Mal überlegt, einen Deal zu machen – denen Pistole—>Brust zu setzen? Ausfüllen gegen Test? Du füllst denen einen aufwendigen Infektionsgeschichten-Fragebogen aus und erfährst noch nicht einmal, ob Du betroffen warst?
Ja, schön wär's gewesen, aber die haben ihre Testpersonen schon gleich zu Beginn anhand der Anamnese-Bögen ausgesiebt. Ich gehöre, wie gesagt, zur breiten Mehrheit, die parallel dazu lediglich standardisierte Fragebögen ausfüllt. Wobei die Testpersonen auch nicht unmittelbar etwas davon haben: die Auswertung der Antikörpertests geht im Labor zwar einigermaßen flott, aber das Ergebnis teilt man ihnen im Laufe dieser Studie erst nach drei bis fünf Wochen mit. Und selbst, wenn ich vorhätte, das mit einem selbst beschafften Antikörpertest zu unterlaufen: dieses wunderbare, "zufällig" in der Region ansässige internationale Biopharma-Unternehmen stellt diesen Test nur für Großabnehmer, nicht aber für Krethi & Plethi zur Verfügung. Den Test gibt es schon seit Monaten; die relevanten, breit angelegten klinischen Studien schieben sie jetzt nach. Ich glaube, so arbeiten viele im Moment. Momentan können die Hersteller ja noch selbst zertifizieren, so weit ich das im Kopf habe, aber das wird in Zukunft nicht mehr möglich sein.
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Btw, vor längerem hatte ich ja mal erzählt, wie schwierig es anfangs für Arztpraxen war, ausreichend FFP-Masken zu bekommen. Das hat sich zwar inzwischen entspannt, aber wirklich easy ist es noch immer nicht.
Dasselbe bei Desinfektionsmitteln: eine Ärztin, bei der ich vergangene Woche war, erzählte nebenbei, es sei ihr nur dank privater Drähte zu einem Kugellagerhersteller (!) geglückt, ein paar Kanister Desinfektionsmittel für ihre Praxis zu organisieren. Sonst hätte sie unter den verschärften Auflagen erst einmal absperren können.
Inzwischen hat sich das eingepegelt, aber trotzdem: Unglaublich!
Da dürften im Vorfeld sicher viele gewerbliche Hamsterer unterwegs gewesen sein, Glücksritter.