Bedingungsloses Grundeinkommen?!

AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?!

Ein Beispiel dafür, wie das heutige System freiwilliges Engagement verhindert und Arbeitslosigkeit weiter finanziert:

In einem Gespräch mit jemandem vom Paritätischen Wohlfahrtsverband kamen wir auch auf das Thema BuFdies (Bundesfreiwilligendienstler) zu sprechen. Es gibt reichlich Bewerber, aber in den meisten Verbänden und EInrichtungen herrscht Einstellungsstopp, weil nicht genug Geld da ist. :roll: Nicht mal die rund 360 Euro /Monat BuFdie - "Gehalt" sind drin.

Endgültig absurd wird das Ganze, wenn ein Hartz 4 Empfänger sich entschliesst BuFdie zu machen: Da das BuFdie - "Gehalt" nich zum Lebensunterhalt reicht, muss er wieder zum A- Amt und ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt beantragen, incl. der gesamten Prüfung seiner Verhältnisse etc. p.p. Er bleibt also Hartz 4ler, trotz ehrenamtlicher Tätigkeit und 1 jähriger Verpflichtung. Zudem sind zwei Verwaltungsstellen mit seiner Tätigkeit beschäftigt: Der soziale Träger des BuFdie und das A- Amt. Wenn das mal nicht bekloppt ist... :icon_eyecrazy:
 
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?!

Warum sollten sie deutlich höher liegen als das BGE?
Derjenige der arbeiten geht, hat ja bereits diese Summe in der Tasche. (Die ihm auch nicht genommen wird, wenn er mit seiner Arbeit sehr viel Geld verdienen sollte.)
Sein Gehalt kann, muß aber nicht höher liegen. Er geht ja nicht mehr vorrangig wegen des Geldes arbeiten, sondern aus seinen privaten Gründen.


Nur glaubst du denn wirklich das eine Wirtschaft funktionieren kann wo man quasi nur noch aus Spaß an der Freude arbeiten geht?
 
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?!

Nur glaubst du denn wirklich das eine Wirtschaft funktionieren kann wo man quasi nur noch aus Spaß an der Freude arbeiten geht?


Na ja Glauben und Wissen. Ich könnte mir denken mit einer besseren Besteuerung von Unternehmen (die zahlen ja jetzt manchmal überhaupt keine), mit einer Besteuerung von hohen Einkommen und Vermögen, mit dem Wegfall von einem aufgeblasenen Behördenapparat (Amt für Arbeit, jobcenter, Sozialamt usw.) könnte das schon zu machen sein.
Es gibt ja auch schon eine große Anzahl von Menschen die Arbeitslosengeld und "Hartz IV" bekommen. Da müßte dann nur noch auf die vorgesehene Höhe aufgestockt werden.

Die Wirtschaft wird davon keinesfalls begeistert sein. Es könnte sein das die Leute sich wieder auf die sogenannten wahren Werte besinnen und nicht mehr so viel konsumieren. Das würde deren Profite beschneiden.

Aber, das letzte Hemd hat keine Taschen, man ist auch mit 1 Million reich genug statt mit zehn Millionen. Manmuß sich nur trauen loszulassen. :wink:

Ich könnte wetten das es immer genug Menschen geben wird, die arbeiten wollen.
 
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?!

Warum schaffen wir nicht gleich das ganze Geld ab?

Da würden die doofen Millionäre aber blöd aus der Seidenunterwäsche schauen.

Und natürlich würden alle weiter arbeiten gehen und ihre Werte entdecken.

:icon_eyecrazy:
 
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?!

Warum schaffen wir nicht gleich das ganze Geld ab?

Da würden die doofen Millionäre aber blöd aus der Seidenunterwäsche schauen.

Und natürlich würden alle weiter arbeiten gehen und ihre Werte entdecken.

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Mensch, kannst Du nicht mal ein bischen träumen? Kostet doch (noch) nichts.
Wenn dann das Geld abgeschafft ist, nehme ich Spreewaldgurken dafür.

Wir spinnen doch nur, wahrscheinlich werde ich eher wieder 20 - obwohl - wer hätte gedacht das die Mauer fällt. :shock:
 
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?!

Der Weltstaat wäre das Grauen. Zentralismus entspricht nie der Individualität -auch wenn Weltkonzerne das gern propagieren. Der Mensch und seine individuellen Ausprägungen machen diese Welt so interesseant und vielfältig. EIne weltweite Regulierungsbehörde sind bestenfalls für regionale Auswüchse und zur Regulierung von Kartellen nötig -nicht aber als Regierungsform.

Nationalstaaten entsprechen der Individualität?
Sozialer Zusammenhalt und kultureller Pluralismus sind kein Widerspruch.


Und wer kontrolliert dann die Weltregierung?

Wenn sich da dann erstmal eine korrupte Machtelite festgesetzt hat, herrschen einige tausend Mächtige und ihre Vollstrecker über 7 Milliarden Menschen und machen sie zu ihren Sklaven.
Niemand kann sie stoppen da es keine verschiedenen Länder und Mächte mehr gibt.

