Ab wann ist man ein Rassist?

Bintje

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5 Mai 2018
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Das ist zwar richtig, ich bezweifle aber das die Bewohner dieser Viertel das wissen. Wenn ja können sie das wegen fehlender Sprachkenntnisse nicht durchsetzen.

So ist es. Meist wissen sie es nicht, und wenn sie das ausnahmsweise doch mal erfahren, wissen sie nicht, was sie konkret machen müssen. Die fehlenden Sprachkenntnisse kommen noch dazu.


Ein Problem, das m.E. unangemessen hochgeredet wird. Hier ein paar Fakten, die u.a. der SZ zu entnehmen sind: von aktuell 15,3 Mio. Kindern, für die insgesamt Kindergeld gezahlt wird, erhalten ganze 1,98 Prozent (= 268.336 Kinder) Zahlungen im Ausland.

Zum einen sind es oft Nachbarländer, von denen aus wohl auch viele Menschen täglich nach Deutschland zum Arbeiten pendeln. Zum anderen sind darunter verstärkt ost- oder südosteuropäische Staaten. Zur Jahresmitte 2018 wurde vor allem in sieben europäische Länder Kindergeld ausgezahlt. Die meisten Zahlungen gingen an Eltern von Kindern in Polen (117 000), gefolgt von Tschechien (21 000), Kroatien (19 000), Rumänien (knapp 19 000), Frankreich (16 000), Ungarn (knapp 11 000) und Bulgarien (knapp 7000).

Auch das Gros des Anstiegs bezugsberechtigter Kinder gegenüber dem Vorjahr stammt aus Polen und Tschechien (steht ebenfalls im Text). Und jetzt kommt's:

Nur etwa 400 weitere rumänische Kinder erhielten hingegen Kindergeld. Die Zahl der bulgarischen Kinder sank sogar um etwa 300.

Die zweitgrößte Gruppe der im EU-Ausland lebenden Kinder, für die Kindergeld gezahlt wird, bilden übrigens deutsche, 32 000 waren es im Juni 2018.

Quelle und mehr: https://www.sueddeutsche.de/politik...t-nicht-um-flaechendeckenden-betrug-1.4088113

Der Haken ist nicht der Kindergeldbezug im Ausland. Das steht den Leuten aufgrund der EU-Freizügigkeit zu.

Der Haken sind offenbar Fälle, in denen in einzelnen Großstädten gefälschte Geburtsurkunden für nicht existierende Kinder vorgelegt worden sein sollen. Laut Bundesagentur für Arbeit gibt es "konkrete Hinweise" darauf, wie auch immer die aussehen.
Wenn das geklärt werden kann und sich zum Faktum erhärtet, gehört das natürlich unterbunden und bestraft.
Wie hoch die Anzahl dieser Fälle ist, lässt sich aber nach Angaben der Bundesagentur gar nicht seriös einschätzen.

Festzuhalten bleibt: 1,98 Prozent der Kindergeldzahlungen fließen ins Ausland. Ein Teil davon möglicherweise zu Unrecht; es gibt Anhaltspunkte dafür. Dieser Prozentsatz dürfte ausgehend von der Grundgesamtheit noch weitaus geringfügiger sein als das ins EU-Ausland fließende Kindergeld insgesamt.

=> Sommerloch + populistische Stimmungsmache = Hype
 
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Bintje

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5 Mai 2018
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Sehe ich anders, das ist Urkundenfälschung und Erschleichung von Sozialleistungen, dies ist keine Bagatelle.
Mach das mal als Deutscher, gefälschte Papiere bei den Behörden vorzeigen, da stehst du mit einem Bein im Knast.

Völlig unbestritten; ich habe ja geschrieben, dass das geklärt und ggf. bestraft gehört. Meine Aussage bezog sich auf die Relation und in Frage kommende absolute Zahl, falls du das gelesen hast.
 

EnRetard

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19 Februar 2017
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Es geht denen, die das Thema aufbauschen ja auch um etwas anderes: Roma rausekeln. Nur ein winziger Teil der Kindergeldbezieher mit Kindern im EU-Ausland sind rumänische und bulgarische Roma. Sören Link greift sie aber speziell heraus und bewirft sie noch mit Ratten. Und warum geht Helmut Dedy vom Städtebund mit dem Thema hausieren, obwohl das Kindergeld nicht von den Kommunen bezahlt wird? Die beiden haben gemerkt, dass rassistische Säue sich gerade besonders schick durch die Dörfer treiben lassen.
 
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Alubehütet

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29 Januar 2017
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Am Kindergeld wird nicht gedreht werden, das ist EU-Ebene. Und damit werden osteuropäische Billiglöhner subventioniert. Es geht also tatsächlich um ganz bestimmte Roma.

Und da finde ich gut, daß da mal drauf geguckt wird. Da ist ein Problem, wer das bestreitet, kennt solche Viertel nicht. Da, wo wirklich Probleme sind, muß man drüber sprechen. Sonst überläßt man sie der AfD. Und hier sind wirkliche Probleme.
 
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Alubehütet

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29 Januar 2017
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„Schrottimmobilie“ ist in Duisburg kein Argument. Duisburg ist nicht Düsseldorf ist nicht Köln. Niemand muß in Duisburg in so einem Ding leben. Die Frage ist, wem das nichts ausmacht.