Nachtrag:
Feindbilder und einfache Weltsichten werden vorzugsweise von der USA-Administration verkündet.
Auf der einen Seite die Achse des Bösen, Teufel Putin und die Terrorstaaten. Missliebige Staatsführer werden zu Massenmördern erklärt oder mit Hitler verglichen. Auf der anderen Seite stehen die USA und ihre Verbündeten, die sich angeblich selbstlos für Demokratie, Menschenrechte, Freiheit und Wohlstand der Völker einsetzen.
Wie soll man diese Schwarz-Weiss-Malerei angesichts der politischen Realität denn ernstnehmen?
Die Muddschahedin hat man gegen die Russen unterstützt, gegen die Taliban nicht. Nach dem 11. September hat man sie bekriegt.
Saddam Hussein war best friend, als er mit amerikanischer Unterstützung den Iran überfallen und acht Jahre lang! bekriegt hat. (eine Millionen Tote!) Dass er die Kurden unterdrückt und mit Giftgas getötet hat, war kein Problem. Als er ohne amerikanische Einwilligung Kuwait überfallen hat, wurde er dagegen über Nacht vom Freund zum Feind. Das Land wurde via Betrug der Uno unter Bruch des Völkerrechts zerbombt und ins Chaos gestürzt.
Iran war unter der Führung des mit Hilfe der CIA installierten tyrannischen Folter-Schahs von Persien best friend. Nach der Revolution wurde Iran zum Staatsfeind.
Schwarzweissmalerei und Doppelmoral durchziehen wie ein Faden die amerikanische Aussenpolitik, das lässt sich nicht bestreiten. Das Deutschland und Europa das Spiel mitspielen, macht es nciht besser. Saudiarabien ist der härteste islamische Staat, der foltert und Frauen unterdrückt. Trotzdem gehört das Land zu den best friends.
Die Wahrheit, die sich dahinter verbirgt, liegt doch auf der Hand. Es geht ganz einfach nicht um Freiheit, auch nicht um das Wohl oder die Rechte der Bevölkerungen. Das sind die Alibis für die Verfolgung (Finanz-) wirtschaftlicher und machtpolitischer Interessen.
Zuguterletzt: Man sollte über Machtpolitik sprechen, wie sie ist und nicht so tun, als hätten die offiziellen Vorgabe etwas mit der Realität zu tun. Wir sind nicht die Guten, die anderen sind nicht die Bösen. Wir sind unterschiedliche Akteure mit unterschiedlichen Interessen und Interessenkonflikten. Staaten machen mit Hilfe der Medien einseitige Propaganda.
Darüber sollte man offen reden, damit die Bevölkerung in Kenntnis dessen über Politik und ihre Vertreter abstimmen kann und Medieninformationen nicht vorbehaltlos schlucken.