des deutschen liebstes kind...

frau flodder

Gesperrt
Es ist eine riesige Industrie (vom Hersteller bis zum Autofahrerhandschuh) rund ums Auto. Sollte der Individualverkehr eingeschränkt werden oder ganz aufhören, gehen eine riesige Menge Arbeitsplätze verloren.
Das kann sich ohne Alternativen kein Staat leisten.
Nicht umsonst wurde ein SPD-Politiker gerügt als er eine Tempobeschränkung angeregt hat.


die arbeitsplätze würden nur verlagert...

auch für eine andere form des verkehrs müssten dinge produziert werden..
es müssten mehr menschen für den transport als solches tätig sein..etc

also ich denke nicht, das der arbeitsmarkt zusammenbricht, nur weil man anfängt andere wege zu gehen.

thema individualverkehr..
machen wir uns doch alle nichts vor..die rohstoffe, die für diese art der fortbewegung verballert werden, stehen doch in keiner relation zum tatsächlichen nutzen.

es wäre, meiner meinung nach. viel sinnvoller, den verkehr anders zu strukturieren und so den menschen die möglichkeit geben, sich preiswert und vor allem umweltschonend zu bewegen.
warum muss jeder ein eigenes auto haben?
noch dazu, meistens von der bank finanziert...sprich die auto´s gehören ja im grunde den banken..

ich würde es viel besser finden, wenn z.b in meinem kaff eine art sonnenenergiebetriebene strassenbahn unterwegs wäre..eine bahn die möglichst ohne lärm im betrieb ist..wo ein einfacher unkomplizierter zustieg möglich ist..dann könnte ich hier locker auf ein auto verzichten.
einkäufe könnte man liefern lassen..etc..

aber es müsste halt ein gut durchdachtes netz vorhanden sein..( wenn so ein netz natürlich wie der berliner flughafen geplant wird, geht es in die hose)..

aber die individualität, wie wir sie uns seit einigen jahrzehnten leisten..können wir uns doch, alleine aus umwelttechnischen gründen, gar nicht leisten.

was ist langfristig gesehen teuerer?...arbeitslose oder die zerstörung des lebensraumes?
 

frau flodder

Gesperrt
Oh Mann, wir reden aneinander vorbei.

Ich redete davon das die Arbeitsplätze wegfallen wenn die Autoproduktion eingestellt würde. Reine fiktive Überlegung (siehe oben), Du schreibst von den gegenwärtigen Lage.


wie lange werden wir noch mit öl fahren können?..
20 jahre?
10 jahre?


was ist dann?..der schritt kommt doch eh in der zukunft auf uns zu..
warum greifen wir nicht vor?

nein, im gegenteil, wir subventionieren sogar noch amerikanische konzerne, mit unseren steuergeldern, damit sie bleiben..
statt opel einfach dicht zu machen und dort an der zukunft arbeiten..statt mit viel geld eine vergangenheit aufrecht zu erhalten..
 
S

sommersonne

Guest
aber die individualität, wie wir sie uns seit einigen jahrzehnten leisten..können wir uns doch, alleine aus umwelttechnischen gründen, gar nicht leisten.

was ist langfristig gesehen teuerer?...arbeitslose oder die zerstörung des lebensraumes?


Im Grunde stimme ich Dir ja zu. Wenn man es so betrachtet hättest Du tatsächlich recht und es würden "andere" Arbeitsplätze entstehen.

Das wäre wieder ein Fall für das bedingungslose Grundeinkommen. Dann wäre eine solche gravierende Umstellung vielleicht leichter.

Leider kann ich nicht daran glauben. Die Benzinpreise werden immer höher und trotzdem wird Auto gefahren und nicht nur die Berufspendler. Den meisten ist doch die Umwelt egal, hauptsache mobil. Ich spreche da auch bischen aus Erfahrung. Seit anderthalb Jahren habe ich kein Auto mehr und habe es schon mehrmals bereut. Trotzdem wird es kein neues Auto bei mir geben.
 

Gizelle

Well-Known Member
Mein Auto ist mein Baby, mein brauner Hengst. Ich sag ihm Guten Morgen und Gute Nacht. Ernsthaft. Immerhin fährt er mich brav jede Woche 1500 km. Ohne Auto wär ich im Aussendienst verloren und hier in der Pampa sowieso, alleine das Einkaufen wär eine logistische Meisterleistung. Ich muss einmal im Monat mit der Bahn fahren und ich hasse hasse hasse es. Von mir aus kann es schnelle Elektroautos geben, dann würde ich eventuell umsteigen (aber ganz sicher nicht auf so ein 50 km/h-Ding), aber ganz ohne Auto, no way.
 
S

sommersonne

Guest
Mein Auto ist mein Baby, mein brauner Hengst. Ich sag ihm Guten Morgen und Gute Nacht. Ernsthaft. Immerhin fährt er mich brav jede Woche 1500 km.

Kann ich verstehen.
Ich dachte ich löse es mit "Teil-Auto", gibt es ja in Leipzig. Aber da kann man nicht spontan sagen, ich möchte jetzt mal ein Auto weil ich an den Baggersee will. Man muß planen und anmelden und wenn man Pech hat, ist dann doch keins frei. Das ist nichts für mich.
 
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