Burn out

AW: Burn out

Es gibt auch Zeitmanagement-Seminare. Z.B. über das ABC-System.
A= Dinge, die zwingend heute erledigt werden müssen
B= Dinge, die auch morgen erledigt werden können (werden morgen zu A)
C = Dinge, die auch innerhalb einer Woche erledigt werden können (werden erst B dann A)
Du benötigst nur 3 Ablagefächer für's TODO und organisierst Dich besser. Ich hatte ständig das Gefühl, ich schaff das alles nicht, aber was letztlich in A gehörte, war zu schaffen!

Wahrscheinlich hast du Recht ... einfach liegen lassen .... und dann auf den Knall warten .... (mir wäre es lieber, wenn es heute sofort knallen würde .... ich hasse Unsicherheit ...)
 
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Ja, das ist mir in der Theorie eigentlich klar ... ich weiß allerdings nicht, wie ich das in der Praxis realisieren soll.

Sicherlich, es gibt Leute, die können alles an sich abprallen lassen ... ich bin aber sehr gewissenhaft und kann Aufgaben, die mir übertragen wurden nicht einfach liegen lassen ... da hätte ich dann schon wieder Probleme mit meinem schlechten Gewissen ... was ja auch nicht zur Lösung des Problems beiträgt .... sondern, meiner Ansicht nach zur Problembildung beiträgt ....

man fühlt sich immer so unersetzbar, das kenne ich natürlich auch! anfang des jahres bekam ich eine ansage von einer ärztin, die sich gewaschen hatte und mir angst machte. jedoch waren die ersten gedanken, ich muss unbedingt auf arbeit für alles vorsorgen, falls ich dann nicht mehr da bin. die wahrheit ist aber (sitnoppe hat es schon gesagt).....jeder ist ersetzbar und die welt würde sich auch weiterdrehen. man muss bei sich anfangen, dass endlich zu kapieren!!! ich sollte mal wieder das buch rausholen "wenn ich nur noch ein jahr hätte, was würde ich tun?!" oder so ähnlich war der titel. ich zwinge mich auch immer wieder, meinen gedankengängen zu entfliehen. also, du bist nicht alleine damit!!!:wink:
 
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Tendenziell würde ich vermuten, dass Du aufhören musst, zu gehen. Du hast möglicherweise verlernt, anzuhalten, wenn Du verstehst, was ich meine. Erfahre das Nichttun, das natürliche Gefühl des Seins. Erfahre die Gelassenheit, die mit der Präsenz Deines Körpers verbunden ist und die Du wiederentdecken kannst.
Diese Erfahrung ist keine Frage des bewussten Tuns oder Denkens sondern eine des bewussten Seins. Der vermeintlich Weg dahin ist der eines Lassens.

Es gibt eine Technik, die Du zuhause üben kannst.
Wenn Du das regelmässig machst, wird sich viel verändern, wirst sehen.
Ein paar mal am Tag 1-2 Minuten reichen schon aus. Entscheidend ist die Regelmässigkeit.

Entspannt hinsetzen, atmen und einfach bewusst sein ohne aktiv zu denken.
Dieses reine Bewusstsein ohne zu denken, könnte man auch als Körperbewusstsein beschreiben. Setz Dich also hin und sei Dir Deines Körpers bewusst. Fühle die Präsenz Deines Körpers. (Du kannst bspw. mit geschossenen Augen die Präsenz Deiner Hand fühlen- wenn sie anfängt zu kribbeln, ist das nichts schlechtes- die Durchblutung wurde angeregt.)

Wenn Du Dir Deiner lebendigen Präsenz bzw. der lebendigen Präsenuz Deines Körpers bewusst bist, dann nimm alles was dann kommt (Gedanken und Gefühle) hin, ohne es zu bewerten. Lass einfach alles sein, wie es ist.
Also ganz egal, welches Gefühl oder welcher Gedanke gerade in Dir auftaucht- lass den Gedanken oder das Gefühl sein, ohne daran zu haften, ohne es positiv oder negativ zu bewerten und ohne Dich dagegen zu wehren.

