Die Ampelkoalition

EnRetard

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... womit du m.E. etlichen Leuten Unrecht tust und das hoffentlich weißt. Aber auf Politiker und Journalist:innen kann man ja immer. Draufdreschen. Irgendwelche werden schon dabei sein, die es verdient haben. Darum gleich mal fürs Kollektiv: Einfach druff! Am besten Tiernamen geben. *Ironie off*
Was das mit Journalist*innen zu tun haben soll, weiß ich nicht. Die habe ich nicht erwähnt, also unterstell mir nichts!
Ich dresche auch nicht auf alle Politiker*innen ein, sondern unterstelle, dass Menschen mit Managementfähigkeiten häufig in besser bezahlten Tätigkeiten landen. Auch dir dürfte nicht entgangen sein, dass sich Politiker*innen schon während ihrer unterbezahlten Tätigkeiten in öffentlichen Ämtern auf die Zeit nach der Politik hübsch machen. Da gibt es Beispiele aus allen Parteien.
Schließlich: Die Politiker*innen, denen es nicht aufs Geld ankommt, muss es auf etwas anderes ankommen. Es gibt sicher die reinen Idealist*innen, aber wenn ich mir z.B. die FDP- Spitze anschaue, dann sehe ich auch andere Beispiele.
 

Berfin1980

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Alubehütet

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Wir daben doch das Problem seit Jahren, daß wir immer weniger Quereinsteiger in der Politik haben, immer weniger Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung und mehreren Jahren Praxis, und immer mehr Berufspolitiker, die über RCDS und HochschulJuSo-Gruppe Karierre gemacht haben. Kann man doch mal drüber reden, ohne gleich in allgemeine Politik(er)verachtung einzustimmen.

Ich sehe vor allem das Problem, daß wir keine Volksparteien mehr haben, keine Milieus. Früher warst Du Arbeiter, Vatter oder Onkel oder wer war im Bergbau, Du hattest einen Schrebergarten, Kaninchenställe oder einen Taubenschlag, warst in der Gewerkschaft und hast SPD gewählt. Oder Du warst in der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft, im Kirchengemeindevorstand oder bei der Orts-CDU. Aus diesen Reihen sind dann besonders clevere Kerlchen gescoutet und gefördert worden. Guck Dir heute den Parteien-Nachwuchs an. Schüler-Union. Du kriegst das Grauen.
 
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Bintje

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Was das mit Journalist*innen zu tun haben soll, weiß ich nicht. Die habe ich nicht erwähnt, also unterstell mir nichts!
Ich dresche auch nicht auf alle Politiker*innen ein, sondern unterstelle, dass Menschen mit Managementfähigkeiten häufig in besser bezahlten Tätigkeiten landen. Auch dir dürfte nicht entgangen sein, dass sich Politiker*innen schon während ihrer unterbezahlten Tätigkeiten in öffentlichen Ämtern auf die Zeit nach der Politik hübsch machen. Da gibt es Beispiele aus allen Parteien.
Schließlich: Die Politiker*innen, denen es nicht aufs Geld ankommt, muss es auf etwas anderes ankommen. Es gibt sicher die reinen Idealist*innen, aber wenn ich mir z.B. die FDP- Spitze anschaue, dann sehe ich auch andere Beispiele.
Oh, keine Sorge, alles das gleiche Gesocks, alles illegitim, neue Jobs zu suchen, wenn man alte hatte, weiß man doch. :rolleyes:

Nein, ernsthaft, wer heutzutage noch so dusselig ist, irgendwas anzustreben, was nicht ausschließlich Eigeninteressen nützt und nicht so toll bezahlt ist wie, sagen wir, vielleicht ein Sparkassendirektor (was verdienen die eigentlich?), gerät automatisch unter Verdacht und darf blöd von der Seite angerempelt werden. Nicht?
Es sei denn, er/sie ist streikender Lokführer oder Agrardiesel knatternder Treckerfahrer (tatsächlich in der Regel Männer), der/die schon dafür gefeiert werden, dass sie sich die Winterlangeweile mit populistischen Sternfahrten gegen die Ampel durch Bad Segeberg vertreiben. Wo die A20 endet, weil sie mangels Geld und wegen Dauerklagen seit Jahren nicht weitergebaut werden kann und die Durchfahrtsstraße schon vorher ziemlich hinüber war. Bundesstraße.
Jetzt ist sie dank der Traktorkonvois richtig kaputt. Und ewig dräut der Stau. Gut gemacht, prima. Endlich haben wir's denen-da-oben-mal-gezeigt! Nicht.
 

