Aber wir investieren nicht noch dutzende von Millionen hinein. Bin mir nicht sicher, da lasse ich mich korrigieren, falls das doch geschieht. Es wird mehr Braunkohle abgebaggert, aber wir legen uns nicht noch neue Baggerschaufeln zu.
Da bin ich dann tatsächlich auf Seiten Habecks. Vorhandene Ressourcen vielleicht mehr nutzen, als wünschenswert wäre und geplant war. Aber nicht noch im grossen Stil hinein investieren.
Natürlich investieren wir da rein, Kohlekraftwerke halten sich nicht selbst instand.
Da müssen genauso Ersatzteile, Kühler, Ventile und schlussendlich auch Brennstoff beschafft werden.
Bei den Kohlekraftwerken haben wir aktuell
zusätzlich das Problem, das als Folge der Abschaltung beim
Kohleausstieg auch die Logistik für Kohle abgeschafft wurde.
Sprich, wir haben keine Schiffe und nur sehr eingeschränkt Güterzüge zum Transport der Kohle.
Wir bekommen die Kohle gar nicht in der benötigten Menge zum Kraftwerk,
wenn es knapp wird droht ganzen Industrien und Stadtteilen die Zwangsabkopplung vom Netz.
Das dauert 12-15 Monate, neue herzustellen. Die Folgen der Ukraine-Invasion für unsere Energiepolitik waren erst Mitte, Ende März im allgemeinen Bewußtsein.
Robert Habeck und sein Team nehmen für sich in Anspruch, auf den Gebieten Wirtschaft und Energie
über die Expertise zu verfügen ein Industrieland mit 82 Millionen Menschen zu führen.
Davon hätte man nichts gewusst und erst Ende März seinen die Probleme ins allgemeine Bewusstsein gerückt
lasse ich nicht gelten.
Die Probleme mit der Energiewende und dem Atom/Kohleausstieg sind ebenso seit Jahren bekannt,
wie die Energiekrise schon vor dem Krieg eingesetzt hat.
Man wollte davon nichts wissen oder wusste es tatsächlich nicht, was ich denen auch zutraue.
Jedenfalls liegt hier ein
eklatantes Politikversagen vor.
Das kann auch ein Habeck nicht mehr weglächeln.
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