hat.

Der Hinweis auf die Mütter bezog sich vorallem auf Schwarzers allzuhäufige Zuschreibung der Männer als Täter und der Frauen als Opfer und war nicht als Plädoyer für die Strafverfolgung jener gedacht, sondern, wenn überhaupt für einen insgesamt zurückhaltenderen Umgang mit dem Strafrecht als eines der letzten Mittel der Wahl.

Frau Schwarzer wird nicht umsonst des öfteren, auch von feministischer Seite, eine paternalistische Haltung vorgeworfen, die im Grunde geradezu Reaktionär ist.

Ein wenig wundert die Argumentation und scheint auch nicht angemessen. In Schweden ging die Politik auch von "den üblichen Verdächtigen" aus. Frauenverbände. Grüne.... In eine andere Richtung als von den Kollegen in Deutschland. Und zwar auch massiv mit dem Hintergrund des Geschlechterverhältnisses. Allesamt verbiesterte lesbische Kampfemanzen ohne oder mit schlechten "stichhaltigen" Erfahrungen? Okay.

Die Debatte kann quasi auf beiden Seiten scheinbar nicht ohne Polemik erfolgen. Wie gesagt, ich habe auch eine recht skeptische Einstellung zu dem Thema und zu Freiern, nie einen Hehl daraus gemacht. Und ich bin heterosexuell und habe, nun ja, auch keinen Grund zur Klage.

Mein Hinweis auf Frau Schwarzers sexuelle Ausrichtung bezog sich vorallem auf sie selbst und nicht auf die gesamte Debatte. Mit Schweden hat das erstmal nichts zu tun. Aber es fällt mir schwer, Frau Schwarzer, auch aus diesem Grund, als Diskursteilnehmerin ernst zu nehmen.

Insgesamt finde ich es dabei vielleicht sogar begrüßenswert, dass sie das Thema wieder ins Gespräch gebracht hat. Nur wäre mir eine einfühlsamerer Umgang auf Augenhöhe, sowohl mit den Huren als auch den Freiern lieber. Wobei ich manche Freier in ihrer Gedanken- und Skrupellosigkeit auch erschreckend finde. Aber es sind nicht alle so. Warum beschäftigt sich kaum jemand mit den Freiern, ohne gleich mit der strafenden Gewalt zu drohen?
 
Man könnte die Schwarzer auch als den Sarrazin des Feminismus bezeichnen. Sicherlich hat sie ein paar Argumente, die berücksichtigt werden sollten, aber sie vermischt sie mit zu vielen Ungereimtheiten und Dumpfsinn, was sehr schnell einen ziemlich unangenehmen Beigeschmack bekommt.
 
http://buchblinzler.blogspot.de/2013/11/alice-schwarzer-zuchtige-blumenkranze.html

"Alice Schwarzer hat wieder einmal eine Kampagne gestartet, diesmal gegen Prostitution. Sagt sie. In Wirklichkeit war allerdings fast durchgehend von Menschenhandel die Rede. Das ist ein Unterschied, aber eine genaue und differenzierte Herangehensweise war in den Beiträgen der Podiumsteilnehmer leider nicht zu erkennen.
Dagegen regte sich Widerstand. Bereits draußen vor dem Eingang wurden Materialien verteilt, die sich kritisch mit der neuen Anti-Prostitutions-Kampagne von Alice Schwarzer auseinandersetzen. Drinnen im Saal wurde dann ganz schnell deutlich, dass recht viele Prostituierte anwesend waren und sich mit dem Buch genauso wenig einverstanden zeigten wie mit der Besetzung des Podiums."
 
Muss Schwarzer etwas zum heterosexuellen Geschlechterverhältnis beizutragen haben, noch dazu etwas "Stich"-haltiges aus eigenem Erleben, um sich zum Thema Prostitution zu äußern?
 
Muss Schwarzer etwas zum heterosexuellen Geschlechterverhältnis beizutragen haben, noch dazu etwas "Stich"-haltiges aus eigenem Erleben, um sich zum Thema Prostitution zu äußern?



Wenn die Befürchtung im Raum steht, dass ihre Sicht auf das allgemeine heterosexuelle Geschlechterverhältnis durch ihre ihr zuzugestehende sexuelle Neigung und daraus resultierende negative sexuelle Erfahrungen mit Männern verzerrt ist, traue ich ihr auch beim Thema Prostitution kein nüchternes Urteil zu.

Ihr halsstarriges und polarisierendes Auftreten bestätigt für mich jedenfalls den Verdacht, dass sie mehr als voreingenommen ist. Und das bekanntlich nicht nur beim Thema Prostitution, sondern auch bei der ganzen "Kopftuchdebatte."

Übrigens ist m.E. eigentlich jeder Mensch voreingenommen. Ich ja auch. Die Frage ist, ob man in der Lage ist, die eigene Subjektivität in seine vermeintlich objektive Weltbetrachtung mit einzubeziehen. "Man sieht (meistens) nur das, was man weiß" (bzw. zu wissen glaubt).
 
Ich bestreite überhaupt nicht, dass Schwarzer in Sachen Prostitution voreingenommen ist. Sie ist überhaupt voreingenommen. Ich bin nur nicht der Meinung, dass eine Frau Vaginalverkehr mit einem Mann gehabt haben muss, um sich ein Urteil über Prostitution zu erlauben.
 
Ein wenig wundert die Argumentation und scheint auch nicht angemessen. In Schweden ging die Politik auch von "den üblichen Verdächtigen" aus. Frauenverbände. Grüne.... In eine andere Richtung als von den Kollegen in Deutschland.

Den Schweden sagt man übrigens nach, dass sie sich aus pädagoschen Gründen vom Staat viel vorschreiben lassen. Eine Staatspädagogik, die sich in viele Bereiche des Zusammenlebens einmischt. Die Grenze zur freiwilligen Unterwerfung unter staatliche Bevormundung ist auch dort fließend.
 
Ich bestreite überhaupt nicht, dass Schwarzer in Sachen Prostitution voreingenommen ist. Sie ist überhaupt voreingenommen. Ich bin nur nicht der Meinung, dass eine Frau Vaginalverkehr mit einem Mann gehabt haben muss, um sich ein Urteil über Prostitution zu erlauben.

Nein, nicht grundsätzlich. Aber vielleicht besteht zumindest bei ihr ein Zusammenhang zwischen ihrer sexuellen Neigung und ihrer klaren Unterscheidung zwischen (männlichen) Tätern und (weiblichen) Opfern, die sie bei der Debatte permanent ins Spiel bringt.
 
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