Coronavirus Covid-19 ---- Sind die Maßnahmen angemessen?

Dein Post ist länger, aber dazu:
Btw, ich finde es auch sehr problematisch, dass die "Meinung" der Leopoldina derzeit so sehr in den Fokus gerückt ist, und überhaupt nicht verwunderlich, dass es so deutlich dem Tenor des jüngsten Diskurses im Land folgt.
Das tut sie nicht, die Leopoldina. Die Journaille dreht das so. Die Leopoldina sagt nicht: Ab nächsten Montag fahren wir die Schulen wie folgt wieder hoch. Die sagen (ich habe mir noch nur den Schulteil genauer angesehen): Wenn wir, wann auch immer – Auch falsch. Wenn die Politiker, wir können das nicht entscheiden und nichts empfehlen, wenn sie wann auch immer die Schulen wieder hochzufahren riskieren wollen, meinen zu können, dann sollten wir das tun wie folgt.

(O.k., Laschet hat einen Punkt: Abiturprüfungen bitte, wenn noch möglich.)

Reeckers, Heinsberg: Ich möchte das begleiten, wenn Heinsberg probeweise als erstes hochgefahren wird. Findest Du nicht mehr. Laschet übernimmt das landesweit, als ob hier überall schon 15% durchseucht wären. Überall Heinsberg ist. Die sind uns drei Wochen voraus.

Die Gutachten sind besser, als sie in der veröffentlichten Meinung gewertet werden. Einfaches Indiz: Niemand nennt Termine.
 
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(O.k., Laschet hat einen Punkt: Abiturprüfungen bitte, wenn noch möglich.)
Wobei, die Abiturienten könnte man ja tatsächlich sogar nächsten Montag verteilen. In ein ansonsten menschenleeres Gymnasium/Gesamtschule. In Klassenräumen, Lerngruppen zu zehnt. Wo dann punktuell ein Lehrer zustößt als Tutor. So als Idee. Dann kann man aufgrund des Heinsberg-Probebetriebs ja gucken, wie man das dann weiter hochfährt.


Auf mich hört ja keiner :(
 
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Der wichtigste Termin war schon festgelegt: die jetzigen Maßnahmen gelten bis zum 19. April, wie geht es dann weiter?

Und da lautet nun einmal der Tenor der Leopoldina: Rückkehr zur Normalität (wie auch immer), statt vorerst Aufrechterhaltung der Maßnahmen. Bei allem schwammigen und unverbindlichen, das wir bei politischen Aussagen nun einmal gewohnt sind...
 
Komm jetzt teile mir deine neue Meinung mit...BITTE! Also nachdem du den Thread der Schülerin gelesen hast?
Das ist das Vertrackteste, Beknackteste: Eigentlich hätten das die Kommunen zu entscheiden. Wie die Schulen vor Ort aussehen, was sie verantworten können. Dann kriegst Du nicht mal landesweit einheitliche vergleichbare Bedingungen hin. Daß die Schülerin aus Bayern berichtet, verblüfft; deren Image/Propaganda ist besser.

Da kriegst Du vom Land Vorgaben, die vielleicht für Mannheim passend und möglich sind, Pforzheim in ein Corvid-Chaos stürzen (rein fiktive Beispiele, ich weiß nicht, wie es da jeweils aussieht).
 
Der wichtigste Termin war schon festgelegt: die jetzigen Maßnahmen gelten bis zum 19. April, wie geht es dann weiter?

Und da lautet nun einmal der Tenor der Leopoldina: Rückkehr zur Normalität (wie auch immer), statt vorerst Aufrechterhaltung der Maßnahmen.
Nein, eben nicht.

Die sagen nichts zu einem Termin. Die hauen einen Exit-Plan raus. Wenn Politik das im Juni macht, dann macht die das im Juni. Da einige zumindest das nach Ostern scheinbar machen wollen, hauen wir das jetzt schon raus: Ob Ihr das im Juni macht oder schon in einer Woche; das jedenfalls sind unsere Anregungen, wie Ihr das machen könntet. Alles andere ist, was Medien wunschdenken – wann hört das endlich auf? –, und wie Politiker das zu nutzen gedenken.
 
19. April, wie kommt das ominöse Datum zustande, noch mal: In Heinsberg/NRW war der erste Shutdown. Der Schulen. Hier geht erst mal keiner mehr zur Schule. Bis wann? Na, demnächst sind dann sowieso Osterferien. NRW bis zum 19. April. Noch sehen wir nichts, bis dahin sehen wir weiter. Vielleicht. Jedenfalls nicht jetzt. Mal schauen, dann sehen wir mal. Kann noch viel länger werden/dauern, kann aber sein, dann ist Licht am Ende des Tunnels. Gegenwärtig – also damals – sehen wir gar nichts, außer, die nächsten beiden Wochen darf nichts mehr laufen, und dann sind eh Ferien.

Das war eine rein lokal Heinsberger Entscheidung, die der Bundesrepublik das Datum vorgab, ohne da was absehen zu können, daß das pragmatische, bundespolitische Auswirkungen haben könnte. Bis/nach Ostern, erschien dann aber allen plausibel. Auch wegen: Wenn wir vor Ostern schon was verlautbaren, dann denken sich alle: och, nächste Woche ist eh vorbei, dann können wir ja auch jetzt schon= zu Ostern, nämlich vorziehen. Omma besuchen. Nein. Eben nicht. Wenn Ihr Ostern brav durchsteht, vielleicht dann; aber wenn Ihr Ostern fröhlich Covid-Parties feiert ist ganz scheiße.

Karneval war selbst nach Heinsberg Desaster. Hätte nicht sein sollen.

Niemand hat gesagt, und am 20. April findet das nächste Heimspiel statt von Borussia Mönchengladbach vor vollem Stadion. Sondern nur: Bis dahin mal gucken, und dann sehen wir weiter.
 
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Reeckers, Heinsberg: Ich möchte das begleiten, wenn Heinsberg probeweise als erstes hochgefahren wird. Findest Du nicht mehr. Laschet übernimmt das landesweit, als ob hier überall schon 15% durchseucht wären. Überall Heinsberg ist. Die sind uns drei Wochen voraus.
Falls die 0,37% Fallsterblichkeit halbwegs repräsentativ sind - dafür müsste vor allem wissen, ob in ganz NRW die Altersverteilung bei den Infizierten ähnlich war wie in Gangelt - könnte man anhand des Verhältnisses Tote zu Infizierte die Dunkelziffer über den Daumen peilen. (27.345 Infizierte inkl. Genesene in NRW, 672 Tote; macht 2,45%. 2,45:0,37 = 6,62. 27.345x6,62=181024. Also etwa 1%. Die 6,62 sind der Faktor der Untererfassung.) Nun weiß ich nicht, ob die 0,37% Fallsterblichkeit, die Streeck in Gangelt ermittelt hat, sich auf seine 15% beziehen.
 
Falls die 0,37% Fallsterblichkeit halbwegs repräsentativ sind -
Ich finde das so außerordentlich außer Rahmen fallend, daß ich da bei dieser Zahl äußerst skeptisch bin. Zumal, wie Du sagst: Wie müßten dann die Dunkelziffern aussehen der Schon-Infizierten und Toten in … Italien mag eine Sonderdiskussion wert sein, aber Spanien, Frankreich?
 
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