Habe mal so einiges im Internet nachgelesen. Ich fange mal hinten an:
Du findest die Führungskämpfe in der AfD peinlich? Wenn die nicht wären, wäre die AfD eine Alternative? Also wenn das dein einziges Problem mit der AfD ist, kannst du sie auch wählen. Führungskämpfe gibt es in jeder Partei.
Verstehe ich jetzt überhaupt nicht. Ich habe kein Problem mit den GRÜNEN oder der CDU. Muß ich jetzt die GRÜNEN wählen oder die CDU?
Der Führungsstreit wird dann peinlich, wenn er Wahlkampf verhindert. Zum europäischen Superwahljahr macht Pretzell einen großen Auftaktevent mit Le Pen, Wilders, seiner Trulla und ich weiß nicht mehr wer noch. Aber nicht unter dem Label der AfD. Weil die das Petri/Pretzell nicht gönnt. Sowas bietet kein anderer ... naja, Seehofer, der gehört für mich aber auch zurückgetreten.
Na das würde ich mir an deiner Stelle mal lieber nicht wünschen. Wenn es dazu käme, müßte vorher Deutschland so rechts sein das es an ein Viertes Reich denkt.
Daß Winfried Kretschmann Ministerpräsident ist, hat Baden-Würtemberg dem Kommunismus keinen Schritt näher gebracht. Muß man jetzt nicht gut finden, ist aber so. Ist die Frage, wie weit sich Deutschland verändern wird, und wie weit die AfD. Die AfD hat inzwischen eine lesbische Spitzenkandidatin, die mit ihrer Partnerin zwei Kinder großzieht. Ich würde mal sagen, die AfD wird sich auf lange Sicht verändern.
Zugegeben. Höcke ist da für mich ein denkbar schlechtes Beispiel gewesen. Den werden die irgendwann aussortieren, wie auch die Fundis bei den GRÜNEN aussortiert worden sind. Wenn er hingegen „weich“ werden würde, wäre er auch weg vom Fenster, weil er dann seine Machtbasis verliert. Der wird wohl wirklich kein Minister. Aber die neue, die Weidel z.B., die, finde ich durchaus, hat das Potential, ministrabel zu sein in sagen wir 10 Jahren. (Außerdem kann sie fließend Mandarin. Das könnte durchaus noch eine wichtige Qualifikation werden.)
Höcke ist ein Nazi in meinen Augen. Dem würde ich nicht mal die Uhrzeit glauben.
Der Höcke beherrscht die Kunst dessen, was man mal als „raunen“ bezeichnet hat: Andeutungen eines
Ihr wißt schon, was ich meine, in das sich dann jeder selber was reindeuten kann, und sich dabei nicht festnageln lassen. Insofern ist schwierig, rauszukriegen, was der Höcke genau will. Zumal ich auch immer noch nicht seinen Freund Kubitschek (schreibt der sich so?) gelesen habe.
Wolfgang Büscher macht ein großes Portrait in der
WELT und kommt gegen Schluß für sich zum Resumee:
Björn Höcke ist wohl kein Nazi, wie es ihm eine alarmistische Entlarvungsrhetorik entgegenschreit. Er ist ein Nationaler ganz alter Schule. Nationalromantisches 19. Jahrhundert, Preußensehnsucht, Horror Vacui vor der Auflösung des Vaterlandes – das dürften Antriebe sein, die den Oberstudienrat in die Politik stießen. Hätte er 1925 gelebt, er wäre ein Mann der DNVP gewesen.
https://www.welt.de/politik/deutsch...saussen-Hoecke-ist-von-ganz-alter-Schule.html
Keine Ahnung, ob das mit der DNVP so stimmt, ich hätte Höcke noch leicht anders verortet. Aber nur, weil einer ein beinharter Faschist ist, ist er doch lange noch kein Nazi

?
Nazi ist für mich heute einer, der anderen Menschen qua Geburt Minderwertigkeit zuspricht und aufgrunddessen Bürger-, Grund- und Menschenrechte bis hin zum Recht zu leben überhaupt abspricht. Also nur weil jemand als Frau geboren ist, homosexuell, behindert, mit Migrationshintergrund, gar als „Neger“, am schlimmsten: als Jude. Die Identitären, zu denen sich Höcke wohl zurechnet, sind da zugegeben in einer Grauzone. Die haben nichts gegen Ausländer. Ausländer sind sogar eigentlich o.k., naja, viele. Die sollen ruhig so leben, wie sie wollen, tun und lassen, was sie wollen. Nur eben bitte nicht hier.
Was bist du eigentlich für einer?