Anfänglich werden schon nach kurzer Zeit grosse Widerstände gegen diese Praxis in Dir aufkommen. Du wirst einen mitunter sehr starken Widerwillen dagegen empfinden und es wird Dir immer wieder passieren, dass Du emotional oder gedanklich abschweifst- also bestimmten Gedanken und Gefühlen nachgehst oder innerlich (gedanklich) dazu Stellung nimmst. Lass Dich davon nicht ablenken, sondern kehre einfach immer wieder zu Deinem Ausgangszustand zurück. Wenn Du durchhältst, wirst Du ein wahres Wunder erleben.
Das Wunder, dass Du erleben wirst, ist das, was Du eigentlich bist. Es ist der wesentlich Teil von Dir, den Du infolge Deiner Identifikation mit bestimmten Denk- und Fühlgewohnheiten vergessen hast. Es ist die bewusste Dimension Deiner, das, was Du eigentlich bist, das was Du sozusagen vor oder unter allem Denken und Fühlen bist. Es ist das Potenzial Deines Selbst, das allem zugrundeliegt, was Du bist.
Je stärker Deine Erfahrung dieses grundlegenden, unkonditionierten Selbst wird, desto unabhängiger wirst Du von der gewohnten Selbst- und Fremdwahrnehmung, die sich darüber, quasi an der Oberfläche des Seins abspielt. Es ist die ununterbrochene Gedanken- und Gefühlstätigkeit des konditionierten Egos (das meine ich wertfrei), das davon lebt, dass Du Dich mit ihm identifizierst.

Wenn Dich das Thema an sich interessiert, kannst Du mal Eckhart Tolle lesen, "Jetzt, die Kraft der Gegenwart". Letztlich ist es aber keine intelektueller, sondern ein Erfahrungsweg. Denken ist dabei eher hinderlich- denn das Denken ist ja immer das Gewohnte und damit Teil des Problems.

klingt gut .... aber, was erzähle ich meinem Chef, wenn ich die Termine nicht halte ..... und was erzähle ich meinen Kollegen warum ich minutenlang tatenlos aus dem Fenster gestarrt habe .... und was erzähle ich mir selbst, warum ich soviel Zeit mit wirrem Denken statt mit nützlichem Handeln verbracht habe ?????
 
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klingt gut .... aber, was erzähle ich meinem Chef, wenn ich die Termine nicht halte ..... und was erzähle ich meinen Kollegen warum ich minutenlang tatenlos aus dem Fenster gestarrt habe .... und was erzähle ich mir selbst, warum ich soviel Zeit mit wirrem Denken statt mit nützlichem Handeln verbracht habe ?????

Alleine diese Fragen zeigen, dass du noch nicht bereit bist!
Wenn du den Termin nicht halten kannst, dann war er von (dir?) deinem Chef zu knapp kalkuliert!
Solange wie du dich mehr mit anderen und dem was sie denken anstatt mit DIR und deinen Bedürfnissen beschäftigst, solange wirst du dich auch immer selbst in die Tretmühle stecken.
man wird da übrigens nicht von anderen reingepackt, sondern man macht es selbst, weil man es zulässt!
 
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ich zwinge mich auch immer wieder, meinen gedankengängen zu entfliehen.

Entfliehen kraft willentlicher seelisch-geistiger Anstrengungen kann man Gedanken mE nach nicht- es wird eher das Gegenteil bewirkt und das Denken wird immer "zwanghafter".
Aber man kann aufhören, sich mit den angeeigneten Gedanken und Gefühlen zu identifizieren. Das sie in der Folge nachlassen oder verschwinden, ist dann quasi ein positiver Nebeneffekt.
 