Es kommt auf die Vorgehensweise und die rechtlichen Rahmenbedingungen an. Andere Gefahren erscheinen mir bedrohlicher und realistischer.

Nationale Grenzen sind künstliche, historische Konzepte. Die Frage ist nur wann und vor allem unter welchen Umständen sich die Menschen davon verabschieden.
Das ist eine Frage des Bewusstseins- wie Tobias schon sagte.

Ist natürlich OT- bei Interesse kann hier weitergepostet werden.


http://www.turkish-talk.com/showthread.php?t=30927&highlight=weltstaat
 
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?!

Man sollte den praktischen Unterschied zwischen notwendigen, existenzsichernden Arbeiten und selbstverwirklichendem Tun beachten.

Die Arbeit, die erforderlich ist, um eine Volkswirtschaft aufrechtzuerhalten, die den Lebensbedarf von Millionen Menschen deckt, ist idR die "undankbarste"- Stichwort: Rationalisierung, Massenproduktion, automatisierte Arbeitsprozesse, monotone Akkordarbeit und Schichtdienst in Fabriken usw.

Jeder soll ausreichend Tauschwert (Geld) erhalten, um die lebensnotwendigen Realleistungen auf dem Markt einzutauschen- aber wer erbringt die benötigten Realleistungen?

Bei einem bedingungslosen Grundeinkommen würde gemäss Angebot und Nachfrage heute schlecht bezahlte Massenarbeit sehr, sehr teuer.

Folglich würde der finanzielle Lebensgrundbedarf steigen. Dementsprechend müsste das Grundeinkommen angehoben werden usw.

Eine Marktwirtschaft wird mE nach unter der Voraussetzung eines bedingungslosen Grundeinkommens nicht funktionieren. Ich würde sogar noch weiter gehen und sagen: Marktwirtschaft und bedingsloses Grundeinkommen sind ein Widerspruch.

Eine soziale nachhaltige Marktwirtschaft ist aber tatsächlich möglich, nämlich dann, wenn das Geld auf seinen funktionalen Tauschwert beschränkt wird und seiner verhängnisvollen Mehrwertfunktion beraubt wird- die ja die Grundlage des Kapitalismus ist und den Grossteil der Gesellschaft seiner Logik folgend immer wieder systematisch und unausweichlich in Armut und Elend stürzt.

Solange das zinsbasierte Geldmengenwachstum von einem gleichgrossen realen Wirtschaftswachstum begleitet wird, fällt das nur nicht auf. Auf der einen Seite wachsen dann Guthaben, auf der anderen Seite die Schulden. Aber wenn die Schulden zu gross werden, kippt das System und zwar unaufhaltsam. Anders ausgedrückt, die Marktteilnehmer müssen immer grössere Teile ihrer Realleistung abgeben, um Geldforderungen zu begleichen, die ihrerseits nach dem Prinzip Kapitalrendite ohne echte Gegenleistung erworben wurden.
 
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?!

Nationalstaaten entsprechen der Individualität?
Sozialer Zusammenhalt und kultureller Pluralismus sind kein Widerspruch.




Es kommt auf die Vorgehensweise und die rechtlichen Rahmenbedingungen an. Andere Gefahren erscheinen mir bedrohlicher und realistischer.

Nationale Grenzen sind künstliche, historische Konzepte. Die Frage ist nur wann und vor allem unter welchen Umständen sich die Menschen davon verabschieden.
Das ist eine Frage des Bewusstseins- wie Tobias schon sagte.

Ist natürlich OT- bei Interesse kann hier weitergepostet werden.


http://www.turkish-talk.com/showthread.php?t=30927&highlight=weltstaat

Die Frage lautet für mich nicht: Weltstaat oder Nationalstaat? Geographische Grenzen spielen immer weniger eine Rolle. Kommunale und regionale Selbstverwaltung sind kein Widerspruch zu einem überregionalen Staatenbund.
 
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?!

Die Frage lautet für mich nicht: Weltstaat oder Nationalstaat? Geographische Grenzen spielen immer weniger eine Rolle. Kommunale und regionale Selbstverwaltung sind kein Widerspruch zu einem überregionalen Staatenbund.

Ganz gleich, wie das Kind heisst- entscheidend wäre meiner Ansicht nach die verbindliche Verantwortung aller für alle auf der Grundlage gleichen Rechts für alle.
 
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?!

Ganz gleich, wie das Kind heisst- entscheidend wäre meiner Ansicht nach die verbindliche Verantwortung aller für alle auf der Grundlage gleichen Rechts für alle.

Was ja z.B. die Idee von Völkerbund oder UNO ist. Nur: Die Staaten dulden letztlich keine Einmischung in innere Angelegenheiten. Auch eine Weltregierung kann den Menschen nicht das Bewusstsein aufzwingen, dass dies eine Welt ist.
 
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