Willst Du jetzt ein Glaubensbekenntnis oder was?
Teilnahme an einer Krawalldemo mit 20
Moment mal.
a) Ist Joseph Fischer aus der Szene ausgestiegen mit Ende 20.
b) War das nicht nur eine Krawalldemo, das waren ziemlich viele.
c) Haben die auch Häuserkampf gemacht.
d) Hat er nicht nur dran teilgenommen, er hat sie organisiert.
e) Und zwar den Krawallteil.
f) Dafür haben sie trainiert. Das war nicht spontan mal ausgerastet angesichts übergriffiger Polizei, das war körperlicher, revolutionärer, vorbereiteter und trainierter Kampf.
e) Und Fischer hat das mitexekutiert. Er hat Steine geworfen, er hat Polizisten verprügelt, auf am Boden liegende Polizisten eingetreten. O.k., mit Turnschuhen, nicht mit stahlkappenbewehrten Springerstiefeln, und auch nicht auf dem Kopf.
f) Bis zum Heissen Herbst ist sein Verhältnis zur RAF mit „solidarisch“ noch sehr vorsichtig umschrieben. Nichts genaues weiß man nicht, weil zum einem Ermittlungsakten verschwunden sind, als Fischer hessischer Umweltminister in Hessen war, zum anderem, weil die Generation, die einst lauthals (mit Recht!) von ihren Vätern Rechenschaft forderten, zu erfahren, was diese genau zwischen 1933 und 1945 gemacht haben, sich nun ihrerseits einer Omerta befleißigt.
Die Ermordung Pontos, Bubacks und Schleyers kommentierte er:
„Bei den drei hohen Herren mag mir keine rechte Trauer aufkommen, das sage ich ganz offen für mich.“ Bring sowas in der AfD, und Du bist draußen. Das ist genau, was die AfD von sagen wir einer NPD unterscheidet.
Der Gauland-Flügel mag zahlenmäßig nicht ins Gewicht fallen, er ist aber wichtig fürs Image: Das ist braves Bürgertum, die wollen Ruhe und Ordnung, keinen Radau und keinen Boateng in der Nachbarschaft.
Beschmutzung des Andenkens der Holocaustopfer mit Anfang 40 in öffentlicher Rede in der Eigenschaft als Landesvorsitzender einer in Landtag vertretenen Partei
Lern bitte erst mal Deutsch. Wikipedia hat die Rezeption dieser Rede ausführlich aufgelistet:
https://de.wikipedia.org/wiki/Björn_Höcke#Rezeption Deine Auffassung von der Verwendung des Genitivs scheint bei genauerer Betrachtung keiner zu teilen. Höcke hat den Holocaust ausdrücklich wie eindeutig als „Schande“ bezeichnet. Was daran beschmutzend sein soll erschließt sich mir nicht.
Als ein vom Steuerzahler bezahltes Sammelbecken verfassungsfeindlicher Typen, die deshalb auch vom Verfassungsschutz beobachtet werden?
Waren die GRÜNEN,
Die Linke auch mal. Und damals zu Recht.
Möglicherweise muß eine Demokratie sie erdulden (tolerieren), aber sie zugleich als "das Beste" zu titulieren, was der deuten Parteienlandschaft widerfahren konnte, halte ich für affirmativ der Partei gegenüber. Genauso feiert sich die AfD selbst: als die beste Alternative gegenüber dem Establishment.
Ich meine „das Beste“ natürlich nicht als „die Beste aller Parteien jemals ever“, sondern als von allem, was uns ekelhafter Rechtspopulismus, Rechtsextremismus, Rechtsradikalismus bislang geboten hat, immer noch das Beste, das Erträglichste. Mit Schill-Partei, Republikanern, DVU, NPD komme ich nicht mit klar, möchte ich nicht mit leben müssen. Mit der AfD schon. Ich mag sie nicht, werde immer ihr Gegner sein, aber das sind Mitbürger, die sind nun mal da, genau so wie wir 400.000 Paßtürken unter uns haben, die bei einem gewissen Referendum mit
Ja gestimmt haben, und die ich auch nicht abschieben will. Und es sieht nun mal leider so aus, daß uns Rechtspopulismus in den westlichen Demokratien noch eine Weile erhalten bleiben wird. Menschen kommen anscheinend mit der Globalisierung nicht mit, wenn das bedeutet, daß sich nicht nur Waren und Dienstleistungen, sondern auch Menschen bewegen, und sind da überfordert, was vor allem ein mentales Problem zu sein scheint, kein soziales. Auch diese Menschen sollen gehört, vertreten werden.