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man fühlt sich immer so unersetzbar, das kenne ich natürlich auch! anfang des jahres bekam ich eine ansage von einer ärztin, die sich gewaschen hatte und mir angst machte. jedoch waren die ersten gedanken, ich muss unbedingt auf arbeit für alles vorsorgen, falls ich dann nicht mehr da bin. die wahrheit ist aber (sitnoppe hat es schon gesagt).....jeder ist ersetzbar und die welt würde sich auch weiterdrehen. man muss bei sich anfangen, dass endlich zu kapieren!!! ich sollte mal wieder das buch rausholen "wenn ich nur noch ein jahr hätte, was würde ich tun?!" oder so ähnlich war der titel. ich zwinge mich auch immer wieder, meinen gedankengängen zu entfliehen. also, du bist nicht alleine damit!!!:wink:

Ja, verdammt ... wenn ich wüsste, dass ich nur noch ein Jahr hätte, dann wüsste ich auch was ich tun würde ....

....aber wer verdammt noch mal garantiert mir, dass es dann nach einem Jahr auch wirklich vorbei ist ?????

Genau, das ist ja der Punkt .... ich bin noch zu klar um den Kram einfach zu schmeißen .... kann aber eigentlich auch keinen wirklich klaren Gedanken mehr fassen ....
 
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klingt gut .... aber, was erzähle ich meinem Chef, wenn ich die Termine nicht halte ..... und was erzähle ich meinen Kollegen warum ich minutenlang tatenlos aus dem Fenster gestarrt habe .... und was erzähle ich mir selbst, warum ich soviel Zeit mit wirrem Denken statt mit nützlichem Handeln verbracht habe ?????

Du wirst unter Druck nicht besser arbeiten, ganz im Gegenteil.
 
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Entfliehen kraft willentlicher seelisch-geistiger Anstrengungen kann man Gedanken mE nach nicht- es wird eher das Gegenteil bewirkt und das Denken wird immer "zwanghafter".
Aber man kann aufhören, sich mit den angeeigneten Gedanken und Gefühlen zu identifizieren. Das sie in der Folge nachlassen oder verschwinden, ist dann quasi ein positiver Nebeneffekt.

nichts anderes habe ich gemeint, pit. du kannst es nur besser ausdrücken :)
 
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Entfliehen kraft willentlicher seelisch-geistiger Anstrengungen kann man Gedanken mE nach nicht- es wird eher das Gegenteil bewirkt und das Denken wird immer "zwanghafter".
Aber man kann aufhören, sich mit den angeeigneten Gedanken und Gefühlen zu identifizieren. Das sie in der Folge nachlassen oder verschwinden, ist dann quasi ein positiver Nebeneffekt.

Das würde ich gerne tun ... versuche das gerade irgendwie zu verinnerlichen ... zu lernen ....

keine Ahnung wie ..... die Theorie ist mir im allgemeinen eigentlich klar .... die Frage ist nur, wie realisiere ich es wenn bestimmte Schritte für mich nicht in Frage kommen .... (z.B. zum Arzt gehen und mich krank schreiben lassen - mit welcher Diagnose auch immer ...)
 
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Ich kenne das panische Gefühl ganz genau. Was ich damals gebraucht hätte, wäre jemand gewesen, der Schritt für Schritt mit mir macht.

Niemand von uns hier kann beurteilen, wie tief du wirklich schon drin steckst. Deshalb brauchst du auf jeden Fall erst einmal einen guten Arzt (ich könnte seitenlange Romane darüber schreiben, wie scheiße Ärzte sein können). Hör dich um, wenn du vorsichtig fragst, wirst du vermutlich erstaunt sein, wie viele Leute schon Erfahrungen mit irgendeiner psychischen Krankheit gemacht haben.

Eine psychiatrische Klinik ist übrigens keine Katastrophe, sondern kann sehr hilfreich sein.

Ein paar Fragen habe ich noch (nur für dich, du musst uns nicht alle einweihen):

Schläfst du nachts durch? Wie lange schläfst du insgesamt?

Hast du Kopf- oder andere Schmerzen?

hast du Verdauungsstörungen?

Hunger auf Süßes?

Panikattacken?
 
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