Alubehütet
Well-Known Member
Was ich mitbekommen habe, ist der BioNTech-Impfstoff ungewöhnlich, sehr ungewöhnlich preiswert. Kann man nicht meckern. Es sind einfach nicht genügend Produktionsstätten da.
Moment, so gut sind sie nun auch wieder nicht.In Israel läuft eine Menge chaotische Scheiße, aber das Impfen mit der Folge, dass Anfang Februar die Herdenimmunität erreicht wird, ist beeindruckend.
Rechne mal aus, wieviele Einwohner Israels bereits Covid-19 durchgemacht haben. Die kommen zu den 50% noch dazu. Und wie wird es Ende März bei uns aussehen?Moment, so gut sind sie nun auch wieder nicht.
Derzeit setzt Israel nur den Impfstoff der US-Pharmafirma Pfizer ein. Bis Ende dieses Monats sollen dem Land rund vier Millionen Dosen des Stoffes zur Verfügung stehen. Bis Ende März werden weitere vier Millionen erwartet. Weil für die Immunisierung zwei Impfungen nötig sind, könnte also knapp die Hälfte der neun Millionen Israelis bis Ende März den Impfstoff erhalten, sofern logistisch alles glattgeht. Die israelische Regierung hat außerdem sechs Millionen Impfdosen des US-Herstellers Moderna bestellt. Diese werden laut lokalen Medien allerdings nicht vor April erwartet.
Jüdische Allgemeine
Aber das Bevölkerungsschutzgesetz hast du gelesen, oder nicht? Die Linke schlägt Artikel 2b vor. Ich finde es schon erstaunlich, @Bintje, dass du das Eigentumsrecht eines Pharmaunternehmens höher bewertest als Menschenleben.Wie wär's mit Artikel 14 GG? "Das Eigentum [...] wird gewährleistet."
Und bevor Du jetzt mit "Eigentum verpflichtet" kommst, und dass eine Enteignung "zum Wohle der Allgemeinheit" zulässig sei: solltest Du Dir vielleicht noch einmal durch den Kopf gehen lassen, dass @Mendelssohn s Einwand wegen geistigen Eigentums, Patentrechten und so weiter m.E. durchaus stichhaltig ist - auch vor dem Hintergrund der Tatsache, dass die Bundesregierung sich nicht nur an Biontech, sondern auch an Curevac und IDT Biologika in Dessau zwecks Entwicklung von Impfstoffen beteiligt hat.
Man kann ihr also nicht Untätigkeit vorwerfen.
Abgesehen ist Deutschland über die EU auch "Covax" beigetreten.
Biontech aus populistischen Gründen die Lizenzrechte aus der Hand zu schlagen hieße, das Unternehmen gegenüber anderen zu benachteiligen und sich zugleich absehbare Querelen mit Co-Produzent Pfizer als Pharma-Goliath einzuhandeln. Das dürfte wesentlich teurer werden und länger dauern als eine absehbar kürzere Wartefrist auf weitere Impfstoffe, die obendrein den Vorteil hätten, dass man nicht nur auf einen einzigen angewiesen wäre.
Auch deshalb hält sich die Impfwilligkeit Umfragen zufolge bei nicht wenigen in D noch in Grenzen.
Was ich mitbekommen habe, ist der BioNTech-Impfstoff ungewöhnlich, sehr ungewöhnlich preiswert. Kann man nicht meckern. Es sind einfach nicht genügend Produktionsstätten da.
Ich finde es schon erstaunlich, @Bintje, dass du das Eigentumsrecht eines Pharmaaunternehmens höher bewertest als Menschenleben.
Du möchtest nicht auf die Durchgriffsmöglichkeit des Bevölkerungsschutzgesetzes eingehen? Keine Argumente zur Hand?Vermutlich liegt es auch an der Logistik. Nach allem, was ich las, muss der Impfstoff von Biontech bei minus 74° C transportiert und gelagert werden. Im Kühlschrank verdirbt er nach zwei bis drei Tagen und muss, sofern nicht verimpft, verworfen werden. So weit ich es verstanden habe, ist das der größte Nachteil gegenüber Konkurrenzprodukten, die teils mehrere Wochen bei normalen Kühlschranktemperaturen lagerfähig, haltbar und entsprechend sehr viel besser auch für wärmere Länder geeignet sein sollen.
Konstant mehr als minus 70° C zu gewährleisten muss man erstmal hinkriegen. Auch in Deutschland. Ich denke nicht, dass jede Apotheke das schafft geschweige denn handelsübliche Kühlschränke bei Hausärzten.
Fehlen Dir Argumente? Oder warum wirst Du schon wieder polemisch?
Gestatte, dass ich Deine nächste Zündstufe vorwegnehme: Bintje will, dass Menschen sterben!
Wenn's weiter nix ist ... das kenne ich schon.
Du möchtest nicht auf die Durchgriffsmöglichkeit des Bevölkerungsschutzgesetzes eingehen?
Hätte jetzt auf das Argument getippt: Aber Israel kriegt das hin. Und ist auch warm da. 2 Foristen –> 1 KlappeSo weit ich es verstanden habe, ist das der größte Nachteil gegenüber Konkurrenzprodukten, die teils mehrere Wochen bei normalen Kühlschranktemperaturen lagerfähig, haltbar und entsprechend sehr viel besser auch für wärmere Länder geeignet sein sollen.
Konstant mehr als minus 70° C zu gewährleisten muss man erstmal hinkriegen.
Dann so.Du möchtest nicht auf die Durchgriffsmöglichkeit des Bevölkerungsschutzgesetzes eingehen? Keine Argumente zur Hand?