Also: ich bin ja nun mal in Duisburg am Krankenhaus (oder mehreren) beschäftigt. Diese Situation kennen wir von unserem Herzzentrum. Da sind es manchmal die arabischen Fürsten, die ihren ganzen Tross nicht unterbringen können und die dann vor der Klinik den Rasen bevölkern und dann auch mal die Nachbarn erschrecken. Das Gleiche haben wir, wenn ein Sinti-/Roma-Ältester am Herzen operiert wird. Kennen wir und ist nix besonderes mehr. Solange sie nicht ihr Geschäft in den Nachbargärten verrichten (ja, ist schon vorgekommen) und nicht den angrenzenden Friedhof oder das Gebäude an sich belagern, stört es eigentlich niemanden mehr.
Das Gleiche im Duisburger Norden, wenn im anderen Krankenhaus ein Türke oder Kurde auf einer der Intensivstationen liegt und nicht alle aus der Familie/Nachbarschaft/Heimatdorf/Heimatstadt usw. im Wartezimmer Platz haben. Auch da Bevölkerung der Wiesen, der Eingangshalle, der Cafeteria und der Parkplätze.
Solange, wie niemand belästigt wird, stört es nicht. Das sind wir gewohnt.
Ist eben in diesen Kulturkreisen so. Zu 99,9 % läuft auch immer alles friedlich ab.
Letztens hatten wir einen der Bandidos auf Intensiv, da haben die Kumpel draußen vor der Klinik allerdings den Wachdienst übernommen, um ihren Kumpel zu schützen. Da haben sich schon Unbeteiligte bedroht gefühlt, das wurde allerdings friedlich gelöst, teilweise auch mit Unterstützung der Polizei.
Wie man sieht, es betrifft nicht nur Rumänen bzw. Sinti und Roma.
Wir sind nun mal Multikulti im Pott, da lernt man irgendwie damit umzugehen.
Es scheint einfach menschlich zu sein, von "unangenehmen" Erfahrungen mit einzelnen Vertretern direkt auf alle Anderen zu schließen. Das sollte man eben unterlassen.
Dass viele das nicht wollen oder können, DAS ist das eigentliche Problem!