Bintje

Well-Known Member
Ich sehe vor allem das Problem, daß wir keine Volksparteien mehr haben, keine Milieus. Früher warst Du Arbeiter, Vatter oder Onkel oder wer war im Bergbau, Du hattest einen Schrebergarten, Kaninchenställe oder einen Taubenschlag, warst in der Gewerkschaft und hast SPD gewählt. Oder Du warst in der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft, im Kirchengemeindevorstand oder bei der Orts-CDU. Aus diesen Reihen sind dann besonders clevere Kerlchen gescoutet und gefördert worden. Guck Dir heute den Parteien-Nachwuchs an. Schüler-Union. Du kriegst das Grauen.
Das ist richtig, aber der Parteien-Nachwuchs besteht zum Glück nicht nur aus der Schüler-Union. Und Politiker:innen per se verächtlich zu machen, weil sie gesellschaftlich Verantwortung (zu) übernehmen (bereit sind), finde ich nicht angebracht. Dann macht's nämlich irgendwann keiner mehr oder nur noch die, die wir in verantwortlichen Rollen, glaube ich, alle nicht sehen wollen. Weswegen ich die Bezeichnung "Berufspolitiker" erstmal neutral sehen möchte, nur wird sie in der Regel mit einer herablassenden Verachtung grundiert, die ich anmaßend finde.
Eigentlich kann man sich m.E. nichts anderes wünschen, als dass jemand in politischer Verantwortung, egal, wie dauerhaft sie durch den Souverän an der Wahlurne verliehen wurde/wird, diese Tätigkeit professionell auffasst und ausübt, so gut er oder sie kann. Weiteres lässt sich bei Max Weber nachlesen, "Politik als Beruf", aber daran zu erinnern, wirkt vermutlich nur noch old school.
 

sommersonne

Well-Known Member
Da stehen einem die Haare zu Berge. Ok, mir nicht, weil ein Freund, höheres Tier bei der Bahn, mir schon länger davon erzählt und auch, dass die Ausbildungsfähigkeit zahlreicher Einsteiger auch in anderen relevanten Bereichen seit längerem gesunken und, von Ausnahmen abgesehen, eine echte Katastrophe sein soll.
Wenn das so ist, was ich nicht bezweifeln will, dann hätten doch alle die Arbeitslosen recht, die sich nicht in eine solche Maßnahme zwängen lassen wollen um die Menschheit nicht zu gefährden, mal zugespitzt gesagt. Aber genau für eine solche Verweigerung werden sie dann sanktioniert.
 

Msane

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Bintje

Well-Known Member
Bildungsweg Ricarda Lang:

WS 2012/13 bis WS 2019/20: Studium der Rechtswissenschaften in Heidelberg und Berlin (ohne Abschluss)
2012: Abitur in Nürtingen

Quelle https://ricarda-lang.de/ueber-mich/
Unterdessen (der Vollständigkeit halber):
  • Oktober 2015 bis November 2019: Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND, von Oktober 2017 bis November 2019 als Bundessprecherin
  • April 2014 bis September 2015: Sprecherin Bundesverband Campusgrün (Dachverband grüner Gruppen an Hochschulen und Universitäten)


Fällt was auf? Dazu gehört Fleiß und Leidenschaft. Offensichtlich war sie neben ihrem nicht beendeten Studium keineswegs untätig.
 

Msane

Well-Known Member
Unterdessen (der Vollständigkeit halber):
  • Oktober 2015 bis November 2019: Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND, von Oktober 2017 bis November 2019 als Bundessprecherin
  • April 2014 bis September 2015: Sprecherin Bundesverband Campusgrün (Dachverband grüner Gruppen an Hochschulen und Universitäten)


Fällt was auf? Dazu gehört Fleiß und Leidenschaft. Offensichtlich war sie neben ihrem nicht beendeten Studium keineswegs untätig.

Das ist aber nicht der Bildungsweg den du da zitierst.

Ich bin der Ricarda sogar noch entgegen gekommen und habe ihn von ihrer Homepage kopiert, da umfasst er zwei Zeilen :)

Auf Wikipedia ist es nur eine Zeile.


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