Amerika Du hast es besser!

noname75

Well-Known Member
Hier geht's ja mehr um America!
(Aber mach doch mal einen Haustürthread auf)

Amerika hat die meisten Freunde auf dieser Welt!:)

Und es gibt ihn, den amerikanischen Traum!:cool:

Ironisch oder ernst gemeint. Mir geht der Antiamerikanismus auf den Geist. Immer das wiedergekäute der Underground Blogs. So Primitiv. Wie ich schon mehrfach schrieb; wenn es mal so ein einfaches Weltbild gäbe. Da Feind hier Freund.

Aber weißte wat. Vielleicht mach ich mal so'n Dingen auf :D.
 
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Pit 63

Guest
Ironisch oder ernst gemeint. Mir geht der Antiamerikanismus auf den Geist. Immer das wiedergekäute der Underground Blogs. So Primitiv. Wie ich schon mehrfach schrieb; wenn es mal so ein einfaches Weltbild gäbe. Da Feind hier Freund.
Aber weißte wat. Vielleicht mach ich mal so'n Dingen auf :D.
Einerseits behauptest Du, kein Problem mit Amerikakritik zu haben. Andererseits geisselst Du die hier und anderswo geäusserte Kritik pauschal als Antiamerikanismus, ohne auch nur auf einen einzigen der zahlreichen geäusserten Kritikpunkte konkret einzugehen. Das macht wenig bis überhaupt keinen Sinn. Desweiteren indiziert es das, was Du den anderen vorwirfst: ein einfaches Weltbild.
Es geht nicht um pro oder anti Amerika: Es geht um Kritik an einer Politik, die hüben wie drüben Politik für 1 Prozent der Bevölkerung macht, ohne Rücksicht auf Verluste. Das sagen nicht nur Blogger in Deutschland sondern Kritiker in der ganzen Welt- auch in den USA.
Du scheinst weder willens noch in der Lage, an der Oberfläche zu kratzen oder andere als die herrschenden, medial vorgekauten Ansichten nachzuvollziehen.
Abgesehen davon, wir sind hier bei TT, nicht in einem "undergroundblog".
Und Deine Gesprächspartner als primitiv zu bezeichnen, sagt zunächst einmal nichts über sie aus aber eine Menge über Dich, ist Dir das nicht klar?
Klar sein sollte Dir auch der Widerspruch, der darin liegt, einerseits von undergroundblogs zu sprechen, andererseits zu sagen, Du würdest die Wahrheit verkünden aber niemand wollte sie hören.
Ein Mainstreampolitik und -Mediennachbeter, der sich als einsamer Rufer in der Wüste geriert, das hat schon was.
 
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Pit 63

Guest
Schmeisen wir in Deutschland erstmal nicht die 20 Millionen Tonnen Lebensmittel weg und geben das den täglich 10000 - 30000 :( verhungernden Kinder dieser Welt. Damit wäre schon mal ne Menge geholfen. Da sind die Toten in der Ukraine ein Witz gegen. Jeder Tote ist einer zuviel. Aber die Menschen neigen dazu was in der Zeitung steht höher zu bewerten. So wie man hier liest.
Verhungernde Kinder zu beklagen, um sie dann gegen Tote in der Ukraine aufzurechnen, ist einfach nur daneben.
Der Grund, dass die Kinder verhungern, liegt doch ganz zweifellos daran, das sie keine Lobby haben. Gibt Dir das nicht zu denken?
 
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Pit 63

Guest
Nachtrag:
Feindbilder und einfache Weltsichten werden vorzugsweise von der USA-Administration verkündet.
Auf der einen Seite die Achse des Bösen, Teufel Putin und die Terrorstaaten. Missliebige Staatsführer werden zu Massenmördern erklärt oder mit Hitler verglichen. Auf der anderen Seite stehen die USA und ihre Verbündeten, die sich angeblich selbstlos für Demokratie, Menschenrechte, Freiheit und Wohlstand der Völker einsetzen.

Wie soll man diese Schwarz-Weiss-Malerei angesichts der politischen Realität denn ernstnehmen?

Die Muddschahedin hat man gegen die Russen unterstützt, gegen die Taliban nicht. Nach dem 11. September hat man sie bekriegt.
Saddam Hussein war best friend, als er mit amerikanischer Unterstützung den Iran überfallen und acht Jahre lang! bekriegt hat. (eine Millionen Tote!) Dass er die Kurden unterdrückt und mit Giftgas getötet hat, war kein Problem. Als er ohne amerikanische Einwilligung Kuwait überfallen hat, wurde er dagegen über Nacht vom Freund zum Feind. Das Land wurde via Betrug der Uno unter Bruch des Völkerrechts zerbombt und ins Chaos gestürzt.
Iran war unter der Führung des mit Hilfe der CIA installierten tyrannischen Folter-Schahs von Persien best friend. Nach der Revolution wurde Iran zum Staatsfeind.

Schwarzweissmalerei und Doppelmoral durchziehen wie ein Faden die amerikanische Aussenpolitik, das lässt sich nicht bestreiten. Das Deutschland und Europa das Spiel mitspielen, macht es nciht besser. Saudiarabien ist der härteste islamische Staat, der foltert und Frauen unterdrückt. Trotzdem gehört das Land zu den best friends.

Die Wahrheit, die sich dahinter verbirgt, liegt doch auf der Hand. Es geht ganz einfach nicht um Freiheit, auch nicht um das Wohl oder die Rechte der Bevölkerungen. Das sind die Alibis für die Verfolgung (Finanz-) wirtschaftlicher und machtpolitischer Interessen.

Zuguterletzt: Man sollte über Machtpolitik sprechen, wie sie ist und nicht so tun, als hätten die offiziellen Vorgabe etwas mit der Realität zu tun. Wir sind nicht die Guten, die anderen sind nicht die Bösen. Wir sind unterschiedliche Akteure mit unterschiedlichen Interessen und Interessenkonflikten. Staaten machen mit Hilfe der Medien einseitige Propaganda.
Darüber sollte man offen reden, damit die Bevölkerung in Kenntnis dessen über Politik und ihre Vertreter abstimmen kann und Medieninformationen nicht vorbehaltlos schlucken.
 
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noname75

Well-Known Member
Nachtrag:

Schwarzweissmalerei und Doppelmoral durchziehen wie ein Faden die amerikanische Aussenpolitik, das lässt sich nicht bestreiten. Das Deutschland und Europa das Spiel mitspielen, macht es nciht besser. Saudiarabien ist der härteste islamische Staat, der foltert und Frauen unterdrückt. Trotzdem gehört das Land zu den best friends.

Die Wahrheit, die sich dahinter verbirgt, liegt doch auf der Hand. Es geht ganz einfach nicht um Freiheit, auch nicht um das Wohl oder die Rechte der Bevölkerungen. Das sind die Alibis für die Verfolgung (Finanz-) wirtschaftlicher und machtpolitischer Interessen.

Zuguterletzt: Man sollte über Machtpolitik sprechen, wie sie ist und nicht so tun, als hätten die offiziellen Vorgabe etwas mit der Realität zu tun. Wir sind nicht die Guten, die anderen sind nicht die Bösen. Wir sind unterschiedliche Akteure mit unterschiedlichen Interessen und Interessenkonflikten. Staaten machen mit Hilfe der Medien einseitige Propaganda.
Darüber sollte man offen reden, damit die Bevölkerung in Kenntnis dessen über Politik und ihre Vertreter abstimmen kann und Medieninformationen nicht vorbehaltlos schlucken.


Aufstehen. Note 1 :). Da gibt es nichts mehr hinzuzufügen. Spiegelt genau meine Ansicht. Zeigt auf, dass es nur um strategische Interessen geht und nicht ein Land alleine dafür verantwortlich zu machen ist und keine einfache einseitige Sicht vorhanden ist.

Vielleicht noch eine Buchempfellung, falls erlaubt. Jürgen Grässlin Schwarzbuch Waffen Handel. Da kannste du mal sehr schön nachlesen, wie wir fleißig dazu beitragen, die Region in Europa zu destabilisieren.
 

noname75

Well-Known Member
Verhungernde Kinder zu beklagen, um sie dann gegen Tote in der Ukraine aufzurechnen, ist einfach nur daneben.
Der Grund, dass die Kinder verhungern, liegt doch ganz zweifellos daran, das sie keine Lobby haben. Gibt Dir das nicht zu denken?

Na na. Ich habe geschrieben jeder Tote ist zuviel.

Ich wollte nur auf das Missverhältnis hinweisen.

Ukraine Konflikt: ca. 6000 Tote:(.

Kinder unter Fünf verhungert: 5,5 Millionen Tote Jahr. Eine eigentlich unvorstellbare Zahl:(.

Wenn der Aufschrei der Bevölkerung genauso groß wäre wie im Ukraine Konflikt, könnte man das nicht so einfach verdrängen.
Aber es ist halt subtiler. Es ist ein leisen Sterben, fern von jeder Öffentlichkeit, Politik und deren Interessen:(.
 
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Pit 63

Guest
Die Mitverantwortung der westeuropäischen und deutschen Politiker kritisiere ich ebenso.

Nach meiner Hypothese gestaltet das herrschende 1 Prozent im Westen die Politik massgeblich nach ihren Vorstellungen und zwar länderübergreifend und an den demokratisch organisierten Bevölkerungen vorbei. Grundlage der Herrschaft der Wenigen in den westlichen Demokratien ist die lobbyistische Vernetzung von Politik, Wirtschaft und Medien.
Wenn ich sage, dass dem 1-Prozent-Amerika hierbei eine Führungsrolle zukommt, heisst das nicht, dass sie schlechter sind als 1-Prozent-Europa. Sie nehmen die Führungsposition auf ganz "natürliche" deshalb Weise ein, weil sie die militärische Macht verkörpern.
 
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